Radsport RHEINPFALZ Plus Artikel Rennen in Kuhardt fällt klein aus

Dario Rapps (vorne) gewann im vorigen Jahr.
Dario Rapps (vorne) gewann im vorigen Jahr.

Vor den Kriteriumsrennen an diesem Samstag um den Großen Preis der ITK-Engineering in Kuhardt ist die Stimmung beim veranstaltenden RSV Rülzheim durchwachsen.

Die Rülzheimer sind es gewohnt, mit Rückschlägen umzugehen. „Hoffentlich regnet es nicht zu sehr“, sagt der Vorsitzende Hans Dudenhöffer. „In einer Kurve sind zwei Metallringe von den Abdeckungen zur Kanalisation. Das ist aber die Kurve nach der Ziellinie, sodass da keiner sprinten muss.“ Dudenhöffer hofft auf angepasste Fahrweise auf der 900 Meter langen Runde. Lediglich 60 Fahrer stehen in den Meldelisten.

Im 20 Mann starken Fahrerfeld der Continental-Teams und Elite-Amateure sind die südpfälzischen Teams Möbel Ehrmann und Bellheimer Silberpils. Bellheims Teamkapitän Marc Dörrie war am 1. Mai in Offenbach Zweiter und beim Rundstreckenrennen in Köln-Longerich 15. Voriges Jahr belegte er hinter Dario Rapps und Andreas Mayr vom RSC Kempten Rang drei. Die Allgäuer fehlen. Mayr fährt mit einigen Teamkollegen eine Rennserie in den USA, andere sind auf Rapps’ Hochzeit.

Anfängerrennen im Programm

Über die Ursache der kleinen Teilnehmerfelder kann Dudenhöffer nur mutmaßen: „Es sind an dem Tag keine weiteren Rennen in der näheren Umgebung. Es zeigt aber eben immer mehr, dass es immer weniger Radfahrer gibt und von unten nicht viel nachkommt. Wir probieren jetzt mal wieder Erste-Schritte-Rennen, mal schauen, wie das ankommt.“ Jugendklassen werden keine gefahren. Irgendwann habe sich herausgestellt, dass „samstags einfach keine Fahrer kommen“. Die Entwicklung gebe es schon länger. Dudenhöffer bot in einer Schule mal eine Radsport-AG an. Einer zeigte sich interessiert, ging dann aber doch lieber zur Feuerwehr. Dudenhöffer: „Das Angebot ist eben groß. Dazu ist die Ausrüstung teuer. Und mit dem Straßenverkehr wird es auch nicht einfacher.“

Im Freizeitzentrum von Volksläufern überholt

Der Ursprung des Rennens lag vor Jahrzehnten am Pfingstmontag im Rülzheimer Freizeitzentrum. Die Leichtathleten boten ihren Volkslauf an, die Radsportler ihre Radtourenfahrt (RTF). Damals waren etwa 400 Radfahrer und 250 Läufer zugegen. Bald waren es über 1000 Läufer, die Radler wurden weniger. Ein Duathlon brachte nicht den erhofften Aufschwung. „Wir sind total untergegangen und haben nach Alternativen gesucht. Mein Sohn Stefan hatte dann die Idee, nach Kuhardt zu gehen“, erinnert sich Dudenhöffer. Daraus wurde ein Rundstreckenrennen über Leimersheim und Neupotz. Der Aufwand war jedoch zu groß, die Kuhardter bekamen nicht viel zu sehen. „Wir haben dann ein Kriterium daraus gemacht, was auch gut ankam und bisher ganz gut geklappt hat. Hoffentlich besteht das Rennen auch weiterhin“, so der Vorsitzende. Der Mittelpunkt ist in der Gartenstraße.

Zeitplan: 13.30 Uhr: Masters 4, Frauen und Juniorinnen U19 (45 Kilometer); 14.45 Uhr: Amateure (54 Kilometer); 16.15 Uhr: Fette Reifen (Jahrgang 2012 und jünger); 16.45 Uhr: CT und Elite-Amateure (72 Kilometer).

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