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Traumtor beim Kandeler 4:0-Sieg
Der FC Bienwald Kandel gewann auch in dieser Höhe verdient mit 4:0 (2:0) gegen den SV Hermersberg. Die Elf von Marco Weißgerber hat nach der 1:3-Niederlage beim TuS Steinbach gleich wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden und sich auf den dritten Tabellenplatz der Fußball-Verbandsliga Südwest verbessert. Der Aufsteiger aus der Südwestpfalz bleibt nach der sechsten Niederlage im sechsten Spiel als einziges Team ohne Punktgewinn.
Dabei versteckte sich die Mannschaft von Trainer Jens Mayer in der ersten Hälfte keineswegs. Sie begann mit den beiden Sturmspitzen Florian Weber und Lukas Bißbort und erarbeitete sich auch ihre Möglichkeiten. Die größte Chance vergab in der 38. Minute Marius Dausmann. Nach einem feinen Zuspiel von Kapitän Pascal Masch vergab er am rechten Pfosten eine glasklare Chance, der Innenverteidiger scheiterte aus kurzer Distanz an Kandels Keeper Patrick Aust.
Maximilian Krämer unaufhaltsam
Die Gastgeber begannen konzentriert und erarbeiteten sich ein Übergewicht. In der 13. Minute gingen sie nach einer herrlichen Kombination in Führung. Renaldo-Doru Balasa spielte den Ball zu Lukas Bosch an der Strafraumgrenze. Der frühere Knittelsheimer leitete den Ball weiter zu Maximilian Krämer, der aus halb rechter Position traf. Das zweite Tor des langen Stürmers in der 43. Minute war ein „Tor des Monats“. Mit einem langen Sololauf schüttelte er drei Gegenspieler ab und hämmerte den Ball aus 18 Metern unhaltbar für SVH-Keeper Sven Deppert in den linken Torwinkel.
SWFV-Präsident zu Gast
Erstmals im Bienwaldstadion seit der Gründung des FC Bienwald Kandel weilte SWFV-Präsident Hans-Dieter Drewitz. Sein Halbzeitfazit: „Die Partie hat meine hohen Erwartungen bis jetzt erfüllt. Kandel begann stark, bettelte dann etwas um den Ausgleich. Schade, dass das zweite Tor nicht im Fernsehen übertragen wurde.“
Fünf Minuten nach Wiederanpfiff erhöhte Kandels Außenverteidiger Patrick Pagna mit einem Diagonalschuss ins lange Eck auf 3:0. Ab diesem Zeitpunkt resignierten die Gäste. Insgesamt neun Einwechslungen sorgten für häufige Unterbrechungen. Die Südpfälzer konnten nun ohne größere Gegenwehr nach Belieben agieren, der SVH präsentierte sich nun wie ein Absteiger und ergab sich seinem Schicksal. In der 73. Minute wurde Noah Beierle für Nicolas Heckmann eingewechselt, sein erster Einsatz in dieser Saison nach langer Verletzung. Vier Minuten später wurde der wuchtige Stürmer von Pascal Hüll in Szene gesetzt. Beierle setzte sich im Strafraum mit energischem Antritt gegen Christoph Metzger durch und traf zum 4:0-Endstand vor 180 Zuschauern. Schiedsrichter Simon Wölflinger kam ohne Karten aus.
„Vielleicht eine Frage der Qualität“
Der Hermersberger Übungsleiter Jens Mayer meinte: „Vor der Pause war ich noch ganz zufrieden, doch vor dem gegnerischen Tor haben wir uns naiv angestellt. Das ist vielleicht auch eine Frage der Qualität. Nach dem Wechsel war es einfach ein Klassenunterschied. Dennoch Kopf hoch und weiter geht’s.“ Kandels Trainer Marco Weißgerber war zufrieden: „Es war eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber der Vorwoche. Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment machen. Wir haben hinten nichts zugelassen und zu null gespielt, das war die Grundlage für diesen absolut verdienten Sieg.“
So spielten sie
FC Kandel: Aust - Pagna, Brück, Steinel, Moukouri - Hüll, Heckmann (73. Beierle), Balasa (80. Hanß), Sahin (78. Laturner) - Bosch (80. Spielmann), Krämer (73. Zimmel)
SV Hermersberg: Deppert - Simon, Dausmann, Metzger, Vogt (69. Jochum) - Masch, Dudek, Freiler (46. Gries), Müller (55. Kolb) - Bißbort, Weber (69. Berg)
Tore: 1:0 und 2:0 Krämer (13. und 43.), 3:0 Pagna (50.), 4:0 Beierle (77.) - Beste Spieler: Bosch, Hüll, Krämer - Masch - Zuschauer: 180 - Schiedsrichter: Wölflinger (Bedesbach)