Basketball
Nick Larsen führt TVB zu Coup
„Das tut gut und ist schön für das Team und die Fans. Ich hatte ein gutes Gefühl über das komplette Spiel – auch wenn viele angeschlagen wegen Erkältungen ins Match gehen mussten“, sagte Routinier Nick Larsen, der eine überragende Partie bot. „Wir haben klasse Jungs, ein tolles Team. Wenn wir komplett sind, dann können wir in eigener Halle jede Mannschaft in der Liga schlagen und auswärts sehr viele.“
Larsen gab der Mannschaft Sicherheit und ganz neue Optionen. „Mir hat die Mannschaft leidgetan mit dem großen Verletzungspech. Das hat sie nicht verdient. Mir war wichtig, in dieser schwierigen Situation zu helfen“, erzählte der ehemalige Zweitliga-Spieler. „Ich fühle mich erstaunlich gut, obwohl ich ja lange nicht mehr regelmäßig trainiert habe. So lange mein Körper mitspielt und ich die Zeit habe, werde ich weiterhin dabei sein. Mit dem Team zu spielen, macht großen Spaß.“
Denker und Lenker
Larsen war der Denker und Lenker im TVB-Spiel. Er hatte maßgeblichen Anteil daran, dass Bergzabern von Beginn an führte, das erste Viertel 23:17 gewann und in den Durchgängen zwei und drei (12:15 und 14:15) in der Spur blieb. Mit einem Dreier zum 52:47 (31.) leitete er die spielentscheidende Phase ein. Als sein Wurf zum 67:55 (37.) durch die Reuse zischte und die Fans jetzt alle an den Sieg des Underdogs glaubten, ballte Larsen die Faust. Ein klares Zeichen: Männer, wir gewinnen heute. Und: Wir schaffen das diese Runde noch mit dem Klassenerhalt!
Larsen war der „Unterschiedsspieler“ in der Mannschaft um Trainer Florian Hatt, die glänzend eingestellt war und spieltaktische Disziplin zeigte. Entscheidender Faktor: die Leidenschaft. Neben Larsen glänzte der zweite Antreiber Martin Langenfeld. Er hielt mit großem Zug zum Korb und seinem Durchsetzungsvermögen den TVB auf Kurs, als es Mitte des Spiels offensiv nicht perfekt lief. Dann die Bigpoints im entscheidenden Moment von Langenfeld oder Phil Behrendt und Chris Adam. Jeremy Black und Tassilo Dettmer leisteten unter den Körben einen großartigen Job – defensiv wie offensiv.
Wichtiges Signal
„Unsere Defensive war der Schlüssel für den Sieg“, sagte Florian Hatt. „In diesem und im letzten Match agierten wir enorm clever in der Mann-Mann-Verteidigung. Die beiden Erfolge sind noch kein echter Trend. Wir sind ja immer noch Letzter und haben längst noch nicht unser Saisonziel erreicht. Aber sie sind vor dem Jahreswechsel ein wichtiges Signal und geben uns für 2023 eine wichtige Basis, nochmals im Kampf um den Klassenerhalt richtig angreifen zu können.“ Auch Wirbelwind Langenfeld strahlte: „Das Sprunggelenk hielt mit festem Tapeverband. Wichtiger war fast, das ich genug Luft bekam – denn letzte Woche lag ich mit Grippe flach und konnte nicht trainieren. Nur einmal kurz hatte ich Atemnot und musste raus. Doch insgesamt klappte es wirklich gut.“
So spielten sie
TV Bad Bergzabern; Larsen (17 Punkte), Black (17), Langenfeld (14), Bergmann (8), Behrendt (7), Dettmer (6), Adam (3), Illgen, Kretschmer, Rudolf, Herberg