Motorsport Minfelder Leon Briesach schnell auf dem Pocketbike unterwegs
Das sind motorisierte Zweiräder mit den Maßen 110 x 50 x 50 Zentimetern. Der Zehnjährige setzte sich in zehn Läufen gegen rund 20 Konkurrenten aus ganz Deutschland durch. Es ist die höchste landesweite Auszeichnung, weil alle Rennen in Sachsen oder Brandenburg sind.
Für 2024 hat der junge Minfelder ein neues Ziel: Er nimmt im kommenden Jahr an der deutschen Meisterschaft im Minibike des ADAC auf einer Ohvale GP0 mit 110 ccm teil. „Das war zu Saisonbeginn mein großes Ziel. Ich bin einfach stolz, dass ich es geschafft habe“, sagt der Champion.
Vater begleitet den Sohn
Seine Leidenschaft bekam er quasi in die Wiege gelegt. Er ist auf den Motodromen Europas aufgewachsen. Vater Sven ist früher selbst Rennen gefahren. Heute fungiert der als Mechaniker seines Sohnes und fährt mit ihm an den Wochenenden zu den bis zu 800 Kilometer entfernten Rennstrecken.
„Wir sind der Schule dankbar, dass sie Leon dann freistellt“, sagt Sven Briesach. „Ich erlaube das nur, weil er ein sehr guter Schüler ist.“ Leon Briesach besucht die fünfte Klasse der Realschule plus in Kandel.
„Pecco“ als Vorbild
Das große sportliche Vorbild des jungen Minfelders heißt übrigens Francesco „Pecco“ Bagnaia. Der Italiener aus Turin gewann 2022 im Ducati-Team die Motorrad-Weltmeisterschaft. 2023 fuhr er bereits elfmal aufs Podium und siegte sechsmal. Bei noch drei ausstehenden Rennen führt der Italiener bislang die MotoGP-Gesamtwertung vor dem Spanier Jorge Martin an.