Fußball-Verbandspokal RHEINPFALZ Plus Artikel SV Erlenbach, Rülzheim und Schaidt weiter

 Luca Marcel Preuß (links) verfolgt den Erlenbacher Jurica Radisic. Rechts der Maximiliansauer Nicolas Mühl.
Luca Marcel Preuß (links) verfolgt den Erlenbacher Jurica Radisic. Rechts der Maximiliansauer Nicolas Mühl.

Der SV Erlenbach gewann in der ersten Runde um den Fußball-Verbandspokal mit 1:0 gegen den FVP Maximiliansau. Einer freut sich nun ganz besonders auf die zweite Runde, die auch der SV Rülzheim und der TuS Schaidt erreicht haben.

Gastgeber Erlenbach hatte in der Kabine wohl den temperamentvollen Ansagen des Stadionsprechers Dominik Schmalz gelauscht, denn vor 100 Zuschauern legte er los wie die Feuerwehr. Nach zwei Minuten scheiterte Cristian Cenusa nach Doppelpass mit Ferhat Soylu an Torwart Jan Feil. Eine Minute später nagelte der 46-jährige Cenusa, der vor Spielfreude nur so sprühte, einen Freistoß aus 20 Metern ans Lattenkreuz. Kurz darauf bediente er Tristan Wiese, der den Torwart umkurvte. Statt ins leere Tor zu schießen, legte er noch mal quer, fand jedoch keinen Abnehmer.

Allmählich befreiten sich die Gäste und schoben das Spiel weiter Richtung Mittellinie. Zwar überließen sie Erlenbach weiterhin den Ball, konnten das Geschehen aber weitgehend vom eigenen Tor fernhalten. Ferhat Soylu, erst von Maximiliansau nach Erlenbach gewechselt, verletzte sich nach 20 Minuten und wurde von Jurica Radisic ersetzt. Da kamen die Gäste auch erstmals gefährlicher vors Tor: Ein Freistoß von der Mittellinie von Nikolas Kyritsis wurde länger und länger, Torwart Sam Keller klärte zur Ecke.

Immer wieder Cristian Cenusa

Ähnliche Situation auf der anderen Seite: Gästetorwart Jan Feil verschätzte sich und hatte Glück, dass Cristian Cenusa mit dem Kopf nicht hinter den Ball kam. Oft vom guten Ruven Sommer initiiert, zeigten die Gäste vielversprechende Ansätze, spielten diese aber unsauber zu Ende. Nach einer halben Stunde die nächste Großchance für Cristian Cenusa: Der Erlenbacher Spielführer lief frei auf das Tor zu, der starke Innenverteidiger Nikolas Kyritsis klärte in höchster Not.

Erlenbachs Spielertrainer Matthias Orso, im Abwehrzentrum gewohnt umsichtig, hatte in der Halbzeit lediglich die Chancenverwertung zu bemängeln: „Es hätte schon früh 2:0 für uns stehen müssen.“ Gästetrainer Adnan Sentürk nahm sich mit seiner Mannschaft vor, geschlossener zu agieren und aggressiver gegen den Ball zu gehen.

Sommer trifft nicht, Coban macht’s

Seine Spieler versuchten die Platzherren zu Fehlern zu zwingen. In der 49. Minute lief Ruven Sommer alleine auf das Tor zu, der Linksfuß traf den Pfosten. Cristian Cenusa vom SVE blieb mit einem Freistoß in der Mauer hängen, der zweite Ball landete bei Aurica-Mihai Vacaru, der Jan Feil zu einer Glanzparade zwang. Als nach 67 Minuten das Spiel immer mehr an Intensität verlor, verwertete Kadir Coban eine Hereingabe von links mit dem rechten Fuß ins lange Eck. Er ließ Feil keine Chance.

Zwar hatten die Gäste in der Folge mehr Spielanteile, konnten sich jedoch nur wenige Chancen erarbeiten. Metin Cagateys Versuch flog knapp am Tor vorbei. In der Nachspielzeit scheiterte er mit einem Freistoß aus 20 Metern an Sam Keller. Der 20-jährige Torhüter überzeugte in der Maximiliansauer Schlussoffensive mit Ruhe und Übersicht. Der Zeiskamer, in der Sommerpause aus Büchelberg gekommen, sah den Sieg als verdient an: „Wir ließen es nur zweimal richtig brenzlig werden, haben gefightet bis zum Schluss. Leider haben wir aus dem Freiraum im Mittelfeld, den uns die Gäste gewährten, wenig gemacht.“ Der Lehramtsstudent in den Fächern Sport und Sozialkunde verspricht sich in Erlenbach Spielpraxis, um sich weiterentwickeln zu können.

Das meinen die Trainer

FVP-Trainer Adnan Sentürk war mit seiner Elf nicht gänzlich unzufrieden: „Wir sind noch in der Vorbereitung, weshalb noch nicht alles klappen kann. Es gab gute Ansätze, wir müssen uns aber noch in einigen Dingen verbessern. Im Großen und Ganzen hat Erlenbach hochverdient gewonnen.“ Matthias Orso vom SVE war hochzufrieden: „Wir haben ordentlich gespielt, hatten mehr Spielanteile und hinten nicht viel zugelassen. Die Chancenverwertung ist natürlich noch verbesserungswürdig.“ Der 41-Jährige sieht dem Zweitrundenspiel gegen die TSG Jockgrim mit Vorfreude entgegen: „Für mich als Ur-Jockgrimer ist das großartig, ich werde viele Freunde und Bekannte einladen.“ Gespielt wird am 9. August in Erlenbach.

Andere Spiele

Der TuS Schaidt steht nach einem 1:0-Sieg beim FV Neuburg in der zweiten Runde. Als die beiden Mannschaften in der vergangenen Saison der A-Klasse in dieser Konstellation aufeinandertrafen, gab es ein 0:0. Dies war auch der Spielstand, als es den großen Schreckmoment gab. Schaidts neuer Stürmer Sascha Miller zog sich eine böse Gelenkverletzung zu. Sogar der Rettungshubschrauber war im Einsatz. Mit erheblicher Verzögerung wurde die Partie fortgesetzt. Vor 150 Zuschauern hatte Neuburg vor allem in der ersten Halbzeit ein Chancenplus, doch der erfolgreiche Abschluss wollte nicht gelingen. Für das Weiterkommen des Bezirksliga-Aufsteigers sorgte Torjäger Nico Rinck.

Der SV Rheinzabern aus der A-Klasse zwang den Landesliga-Absteiger SV Rülzheim in die Verlängerung. Nach einem Superpass von Tayfun Kar musste Max Müller beim 1:0 nur noch einschieben (18.). Vor 250 Zuschauern glich der eingewechselte Moritz Helfried Becker nach einem Missverständnis in der SVR-Abwehr in der 74. Minute aus. 1:1 stand es nach der Verlängerung. Im Elfmeterschießen gab es bei beiden Mannschaften Fehlversuche. Der letzte von Noah Gschwind bedeutete die 4:5-Niederlage für Rheinzabern.

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