Basketball
Totalausfall im zweiten Viertel
In kleiner Besetzung auf verlorenem Posten: Gegen Tabellenführer ASC Mainz verlor der TV Bad Bergzabern in der 2. Basketball-Regionalliga ohne Spielertrainer Jeremy Black (in den USA) und den verletzten Jan Wroblewski mit 84:104 (41:55).
Drei Durchgänge verkaufte sich das Rumpfteam des Turnvereins bravourös gegen die favorisierten Rheinhessen. Zweimal knapp 19:22 und 25:27 unterlegen, das vierte Viertel sogar 27:22 für sich entschieden – die Teams begegneten sich lange auf Augenhöhe. Hätte es nicht Bergzaberns Totalausfall im zweiten Viertel (13:33) gegeben.
15 Dreier versenkt
Die Niederlage nach bislang gutem Rundenverlauf ordnete Kapitän Martin Langenfeld so ein: „Jan und Jeremy fehlten uns an allen Ecken und Enden. Hinzu kam, dass einige extrem angeschlagen ins Match gingen. Philipp Behrendt zum Beispiel kam aus einer zweiwöchigen Grippe zurück aufs Feld, auch Jeremy Reisberger konnte letzte Woche wegen Krankheit nicht trainieren. Mainz dagegen hat wirklich eine starke Truppe, ist tief besetzt und konnte munter durchwechseln.“
Langenfeld selbst war von keinem Mainzer zu stoppen. Mit neun Drei-Punkte-Treffern war er der auffälligste Akteur beim TVB. Andrej Schmid traf viermal aus der weiten 6,25-Meter-Distanz. Die Kurstadt-Korbjäger versenkten 15 Dreier in der ASC-Reuse, eine starke Weitwurf-Bilanz.
Zu langsam
Definitiv war es nicht die Offensive, die Bergzabern keine Chance gegen den Titelanwärter gab. „Der Knackpunkt lag bei uns eindeutig in der Defensive. Auch wenn das in Bestbesetzung bei uns natürlich alles ganz anders gelaufen wäre, über 100 Gegentreffer sind in eigener Halle einfach zu viel“, haderte Langenfeld. „Wir sind oft zu langsam in die Verteidigung zurückgekommen und haben auf dem Feld schlecht kommuniziert. Gegen Mainz zu gewinnen, wird für jedes Team in dieser Liga schwer. Aber dennoch müssen wir so selbstkritisch sein, dass wir selbst in dieser nicht perfekten Besetzung das Match hätten enger gestalten können.“
An Einstellung und Kampfgeist lag es nicht. Doch streckenweise merkte man dem TVB die fehlende Fitness und Kraft wegen der vielen Krankheiten in den letzten Wochen an. „Wir konnten nicht ansatzweise auf unser volles Potenzial zurückgreifen“, sagte Langenfeld. „Da hätte gegen so einen Top-Gegner schon extrem viel für uns laufen müssen, um ernsthaft eine Chance auf einen Überraschungscoup zu haben.“
So spielte der TVB: Langenfeld (37 Punkte), Andrej Schmid (16), Behrendt (12), Reisberger (7), Bergmann (5), Tübel (4), Illgen (3).