fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Marathonmann Gerhard Fitzthum als Trainer in Schwanheim gefordert

Gerhard Fitzthum
Gerhard Fitzthum

Vier Kilometer liegen Schwanheim und Hauenstein auseinander. Trotzdem bedurfte es einer Sondergenehmigung, damit der ASV Lug/Schwanheim am Samstag im Verbandspokal gegen den Nachbarn antreten kann. Im ASV-Trainergespann gibt ein Marathonmann aus Siebeldingen seinen Einstand.

Die erste Runde des Fußball-Verbandspokals führt am Samstag um 17 Uhr in Schwanheim zwei Nachbarn zusammen. Der ASV Lug/Schwanheim aus der südpfälzischen B-Klasse West empfängt den Landesligisten SC Hauenstein. Wer das Auto nimmt, fährt vier Kilometer von einem Ort zum anderen. Die Vereine betreiben die Jugendarbeit gemeinsam.

Die Spielgemeinschaft hat sich mit dem Erreichen des Halbfinals im Kreispokal-Wettbewerb 20/21 für diesen Wettbewerb qualifiziert. Der Verband hat für dieses Spiel eine Sondergenehmigung erteilt. Normalerweise werden die ersten Runden ausschließlich auf Kreisebene ausgetragen. Der SC Hauenstein gehört zum Fußballkreis Pirmasens/Zweibrücken.

Hauensteiner 4:0-Sieg vor 32 Jahren

Zuletzt 1989 trafen die Vereine in einem Pflichtspiel aufeinander. Da besiegte Hauenstein als Tabellenführer der Verbandsliga Südwest den ASV, damals in der A-Klasse Süd, vor über 1000 Zuschauern mit 4:0.

Neuer Coach beim ASV an der Seite von Frank Heberle ist Gerhard Fitzthum. Der 54-Jährige Siebeldinger trainierte zuvor die A-Junioren des Vereins. Beim TSV Siebeldingen und später beim FV Queichheim hütete er das Tor. Nach dem Karriereende entdeckte er das Laufen für sich. Er hat 23 Marathons bestritten. Dafür reiste er nach New York, London oder Wien. Ein Höhepunkt war die Teilnahme am Jungfrau-Marathon im Berner Oberland, einem der berüchtigten Bergläufe.

Wegen Sohn Paul wieder beim Fußball

Wegen seines Sohns Paul kehrte Fitzthum zum Fußball zurück. Er trainierte ihn bis zu den C-Junioren beim JFV Südpfalz-Löwen, anschließend wechselten sie zum ASV. „Es macht riesigen Spaß. Wir haben eine ganz junge Truppe und trainieren meist mit rund 35 Spielern“, sagt der Trainer.

Gerhard Fitzthum arbeitet als Vermessungsingenieur bei der Deutschen Bahn in Karlsruhe. Er ist noch Schriftführer beim TSV Siebeldingen. Paul Fitzthum hat gerade am Trifelsgymnasium in Annweiler sein Abitur gemacht. In Kürze beginnt er an der Universität Landau ein Studium in Deutsch und Geografie für das Lehramt an Gymnasien. Am Samstag steht der zentrale Mittelfeldspieler wohl in der Startelf.

Schehl gegen Schehl

Es ist auch ein Duell der Schwanheimer Familie Schehl. Marko Schehl, insgesamt 16 Jahre Trainer, leitet mit Fitzthum das Training, wenn Heberle Spätschicht hat. Sein Sohn Leon spielt beim Sportclub.

Leon Schehl, von den A-Junioren hochgekommen, hat sich gleich beim ersten Training einen knöchernen Außenbandriss zugezogen. Seit ein paar Tagen trainiert er wieder. Er will unbedingt dabei sein.

In Hauenstein spielt auch Gino Padberg. Der 31-jährige Landauer hat seinen Platz in der Innenverteidigung. In der Jugend war er beim SV Waldhof Mannheim und beim FK Pirmasens. Für den VfL Neustadt und den TB Jahn Zeiskam bestritt er 100 Partien in der Verbandsliga.

Padberg: „Wir sind der logische Favorit“

Seit zweieinhalb Jahren spielt Padberg am Neding. In den zurückliegenden Wochen konnte er nicht regelmäßig trainieren. Er hat sich in Impflingen ein Haus gekauft. Dort gibt es noch viel zu tun, am 1. August will er mit seiner Partnerin und dem gemeinsamen neunjährigen Sohn einziehen.

Padberg ist selbstständig. Seine Firma für Hausverwaltung und Facility Management betreut fünf größere Objekte in seiner Heimatstadt. Für die Partie am Samstag ist er zuversichtlich: „Wir sind der logische Favorit. Ich denke, dass wir den Platz als Sieger verlassen.“

Andere Spiele

FV Berghausen - FC Lustadt (Sonntag, 16.30 Uhr), SV Altdorf-Böbingen - SV Geinsheim, SV Mörlheim - VfB Hochstadt, SV Rheinzabern - SV Minfeld, FC Wörth - TSG Jockgrim, VfL Neustadt - 1. FC 08 Haßloch (Sonntag, 17 Uhr)

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