Lokalsport Südpfalz Mit dem Matchplan für den Schlagabtausch

Jan Wroblewski verkürzt den Rückstand auf 66:73. Er warf vier Dreier und 28 Punkte insgesamt.
Jan Wroblewski verkürzt den Rückstand auf 66:73. Er warf vier Dreier und 28 Punkte insgesamt.

«BAD BERGZABERN.» Die Leistung stimmte. Bis vier Minuten vor Schluss hatte der TVB eine Erfolgschance. „Koblenz besitzt eine athletisch starke und absolut fitte Mannschaft, die 40 Minuten lang Vollgas auf dem Feld gibt“, sagte TVB-Trainer Florian Hatt nach dem Abpfiff. Viel Platz für Enttäuschung war nicht da: „Die Jungs machten das klasse. Mit unseren ständig wechselnden Verteidigungsvarianten hatte der Gegner Schwierigkeiten. Besonders die 2-3-Zone funktionierte prima“, so der Trainer. Seine Mannschaft hatte die Rheinländer auf dem falschen Fuß erwischt. Mit 10:2 ging Bergzabern in Führung. Erst Ende des ersten Viertels setzten die Gäste Impulse, sorgten mit cleverem Zuspiel an den korbnahen Bereich für große Gefahr. Dominique Tholey (15 Punkte) und der ehemalige serbische Erstligaspieler Milan Trtic (27) rissen immer wieder Lücken auf und punkteten traumhaft sicher. 18:23 stand es in der 8. Minute und Ende des ersten Viertels 22:29 – Koblenz setzte sich erstmals ab. Mitte des zweiten Teilabschnitts erhöhte der Tabellenführer den Druck. Vom 27:32 zum 28:44 verlor Bergzabern in nur zwei Minuten wertvollen Boden unter den Füßen. Zur Halbzeit lagen die Hatt-Schützlinge mit 14 Zählern Differenz zurück. Das Spiel zwischen dem Außenseiter und dem Spitzenreiter schien seinen Weg zu nehmen – doch Bergzaberns Basketballer kamen mit neuem Schwung, unbändigem Kampfgeist und einem taktischen Masterplan aus der Kabine, mit dem sie das Match wieder spannend machen konnten. Von Minute zu Minute verkürzten sie den Rückstand. „Wir haben uns nicht mehr so sehr auf den Abschluss aus der weiten Distanz verlassen, sondern sind konsequenter zum Korb gezogen, haben immer wieder den brettnahen Bereich attackiert und uns damit mehr Optionen offen gehalten. Für den Abschluss direkt unterm Korb, aber auch nach Pass zurück von den Außenbahnen“, lobte Hatt. „Philipp Behrendt und Vincent Schwalbach machten auf den großen Positionen einen Top-Job. Vinc bot sein stärkstes Saisonspiel – und das gegen solch ausgebuffte Haudegen.“ Die Mannschaft bot dem Favoriten einen offenen Schlagabtausch, obwohl Punkteass Rouven Roessler nicht dabei sein konnte. Jan Wroblewski zeigte sich in vorzüglicher Trefferlaune. Von seinen 28 Punkten gelangen ihm zwölf durch vier Dreier. Neben dem durchsetzungsstraken Philipp Behrendt bot Spielmacher Martin Langenfeld eine starke Partie. Der TVB-Regisseur war Strippenzieher, bestimmte das Tempo, war fast ständig Ausgangsstation der TVB-Angriffe. Sein Dreier exakt mit der Schlusssirene zur letzten Viertelpause zum 70:76 hatte Signalwirkung. Mit Leidenschaft ging der TVB in die intensive Schlussphase. Langenfeld zum 76:80 in der 34. Minute sowie wenig später Wroblewski zum 78:80 und Chris Adam zum 80:82 machten Mut. Auch in der 37. Minute (84:87) war noch alles offen. Doch Koblenz hatte die Klasse, um das Spiel in der Hand zu behalten. „Am Ende hatten wir im Abschluss zweimal Pech, bei Koblenz gingen zwei Würfe glücklich rein – so ist Basketball. Zwei Ballverluste haben uns schließlich in dem engen Match den möglichen Sieg gekostet“, sagte Hatt. „Doch auf die Leistung gegen eine solche Topmannschaft auf diesem hohen Niveau können wir stolz sein.“ So spielten sie TV Bad Bergzabern: Wroblewski (28 Punkte), Langenfeld (18), Behrendt (18), Adam (6), Hoppe (6), Schwalbach (5), Laxa (4), Emmrich (2), Abele, Wichmann, Jäger, Bergmann

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