fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Traumtor zum Herxheimer 2:2 in Offenbach

Gedrängevor dem Herxheimer Tor. Fabien Clever und Silas Wagner vom FSV machen die Hälse lang. Mit der 3 der Herxheimer Tristan T
Gedrängevor dem Herxheimer Tor. Fabien Clever und Silas Wagner vom FSV machen die Hälse lang. Mit der 3 der Herxheimer Tristan Trauth.

Zählt das Tor von Daniel Szadorf zum 3:1, gewinnt der FSV Offenbach sehr wahrscheinlich das Landesliga-Spitzenspiel. Die Viktoria Herxheim kommt nicht zum ersten Mal zurück.

2:2 endete das Spitzenspiel der Fußball-Landesliga Ost in Offenbach. Die Viktoria Herxheim bleibt damit ungeschlagen an der Tabellenspitze. Sie bewies zum wiederholten Male große Moral und verteidigte mit einem späten Tor ihre Serie ungeschlagener Spiele. Sie hatte Glück, dass Referee Benedikt Steitz (Kaiserslautern) das mögliche Offenbacher 3:1 nicht anerkannte.

Beide Teams lieferten sich einen offenen Schlagabtausch und suchten konsequent den Weg zum gegnerischen Tor. Torraumszenen waren eher Mangelware. Denn beide Defensivreihen waren gut organisiert, die Abwehrspieler entschieden die meisten der intensiven Zweikämpfe für sich.

Butterweiche Petrescu-Flanke für das 0:1

Bei der Viktoria stand Manuel Reddmann für den erkrankten Aaron Streib zwischen den Pfosten. Mit zwei glänzenden Paraden bewahrte er seine Farben vor einem Rückstand. In der 3. Minute lenkte er den Ball nach einem Distanzschuss von Alexander Hayes über die Latte. Nach einer Viertelstunde klärte er gegen Daniel Szadorf. Kurz zuvor hatte Herxheims Sandro Wetzka von der Strafraumgrenze nach Zuspiel von Marcel Meinzer knapp das Tor verfehlt.

In der 25. Minute bediente Mihai-Lucian Petrescu, stärkster Akteur auf dem Platz, Sascha Banspach mit einer butterweichen Linksflanke. Der lange Mittelstürmer schüttelte am langen Pfosten mit einer geschickten Körpertäuschung seinen Gegenspieler Jakob Born ab und köpfte zum 0:1 ein. Drei Minuten später glich Szadorf aus kurzer Distanz nach einem Freistoß von Alexander Hayes aus. Der Treffer geht auf die Kappe von Mike Tiator. Anstatt den Ball ins Aus trudeln zu lassen, wollte der Linksverteidiger ihn mit der Brust zu Reddmann spielen.

Die vermeintliche Entscheidung

Nach der Pause sorgte erneut Petrescu für Gefahr. Seine gefährliche Ecke lenkte Mika Stabel übers Tor, ein Distanzschuss und ein Kopfball des 35-jährigen Rumänen verfehlten knapp das Gehäuse. Nach einer Stunde sorgte Silas Wagner für das 2:1. Nach einem langen Ball von Agmir Bajraktari setzte er sich am linken Pfosten gegen Tristan Trauth durch und traf flach ins lange Eck.

In der 70. Minute lenkte Reddmann einen Born-Kopfball an die Latte. Zwei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit dann die vermeintliche Entscheidung: Szadorf lässt gleich vier Gegenspieler stehen und trifft ins Eck. Doch es gibt Freistoß für Herxheim wegen Foulspiels.

Petrescu auch am 2:2 beteiligt

In der Nachspielzeit warf der Tabellenführer alles nach vorne und wurde mit einem Traumtor belohnt. Die FSV-Abwehr klärte eine Ecke von Petrescu, der schnell reagierte und erneut flankte. Der kurz zuvor eingewechselte Marcel Heid nahm mit dem Rücken zum Tor stehend den Ball aus der Luft und traf.

FSV-Coach Daniel Jahnke haderte mit dem Pfiff des Schiedsrichters: „Das 3:1 war aus meiner Sicht ein regulärer Treffer. Es wäre ein verdienter Sieg gewesen. Unser Matchplan ging auf. Wir hatten über weite Strecken Zugriff auf das Spiel und haben hinten kaum etwas zugelassen.“ Viktoria-Übungsleiter Jens Bodemer war zufrieden: „Wir nehmen den Punkt gerne mit. Die Jungs haben wieder ihren tollen Charakter bewiesen. Wir sind in der Lage zu punkten, auch wenn es mal nicht so optimal läuft. Mit dieser Leistung werden beide Teams bis zum Saisonende oben dabei bleiben.“

Daniel Szadorf klärte auf: „Ich hörte den Pfiff und dachte, es gibt Elfmeter. Doch auf Nachfrage erklärte mir der Schiedsrichter, er hätte ein Foulspiel meines Mitspielers Anthony Schäfer gesehen.“

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