Basketball RHEINPFALZ Plus Artikel Pfalzderby: TV Bad Bergzabern kämpft Primus nieder

Jan Wroblewski: Die Stärken unterm Korb genutzt.
Jan Wroblewski: Die Stärken unterm Korb genutzt.

Der TV Bad Bergzabern feiert in der 2. Regionalliga seinen ersten Saisonsieg. Dass dieser gerade im Pfalzderby gegen SG TV Dürkheim/BI Speyer II gelingt, gefällt dem Team besonders.

„Das Team hat nach den ersten drei Niederlagen richtig stark gekämpft und hatte keine Angst vor dem Tabellenführer“, strahlte Jeremy Black nach dem ersten Saisonsieg des TV Bad Bergzabern in der 2. Basketball-Regionalliga. „Wir alle wollten unbedingt das erste Erfolgserlebnis. Ohne Sieg wären wir nicht nach Hause gefahren - das war unsere feste Devise.“

Der 78:66-Erfolg im Pfalzderby war Balsam auf der Seele aller TVB-Korbjäger. Der Amerikaner sprach in seiner Spielbewertung von „Great Spacing“ im ersten und dritten Durchgang. Black meinte mit dem „großen Raum“ den wichtigen Vorsprung, den sich die Südpfälzer zu Beginn des Spiels und direkt nach der Halbzeitpause erarbeitet haben: „Unsere starke Defensive war entscheidend, um uns vom Gegner abzusetzen. Wir haben von Anfang an das Spiel kontrolliert. Wir haben das Match klar bestimmt und uns nicht bestimmen lassen.“ Auch das sei ein entscheidender Unterschied zu den ersten drei Saisonspielen gewesen, in denen sein Team dem Gegner zu viel Eigeninitiative überlassen habe.

Frust einfach herausgelassen

Die nach den negativen Ergebnissen gefrusteten TVB-Cracks entluden alle aufgestaute Energie und überraschten den bislang souverän auftretenden Spitzenreiter auf dem falschen Fuß. Nach fünf Minuten führten die Gäste 13:3, kurz vor der ersten Viertelpause sogar 24:7. Martin Langenfeld und Phil Behrendt trafen hochprozentig bei der wichtigen Spieleröffnung. Aber auch Jan Wroblewski und Jeremy Black schossen scharf. Dürkheims Basketballer fanden einfach kein Mittel gegen die glänzend eingestellten TVB-Jungs.

„Eine geile Teamleistung. Alle hatten einen Anteil. Nicht nur die Jungs, die viele Punkte erzielt haben. Auch beispielsweise Chris Adam und Timo Tübel – das war richtig klasse. Die Spielgemeinschaft traf am Anfang gegen unsere starke Abwehr nicht gut, wir trafen dagegen fast alles“, sagte Langenfeld.

Er freute sich über den „völlig verdienten Start-Ziel-Sieg“ gegen ein Top-Team der Liga. Drei-Punkte-Spezialist Jan Wroblewski hob das perfekte Wechselspiel heraus: „Wir haben unsere Stärken unterm Korb geschickt genutzt und immer wieder viel über unsere Großen am Korb, Phil und Jeremy, gespielt. Dadurch bekamen wir aber auch Räume auf den Außenbahnen, die wir für gute Würfe aus der Distanz nutzten.“ Wroblewski lobte auch die eigene Defensive: „Wir haben unsere Zone dicht gemacht und auch die Rebounds gut kontrolliert. In Momenten, als der Abstand etwas enger wurde wie im vierten Viertel beim 58:65, zeigten wir Nervenstärke und brachten letztendlich unsere Führung souverän über die Ziellinie.“

SG-Coach Zoran Pisic zeigte sich als fairer Verlierer: „Bergzabern war uns körperlich überlegen und hat unter den Körben dominiert. Uns hat Schnelligkeit gefehlt, auch haben wir nicht aggressiv genug verteidigt. Wir müssen in den kommenden Wochen einiges korrigieren, was gegen Bergzabern nicht geklappt hat.“

So spielte der TVB: Wroblewski (21 Punkte), Behrendt (19), Langenfeld (17), Black (11), Bergmann (6), Adam (2), Tübel (2), Mack, Kretschmer, Illgen.

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