Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Neues Ziel in Zeiskam: Platz zwei in der Verbandsliga

Alle Spiele über die volle Distant absolviert: Kapitän Simon Stubenrauch.
Alle Spiele über die volle Distant absolviert: Kapitän Simon Stubenrauch.

Verbandsligist TB Jahn Zeiskam wird die Runde mit dem Spiel in Herxheim, dem Konkurrenten um die Vizemeisterschaft, fortsetzen. Vieles lief besser als erwartet, nachdem ein neuer Trainer und neue Spieler gekommen sind. Teammanager Patrick Pfaff hat für weitere Verstärkungen gesorgt.

Fußball-Verbandsligist TB Jahn Zeiskam, der sich noch einmal verstärkt hat (mit Marvin Benefo vom 1. CfR Pforzheim und Denis Perrone, der sechs Jahre in der Jugend der TSG Hoffenheim spielte), ist in aussichtsreicher Position, seine Saisonziele übertreffen zu können. Die Vorrunde gibt nur wenig Anlass zur Kritik.

„Ziel ist Platz zwei. Als Dritter nach der Vorrunde etwas anderes zu sagen, wäre ja nicht authentisch“, sagt Teammanager Patrick Pfaff, der vor der Saison mindestens Platz sechs als Ziel ausgegeben hatte. Vieles lief besser als erwartet. Mit 40 Toren aus 17 Spielen stellt Zeiskam hinter Tabellenführer SC Idar-Oberstein die beste Offensive. Dies sei auch ein Verdienst von Trainer Jannick Immel, der im Sommer mit 28 Jahren seine erste Mannschaft als Cheftrainer übernommen hat.

Pfaff: Viel mehr Ballbesitz

„Wir sind sehr zufrieden mit ihm, weshalb wir auch frühzeitig verlängert haben. Unabhängig von den Personalien haben wir uns in der Offensive brutal verstärkt, haben viel mehr Ballbesitz“, so Pfaff über den Trainer, der sich über die Offenheit seiner Spieler freut: „Das hat mich wirklich am meisten überrascht. Es ist nicht selbstverständlich, dass sich eine Mannschaft derart für die Spielidee eines 28-jährigen, der noch nichts vorzuweisen hat, begeistern lässt“, so der Altlußheimer.

Der Lehrer zeigt sich beeindruckt von den Rahmenbedingungen: „Das habe ich in der Form noch nicht erlebt. Die Infrastruktur ist top, das Team hinter dem Team kümmert sich um alles, man hat für alles einen Ansprechpartner. Es fehlt an nichts, die Spieler fühlen sich gut aufgehoben, was sich auch auf dem Platz widerspiegelt.“

Beeindruckende Serie

Dabei begann die Saison schleppend. Nach dem Auftaktsieg gegen Bretzenheim folgten Derbyniederlagen in Offenbach und gegen Herxheim. Dann folgte eine beeindruckende Serie: Aus den nächsten sieben Spielen konnten 19 Punkte eingefahren werden. Vor allem in den Auswärtsspielen zeigte sich der Jahn sehr dominant, siegte unter anderem mit 6:1 beim FC Bienwald Kandel. Für Kapitän Simon Stubenrauch, der als einziger alle Spiele über die volle Distanz absolvierte, kein Wunder: „Wir haben uns sowohl im Team als auch jeder einzelne spielerisch und taktisch verbessert.“

Was folgte, ist einer der wenigen Kritikpunkte, die Immel und Stubenrauch zur Vorrunde nennen: Inkonstanz in den Leistungen. Während Zeiskam trotz starker Leistung in Idar-Oberstein verlor, mühte sich die Mannschaft gegen vermeintlich einfachere Gegner zu Punktgewinnen. „Wir haben dann zu viele Gegentore bekommen. Wenn wir hinten gut stehen, ist es noch schwerer gegen uns, da wir vorne immer eins schießen können“, so Stubenrauch.

Derby als Schlüsselspiel

Nach Siegen in Bretzenheim und gegen Offenbach steht Zeiskam mit einem Spiel mehr und einem Punkt weniger hinter dem Zweiten Viktoria Herxheim. „Man muss nur diesen Namen sagen, da freut sich jeder drauf. Ein Derby als Schlüsselspiel ist eine besondere Konstellation“, blickt Immel auf Ende Februar, wenn der Jahn in Herxheim antritt. „Es gibt doch nichts Geileres für Mannschaft und Zuschauer. Da weiß man gleich, wofür man sechs Wochen lang ackert“, sagt Simon Stubenrauch.

Merlin Rudisele und Behcet Öztürk haben den Verein verlassen. Nikola Jakovljevic und Florian Simon sind zur Mannschaft gestoßen. Der Serbe Jakovljevic spielte 2019 ein halbes Jahr beim SV Rülzheim. Florian Simon war zuletzt Kapitän beim saarländischen Oberligisten SV Auersmacher, er spielte schon nach der Jugendzeit mehrere Jahre beim Jahn und danach in Mechtersheim mit Jannick Immel.

Mittelfeldspieler Behcet Öztürk (31) wechselte in der Winterpause zum TuS Rüssingen, wo er mit Beginn der Saison 2024/2025 die Nachfolge von Ediz Sari als Cheftrainer antreten soll.

Spiele und Tore

Simon Stubenrauch (17 Spiele/4 Tore), Martin Musulin (16/4), Nico Nagel (16/8), Felix Perplies (16/5), Luca Lehr (16/1), Marc Barisic (15/4), Leon Ohlinger (14/3), Domenico Bottaccio (14/0), Lukas Bauer (14/2), Nazmi Seyman (13/0), Philipp Mees (13/0), Lonah Laboard (13/7), Dennis Lodato (11/0), Jannik Langer (11/0), Janik Subas (9/0), Henrik Streib (9/0), Marian Kolb (9/0), Frederic Fessler (8/0), Merlin Rudisele (8/2), Nico Kruppenbacher (7/0), Kai Anschütz (5/0), Luca Subas (4/0)

Marvin Benefo, hier in einem Spiel des TuS Mechtersheim, kommt zum TB Jahn Zeiskam.
Marvin Benefo, hier in einem Spiel des TuS Mechtersheim, kommt zum TB Jahn Zeiskam.
x