Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Michael Labbé geht beim FC Wörth durch dick und dünn

Michael Labbe (blau) ist nun Trainer in Wörth.
Michael Labbe (blau) ist nun Trainer in Wörth.

SV Hatzenbühl gegen FC Wörth ist eine von zwei Partien im Achtelfinale um den Kreispokal Südpfalz, in denen Mannschaften der A-Klasse Süd unter sich sind.

„Wir wollen uns für die 0:4-Niederlage in der Meisterschaft revanchieren. Damals wurden wir deutlich unter Wert geschlagen“, sagt Wörths Fußballboss Elmar Schneider vor dem Pokalspiel am Mittwoch, 19.30 Uhr, beim SV Hatzenbühl. Es ist die bisher einzige sportliche Wörther Saisonniederlage. Zum Saisonauftakt bekam der FV Neuburg drei Punkte am Grünen Tisch, Wörth hatte verletzungsbedingt kein Personal. Doch danach holten die Bavaren 13 Punkte, sie stehen auf dem fünften Platz. Maximilian Dammer, er ist vor der Saison gemeinsam mit Anton Shehu vom Landesligisten SV Büchelberg zurückgekehrt, hat schon viermal getroffen.

Versprechen gehalten

„Es sind Wörther Jungs. Sie haben ihr Versprechen eingehalten, wieder zurückzukehren“, zeigt sich Schneider erleichtert. Vor der Saison machte er aus der Not eine Tugend. Trainer Gökhan Istanbullu wollte weitermachen, Michael Labbé sollte ihn unterstützen. Doch Istanbullu musste wegen einer beruflichen Veränderung kurzfristig absagen, deshalb bekam Labbé das Vertrauen. Die Spieler Fabian Eger und Luca Vöhringer unterstützen ihn. Schneider hat die Entscheidung noch keine Sekunde bereut: „Michael führt viele Einzelgespräche. Wir haben erfahrene Spieler aus höheren Klassen und ganz junge Spieler, er moderiert das Miteinander hervorragend.“

Es gab viel Fluktuation im Wörther Fußball. Labbé hat dem Verein durch alle Höhen und Tiefen die Treue gehalten. Der 34-jährige Beamte der Deutschen Bahn wohnt mit Frau und Tochter im alten Ortskern. Es ist seine erste Trainerstation.

Spielersitzungen öffentlich

Mehr Erfahrung bringt sein Gegenüber Tim Fischer mit. Der 37-jährige Billigheimer ist seit vielen Jahren im Trainergeschäft. Die Stationen hießen SC Ramberg, Germania Winden, TSV Freckenfeld, SV Klingenmünster und Südhaardter SV. In seinem Beruf Industriekaufmann arbeitet er bei einer Schuhfirma in Lug/Schwanheim. In seiner ersten aktiven Saison 2007 erzielte er im Pokalfinale für den TuS Billigheim/Mühlhofen das entscheidende Tor in der Verlängerung gegen den SV Klingenmünster, 2022 stand er beim Pokalsieg der SG Klingenmünster/Eschbach/Göcklingen gegen Schaidt als Spielertrainer auf dem Platz.

Mit dem bisherigen Abschneiden, sieben Punkte aus sechs Spielen, ist Tim Fischer nicht zufrieden: „Wir bekommen zu viele einfache Gegentore.“ Hoffnung macht ihm die Rückkehr von Torjäger Manuel Weigel und Abwehrspieler Louis Glöggler nach wochenlanger Verletzung. In Hatzenbühl gefällt ihm das familiäre Verhältnis der Fans zu den Spielern. Er erzählt: „Für die Spieler beider Mannschaften gibt es jeden Donnerstag ein Essen. Die Spielersitzung mache ich öffentlich im Clubhaus, es sind immer Zuhörer da. Es ist wie in meinen Anfangsjahren in Billigheim.“

Pokal-Geschichte

Die jüngsten Erinnerungen an den Pokalwettbewerb sind bei beiden Teams nicht so gut: Die Hatzenbühler verloren im April nach 4:1-Führung das Halbfinale beim zwei Klassen tiefer angesiedelten TuS Frankweiler/Gleisweiler/Siebeldingen noch mit 4:6, die Wörther verloren 2021 als Favorit das Finale in Neuburg gegen den SV Olympia Rheinzabern.

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