Lokalsport Südpfalz Stadtderby am Queichanger

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LANDAU/WÖRTH. Am 1. Mai wird in Essingen das Pokalfinale des Fußballkreises Südpfalz gespielt. Der VfL bekam erstmals in seiner Vereinsgeschichte den Zuschlag. VfL-Fußballboss Wolfgang Pfister freut sich: „Es ist ein Highlight unserer Vereinsgeschichte. Der ganze Verein ist bereits eingebunden.“ Die Finalteilnehmer werden über Ostern ermittelt. Am Sonntag (15 Uhr) empfängt der FV Queichheim den ASV Landau.

Bei Landaus ältestem Fußballverein FV 1920 Queichheim ist die Freude auf das Stadtderby gegen den klassenhöheren ASV riesig. Trainer Mario Brod rechnet mit 500 bis 600 Zuschauern. Er wollte am Karfreitag vom lange geplanten Skiurlaub aus dem Montafon zurückkehren, um das Abschlusstraining zu leiten. Die Form könnte nicht besser sein, nach fünf ungeschlagenen Partien in Folge stehen die Schwarz-Weißen in der B-Klasse West auf dem Relegationsplatz. Am heimischen Queichanger sind sie eine Macht, dies bekam Stadtrivale SV Landau West beim 5:1 am vergangenen Sonntag zu spüren. Die beiden Leistungsträger Andreas Minch (2) und Jerome Mitchell (3) erzielten die Tore. Das Duo agiert im Mittelfeld. Brod lobt: „Andy ist als waschechter Einheimischer ein absoluter Leader, Jerome kann an so einem Tag den Unterschied ausmachen.“ Der 27-jährige Mitchell wohnt in Landau und studiert Sozialpädagogik. Er kam im Herbst 2015 vom TB Jahn Zeiskam, zuvor spielte er viele Jahre für den FSV Offenbach in der Verbandsliga. Mit 23 Saisontreffern gilt er neben Kapellens Spielertrainer Tobias Fromm als torgefährlichster Mittelfeldakteur der Liga. ASV-Trainer Fadil Durmishaj befindet sich mit seinen Mannen im Abstiegskampf in der A-Klasse Süd. Der jüngste 5:4-Sieg beim Mitkonkurrenten SV Hagenbach macht Hoffnung. Der 32-jährige Übungsleiter betreut den Traditionsverein im dritten Jahr. Durmishaj erlebte als Spieler die besseren Zeiten, als Ex-Schalke-Profi Reiner Edelmann in der Landesliga coachte. Er sagt: „Wir wollen uns mit einem guten Spiel im Derby bei allen Leuten bedanken, die uns in zurückliegenden schweren Zeiten unterstützt haben. Ohne sie würden wir kein Fußball mehr spielen.“ Er hat alle Mann an Bord und möchte offensiv auftreten, ein früher Treffer ist das Ziel. Durmishaj möchte auch im Falle des Abstiegs seinem Verein die Treue halten. 95 Prozent der Spieler des Kaders hätten bereits zugesagt. Der Spielbetrieb soll auf jeden Fall weiter gehen („es gibt noch Hindernisse, wir hoffen auf die Unterstützung von Stadt und Verband“). Am Montag um 15 Uhr spielt der FC Bavaria Wörth gegen die FSV Freimersheim. Diese reist als unangefochtener Tabellenführer der A-Klasse Süd an. Die gastgebenden Bavaren sind nach der 3:5-Niederlage im Spitzenspiel beim SV Erlenbach vom zweiten auf den vierten Tabellenplatz in der B-Klasse Ost zurückgefallen. FSV-Coach Edin Pita nimmt die Favoritenrolle an: „Etwas anderes zu behaupten, wäre eine glatte Lüge. Wenn wir die Leistung der letzten drei Spiele abrufen, sind wir schwer zu schlagen.“ Zuletzt gab es vier Siege in Folge, den Tabellenvierten wies Freimersheim am vergangenen Sonntag mit 7:1 in die Schranken. Der Vorsprung beträgt elf Punkte, der Titel ist greifbar nahe. Die Planungen für die kommende Saison sind in Freimersheim fast abgeschlossen. Alle Spieler des Kaders bleiben, drei Neue stehen fest. Neben Torwart Florian Theobald vom Ligakonkurrenten VfB Hochstadt kommen zwei ehemalige Pita-Schützlinge aus der A-Jugend von Phönix Bellheim: Mounir Habbouchi und Moritz Gemke aus Germersheim. Einer der Gewinner der Rückserie ist Winterneuzugang Dominic Bergdolt, er kam vom ASV Schwegenheim. Maximilian Becker fehlt wegen eines beruflichen Auslandsaufenthaltes, der Einsatz des erkrankten Sascha Bittig ist fraglich. Wörths Geschäftsführer Mario Sesterheim sieht die Gastgeber in der Außenseiterrolle. Für die Niederlage in Erlenbach nennt er Gründe: „Es ist uns nicht gelungen, die gegnerischen Schlüsselspieler entscheidend auszuschalten.“ Er hat den Gegner beobachten lassen, durch konsequentes Pressing soll Freimersheims starker Offensive mit Topscorer Dens Thomas (41 Saisontreffer) kein Raum zur Entfaltung gelassen werden. Als Hauptziel nennt Sesterheim das Erreichen des Relegationsplatzes. Der 46-jährige Automobilkaufmann war in den 1990ern ein gefürchteter Manndecker beim FV Neuburg in der Bezirksliga. Er sagt: „Das Ziel war ein einstelliger Tabellenplatz. Wir können am Montag befreit aufspielen, das kann ein Vorteil sein.“ |kebe

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