Basketball RHEINPFALZ Plus Artikel Mit zu viel Drama verliert TV Bad Bergzabern den Fokus

Jan Wroblewski (weiß) kam auf 18 Punkte.
Jan Wroblewski (weiß) kam auf 18 Punkte.

Drama und kein gutes Ende im Spiel der 2. Basketball-Regionalliga: 81:86 (32:43) unterlag der TV Bad Bergzabern der starken Frankfurter Eintracht. Die zweite Niederlage im dritten Spiel – kein guter Start in die Saison 2025/2026.

Ein starke Phase nach Seitenwechsel mit einem 28:18 gewonnenen dritten Durchgang reichte den TVB-Cracks nicht für den angestrebten Heimsieg. „Zu viel Drama“ um die immer wieder kritisierten Schiedsrichterentscheidungen und zu wenig Fokus auf die eigene Leistung. So war es in der ersten Halbzeit, als dem TVB das Spiel früh entglitt. Frankfurt verteidigte intensiv, stand Bergzaberns Spielern permanent auf den Füßen, manchmal bereits über eine Ganzfeldpresse schon in der eigenen Hälfte. Kaum einen Wurf bekamen die Einheimischen aus einer freien Position. Auch verlor die Mannschaft um Spielertrainer Jeremy Black viele Reboundduelle gegen eine junge Frankfurter Mannschaft, die keinen Zweikampf und keine körperliche Härte – immer an der Grenze des Erlaubten und manchmal auch darüber – scheute.

25:8-Lauf

„Ich habe nichts dagegen, wenn die Schiris das Spiel großzügig leiten und viele körperliche Kontakte laufen lassen“, sagte der komplett frustrierte TVB-Spielmacher Martin Langenfeld. „Aber das muss auf beiden Seiten so sein. Wir bekamen bei unseren Würfen oder Dribblings zum Korb permanent viel ab und kaum etwas gepfiffen – auf der anderen Seite erhielt die Eintracht diese Fouls gepfiffen. Man meinte gerade: Nur weil die Jungs viel jünger und 20 Kilo leichter sind, haben sie diesen Bonus!“

Als das Hadern in den Hintergrund rückte, lief es offensiv besser beim TVB. Das Team machte einen 14-Punkte-Rückstand (39:53, 24.) mit einem 25:8-Lauf zur eigenen 64:61-Führung (33.) wett. Die Schlussphase strapazierte die Nerven der zahlreichen Fans, ständig wechselte die Führung. Die nie aufgebenden Hessen drehten Bergzaberns letzten knappen Vorsprung (76:75, 38.) in den beiden Schlussminuten final zu ihren Gunsten.

Frankfurt trifft von weiten Positionen

Warum war das Team aus der Mainmetropole der verdiente Sieger? Weil es mannschaftlich geschlossener auftrat und besser traf. Vor allem von den weiten Positionen: Eintracht Frankfurt versenkte elf Dreier im TVB-Korb, während die Kurstadt-Korbjäger viele Fahrkarten schossen und nur dreimal erfolgreich waren.

So spielte der TVB: Wroblewski (18 Punkte), Black (16), Langenfeld (14), Behrendt (10), Schmid (8), Reimisch (8), Reisberger (5), Bergmann (2), Michel, Krahn.

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