radsport RHEINPFALZ Plus Artikel Renntag in Offenbach: Rennwurst und Erdbeeren

Das Hauptrennen läuft. Die Fahrer nehmen die nächste von 16 Runden in Angriff.
Das Hauptrennen läuft. Die Fahrer nehmen die nächste von 16 Runden in Angriff.

Am Ende waren sie alle froh: Veranstalter, Zuschauer, Fahrer. Nach zwei Jahren Corona-Pause veranstaltete der RV Vorwärts Offenbach wieder sein Traditionsrennen am 1. Mai. Eine Sache fehlte.

„Ein Fahrerfeld von 89 Startern hat es sehr, sehr lange nicht mehr gegeben“, freute sich Moderator Helmut Lerch nach dem Hauptrennen. Während Sieger Patrick Lechner und die Platzierten Jonas Tenbruck und Fabian Genuit für Bilder posierten und Interviews gaben, bauten die ersten Helfer um den RVO-Vorsitzenden Andreas Gensheimer bereits Teile der Streckenbegrenzung ab. Noch eine Stunde blieb bis zum Beginn des Gottesdienstes.

Lechner hatte sich im Schlusssprint gegen neun Mann in der Führungsgruppe durchgesetzt. Seine abwartende Fahrweise zahlte sich aus. Als Belohnung gab’s die ersten frischen Offenbacher Erdbeeren. „Ein großes Dankeschön an alle hier. Wieder solche Radrennen zu fahren, macht einfach Spaß“, sagte Genuit vom Roschbacher Team Möbel Ehrmann.

Für die Besucher war gesorgt: Kuchen im Schulhof, Chili-Cheese-Pommes und Rennwurst am Stand des Vereins Jugendkultur Offenbach. Es hatte etwas von Weinfest mit Musik. „Es ist für uns enorm wichtig, wieder unsere größte und teilnehmer-stärkste Veranstaltung durchführen zu können“, freute sich Gensheimer.

Drei Offenbacher im Amateurrennen

Die Renndistanz von etwas mehr als 100 Kilometer zog Fahrer aus ganz Süddeutschland, Lothringen und vom AC Sparta Prag aus Tschechien an. 139 Fahrer standen auf der Starterliste für das Rennen der Amateure morgens um halb neun, darunter die drei RVO-Fahrer Florian Dietsch, Luca Krull und Jan Römer. 42 Fahrer waren es in den U11- bis U15-Rennen. Und dann wurden auch die Talente der Junioren-U19-Bundesliga in Offenbach vorstellig. 99 Fahrer gingen hier an den Start.

„Traditionell fahren die Jungs sonst am 1. Mai beim Profirennen in Frankfurt“, erklärte Gensheimer. Das Junioren-Rennen wurde dort dieses Jahr abgesagt und schließlich nach Offenbach abgegeben. Auch wenn auf dem flachen Rundkurs nur zwei der drei Wertungen Gesamt, Sprint und Berg abgenommen werden konnten. Zitat eines BDR-Mitarbeiters im Rennbüro des Offenbacher Schulhauses: „Einen Berg haben wir hier mit der Lupe gesucht.“

Toni Albrecht fehlt die Bergwertung

BDR-Vizepräsident Günter Schabel sprach nach der Siegerehrung von „tollem Sport“, einem fast sturzfreien Rennen. Und dass man auf dem richtigen Weg sei. Nachdem er den Gesamtführenden Nick Bangert (Team Wipotec-RLP), Sprint-Ass Vincent John und den wenig geforderten Bergwertungsprimus Toni Albrecht (beide Junioren Schwalbe Team Sachsen) auf dem Podium interviewt hatte und sich die drei Jungs alle für die schnellen Offenbacher Strecke aussprachen, warnte er schon mal vor: „Andreas, wir kommen nächstes Jahr wieder. Die Sportler haben entschieden.“

Am Ende gewann Jonathan Malte Rottmann vom Rose-Team NRW vor Jasper Schröder und Tom Köbernik vom Team Stadler Niedersachsen. Der Hatzenbühler Fabian Wünstel landete auf Platz 9, Jannis Rapp (Wörth) auf 39 und Max Märkl (Queidersbach, für den RV Edelweiß Roschbach) auf 70.

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