Handball
Südpfalz Tiger feiern Heimsieg
Big Points im Abstiegskampf: Die Südpfalz Tiger besiegen vor 250 Zuschauern die mHSG Friesenheim/Hochdorf III mit 33:27 (16:14), distanzieren sie auf fünf Punkte und schließen in der Handball-Oberliga bis auf zwei Punkte zum Tabellen-12. TuS Dansenberg II auf.
Schon nach neun Minuten sah sich Gästetrainer Malte Metz genötigt, beim 5:2 für die Tiger seine erste Auszeit zu nehmen. Bis dahin fand seine Mannschaft gegen die offensiv-aggressive Abwehr der Tiger keine Mittel, scheiterte mehrmals an Torhüter Maximilian Geiger. Zwar stellte Jan Gerbershagen noch auf 7:2, dann sollten die taktischen Anpassungen Wirkung zeigen: Mit drei Toren in Folge kamen di Gäste heran, Andreas Jagenow traf zum 7:5. Geiger parierte einen Siebenmeter. Dann pendelte sich ein Rhythmus ein: Drei-Tore-Führung Tiger, Zwei-Tore-Rückstand Hochdorf. Bis zur 22. Minute: Moritz Schulz glich aus zum 12:12.
Schlampige Abschlüsse
Die Tiger schlossen aus dem Rückraum schlampig ab, kamen hauptsächlich durch die Außenspieler Jan Gerbershagen und Elias Horn zu Torerfolgen. In der 28. Minute hielt Geiger seinen zweiten Siebenmeter, nachdem Dennis Würges eine fragwürdige Zeitstrafe erhielt. Als noch 17 Sekunden zu spielen waren, gingen die Tiger durch Spielmacher Arne Schäfer mit 15:14 in Führung. Sie provozierten in der Abwehr einen Ballgewinn. Gerbershagen bediente gedanklich schnell mit präzisem Pass Horn, der sich durch zwei Gegenspieler tankte und das 16:14 erzielte.
Tiger-Trainer Christian Job nutzte die Halbzeit zur Sortierung der Seinen: „Wir hatten Mann gegen Mann gegen die individuell gut ausgebildeten Spieler mehrmals das Nachsehen, weil die gegenseitige Unterstützung fehlte. Wir haben dann auf eine 6-0-Abwehr umgestellt, um im Verbund kompakter und gestaffelter zu decken.“ Auch Spielmacher Arne Schäfer wusste, was es abzustellen galt: „Vom Torwartwechsel der Hochdorfer verunsichern lassen, unvorbereitet abgeschlossen, technische Fehler und Unaufmerksamkeit in der Abwehr. Dass wir als Mannschaft besser sind, wussten wir.“
Friesenheim mit siebtem Feldspieler
Der Rhythmus jedoch sollte gleichbleiben: Führung Tiger, Ausgleich Hochdorf. Bis zur 41. Minute: Da erzielten der sechsfache Torschütze Gerbershagen und zweimal der wiedergenesene André Hilsendegen das 21:18. Malte Metz nahm eine Auszeit und brachte den siebten Feldspieler. Ohne den gewünschten Erfolg: „Es hat zweimal geklappt, dann war gegen die 5-1-Abwehr kein Durchkommen mehr“, so Metz. Obwohl die Tiger die Abwehr bei dieser Angriffsvariante vor dem Spiel nicht explizit geübt hatten, wie Job anmerkte: „Diese Angriffsvariante ist ja leider an der Tagesordnung, deshalb wissen wir mittlerweile dagegen anzukommen.“
Torhüter Geiger mit 15 Paraden
Die Abwehr stand. Mehrmals wurden die Hochdorfer Angreifer in ungünstige Wurfpositionen gedrängt und Maximilian Geiger wurde zum entscheidenden Faktor. Er kam auf starke 15 Paraden. Vorne lief Florian Bauchhenß heiß, erzielte mit dem 27:21 sein fünftes Tor in Folge (48.). Mit dem anschließenden Treffer von Maximilian Geiger ins verwaiste Gästetor war auch der siebte Feldspieler Geschichte. Danach spielten es die Tiger souverän bis zum Endstand von 33:27. Christian Job war zufrieden: „Es hat wieder gezeigt, dass bei uns alles passen muss. Torwart, Abwehr und konsequente Chancenverwertung. Es war ein Pflichtsieg.“ Malte Metz: „Wir wollten mehr ins Kombinationsspiel, haben uns aber in Einzelaktionen verloren. Dafür sind die Tiger zu abgezockt.“