Schwimmen Team TV Bad Bergzabern schlägt sich wacker
Beim Landesliga-Durchgang der deutschen Mannschaftsmeisterschaften in Kaiserslautern machten die Bad Bergzaberner Fred Günther, einem der Trainer, ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk zum 76. Bei den Männern erfüllten die Schwimmer der SG Rhein-Mosel ihre Favoritenrolle vor den Hausherren des SK Kaiserslautern. Dahinter entwickelte sich ein Dreikampf zwischen der SG RWE Rheinhessen, dem Mainzer SV und dem TV Bad Bergzabern. Die Kurstädter konnten sich mit 14.904 Punkten vor Mainz auf dem vierten Platz behaupten. Absteigen wird der SC Delphin Grünstadt.
Jonas Seutemann der Topscorer
Bester TVB-Punktesammler war Jonas Seutemann (Jahrgang 2000). Er steuerte 2879 Punkte für sein Team bei, er schwamm den einzigen Vereinsrekord des Wochenendes (100 Meter Lagen in 0:59,80 Minuten) und war auf den Bruststrecken der Topscorer mit 668 und 625 Punkten. Auf 2466 Punkte kam Florian Nehring (2004).
Das Schwimmen nicht verlernt hat Christian Roder (1990). Mit fünf Starts sammelte er 2165 Punkte. Niklas Seutemann (2002) verbesserte seine persönliche Bestzeit über 200 Meter Brust (2:37,56 Minuten) sowie 400 und 800 Meter Freistil und kam auf 2156 Punkte. Artur Dietz (2009) schwamm als Youngster der Gruppe fünf Bestzeiten, die 1996 Zähler wert waren. Er hatte den weitesten Weg im Wettkampfbecken: 2,7 Kilometer.
Mitten im Abiturstress ließ Robert Cristian (2005) seine Mannschaft nicht hängen. Fünf Starts und drei Bestzeiten ergaben 1708 Punkte. Am Freitagabend aus London gekommen, erfüllte Paul Eckelmann (2003) mit vier Einsätzen und 1537 Punkten alle Erwartungen.
Noch eine Woche zittern
Bei den Frauen gewannen die Mainzerinnen überlegen vor der SG Rhein-Mosel und dem SK Kaiserslautern. Die SG EWR Rheinhessen belegte den vierten Platz vor dem TV Bad Bergzabern (13.158 Zähler). Die zweite Mannschaft der SG Rhein-Mosel muss in die Verbandsliga zurück. Die Kurstädterinnen müssen noch eine Woche zittern, da neben der SG Worms auch noch der Sieger aus der Verbandsliga des Rheinlandes aufsteigen kann, der am kommenden Wochenende ermittelt wird.
Ulrike Rodrian (1983) schwamm fünf persönliche Bestzeiten, für die sie 1987 Punkte bekam. 1955 Punkte holte Sarah Pilicek (2009), die nach Anlaufschwierigkeiten mit drei Bestzeiten am Nachmittag glänzte. Anna Kirsch (2004) lieferte in fünf Rennen jeweils Resultate Zehntelsekunden unter Bestzeit ab, für die 1932 Zähler gutgeschrieben wurden. 1924 Punkte sammelte Janice Klingebeil (2007) ein.
Gleich den richtigen Ton gesetzt
Mit Bestzeit über 100 Meter Lagen setzte Sophia Wisser (2008) im ersten Rennen des Tages gleich den richtigen Ton für ihre Mannschaft, dem sie zehn Minuten später über 50 Meter Brust in 0:36,19 Minuten einen weiteren Rekord folgen ließ. Pech hatte sie auf ihrer Hausstrecke, der Schwimmrichter disqualifizierte sie wegen eines Technikfehlers. Mit Wut im Bauch machte sie mit den 400 Meter Lagen kurzen Prozess und setzte im Nachschwimmen am Ende im Alleingang mit neuer Bestzeit über 100 Meter Brust (1:18,53) den Schlusspunkt.
Azalea Cristian (2008) erreichte mit vier Einsätzen 1344 Punkte, Kimberly Breuhauer (1997) mit drei Starts 1184 Zähler. Sunny Schmitt feierte ein erfolgreiches Comeback.
Den Aufstieg in die Landesliga konnte am Sonntag bei den Frauen nur die SG Worms mit 13.834 Punkten verbuchen. Auch bei den Männern gibt es vorerst mit dem WSV Speyer (13.949) nur einen Aufsteiger. 13.510 Punkte reichen dem SC Neustadt nicht, um den Mainzer SV aus der Landesliga zu verdrängen. Die zweite Frauen-Mannschaft des TV Bad Bergzabern musste drei Ausfälle kompensieren und belegte vor dem SV Ludwigshafen und dem SC Wörth II einen respektablen achten Platz.