motorsport RHEINPFALZ Plus Artikel Rallye SÜW: Zentrum in Landau

 Andre Weigel/Christiane Braun aus Ranschbach im Subaru Impreza WRX STI.
Andre Weigel/Christiane Braun aus Ranschbach im Subaru Impreza WRX STI.

Die Rallye Südliche Weinstraße zieht um. Der Pandemie geschuldet, verlegt der MSC Ramberg das Zentrum des Wettbewerbs auf den Messplatz in Landau, wo keine Zuschauer zugelassen sind. Am Samstag um 12.01 Uhr fährt das erste Fahrzeug los. Zwei Wertungsprüfungen sind zweimal zu fahren.

Das ist eine gravierende Änderung gegenüber den gewohnten Abläufen: Bei der Rallye „Südliche Weinstraße“ am Samstag, der Auftaktveranstaltung des pfälzischen Motorsports, befindet sich das Rallyezentrum auf dem Messplatz in Landau.

„Die Rallye wird komplett ohne Zuschauer und Besucher ausgerichtet“, betont Organisationsleiter Peter Deege (Haßloch) vom MSC Ramberg. „Wir wussten nicht, was am Tag der Veranstaltung für Hygienevorschriften wegen der Corona-Pandemie bestehen, weil die sich kurzfristig auch ändern können. Deshalb haben wir uns zu diesem Schritt entschlossen.“ Für die Rallye seien sehr viele Helfer notwendig, da sei der Veranstalter personell nicht in der Lage, auch noch Besucher zu kontrollieren.

Vor Ort keine Siegerehrung

Bisher waren Rallyezentrum, Nennbüro und Siegerehrung in Edenkoben. „Die Örtlichkeit ist wegen der Enge in der Zeit der Corona-Pandemie nicht geeignet“, erklärt Deege. Deshalb suchte der Veranstalter ein anderes Gelände, das den Anforderungen gerecht wird. „Da kam hinzu, dass uns ein Sanitär-Fachgroßhandel in der Nähe des Messplatzes Flächen am Veranstaltungstag überlässt, sodass sich das Ereignis etwas verzerrt.“ Eine Halle brauche es nicht, da es vor Ort keine Siegerehrung geben werde.

Rund 120 Teilnehmer werden zum Saisonauftakt in der Pfalz erwartet. Gepunktet wird zur Rheinland-Pfalz-Rallye-Meisterschaft, zur Saar-Pfalz-Rallyemeisterschaft sowie zur Retro-Rallye-Serie. Geboten werden den Teams zwei Wertungsprüfungen, die jeweils zweimal zu fahren sind. „Somit kommen wir auch auf die angestrebten 35 Wertungskilometer“, sagt Deege. Der Start des ersten Fahrzeuges ist um 12.01 Uhr, die Zieleinfahrt für 17.15 Uhr vorgesehen. Die Teilnehmer in der Retro-Rallye-Serie starten ab 13.36 Uhr.

Im engen Favoritenkreis

Das Siegerteam der letztjährigen Potzberg-Rallye, Damian Sawicki/Conny Nemenich (Hamminkeln/Merchweiler), gehört im Subaru Impreza GT ebenso zum engen Favoritenkreis wie das Team Oliver Bliss/Fabian Peter (Friesenheim/Kleinkahl) im Mitsubishi Lancer Evo VI und Thomas Plum/Maximilian Plum aus Aachen im Mitsubishi Lancer Evo VIII. Am Start ist auch der ADAC-Förderpilot Rene Noller aus Abstadt, Sohn des mehrfachen Gesamtsiegers dieser Veranstaltung Rainer Noller. Der Junior startet mit Stefan Kopczyk aus Heilbronn, dem deutschen Rallye-Meister des Jahres 2012 und U28-Europameisters von 2017. Unterwegs wird das Team in einem Opel Corsa Rally 4 sein.

In der Spitzengruppe mitfahren will auch das Team Frank Schlinck/Yvonne Treiling (Waldhambach/Ramberg) im Mitsubishi Lancer Evo IX, das diese Veranstaltung im Jahr 2013 gewann. Herbert Schmitt aus Edesheim wird erstmals im Toyota Yaris GR am Start sein. Auf dem Beifahrersitz ist Jochen Braun aus Hamburg.

Um Hundertstelsekunden

In der Klasse der Rallye-Cars bis 1600 Kubikzentimeter Hubraum treffen die Teams Jannik Mahl/Kurt Wiegand aus Rülzheim im Suzuki Swift Sport und Michael Weiss/Jochen Rheinwalt (Landau/Neustadt) im Abarth 500 R 3 T aufeinander.

In der Retro-Rallye-Serie kommt es nicht auf Bestzeiten an, sondern auf die genaue Einhaltung der vom Veranstalter vorgegebenen Richtzeit. Mittlerweile entscheiden nicht mehr Zehntelsekunden, sondern Hundertstelsekunden über Sieg und Platzierung. Udo Wagner/Sebastian Kurz (Edenkoben/Lug) im BMW 325, Sebastian Dietz/Denise Dietz aus Lambsheim im BMW 323 TI und das Vater-Sohn-Team Wolfgang Michalsky/Fabian Michalsky aus Schutterwald im Alfa Romeo Giulia sind unter den Favoriten. Zielankunft des ersten Fahrzeuges ist um 18.41 Uhr.

Wer fährt was?

Die Südpfälzer

Klasse der verbesserten Fahrzeuge mit mehr als 3000 ccm Hubraum: Andre Weigel/Christiane Braun aus Ranschbach im Subaru Impreza WRX STI, Frank Schlinck/Ivonne Treiling (Waldhambach/Ramberg) im Mitsubishi Lancer Evo IX und Wilfried Brunken/Alexa Brunken aus Eschbach im Mitsubishi Lancer Evo X.

bis 1600 ccm: Michael Weiss/Jochen Rheinwalt (Landau/Neustadt) im Abarth 500 R 3 T, Jonas Rinke/Anna-Carin Föhner (Landau/Laichingen) im Suzuki Swift, Jannik Mahl/Kurt Wiegand aus Rülzheim im Swift Sport.

Gruppe der Serienfahrzeuge der Leistungsklasse G1: Herbert Schmidt/Jochen Braun (Edesheim/ Hamburg) im Toyota Yaris GR.

Retro-Rallye-Serie: Dirk Stachel/ Max Pokrandt (Knitttelsheim/Landau) im VW-Golf II, Jürgen Bretz/Michael Steigelmann (MSC Ramberg) im BMW 316 I, Fabian Helck/Markus Wiehn (Freckenfeld/Erlenbach) im BMW 325, Udo Wagner/Sebastian Kurz (Edenkoben/Lug) im BMW 325, Metin Akgül/Matthäus Piela (Kandel/ Essingen) im VW-Golf III GTI 16 V, Sandro Knecht/Dirk Hilzendegen (Bornheim/Alsterweiler) im VW-Polo, Carsten Wolanin/Anja Kahrau (Framersheim/Venningen) im VW-Golf I GTI, Andreas Dick/Kevin Leiner (St. Martin/Steinfeld) im BMW 318 IS, Eckhardt Doehrer/Florian Blickling (Flemlingen/Speyer) im Wartburg 312-1 Akropolis, Andreas Eichhorn/Christopher Heyn (Edenkoben/Neustadt) im Audi 80 B 2, Volker Ackermann/Hildegard Wohninsland (Offenbach) im Audi Coupe V 6/89, Dominik Dick/ Christian Roeder (St. Martin/Maikammer) im BMW 320 I, Andreas Berker/Fabienne Kuntz (Kaiserslautern/ Rohrbach) im Mitsubishi Galant VR 4, Jürgen Messinger/Marius Messinger aus Kandel im VW-Polo Coupe.

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