Lokalsport Südpfalz Mal mit Acontenonce, mal mit Cawumm
«PIRMASENS.» Der zwölfjährige Freimersheimer Mikka Roth (RFV Zeiskam) gewann am Wochenende bei den Landesmeisterschaften der Reiter in Pirmasens-Winzeln den Titel bei den Springreiter-Junioren. In der Children-Klasse der unter 16-Jährigen belegte er Rang zwei.
Damit hat das große Springreiter-Talent seinen Startplatz bei der Deutschen Jugendmeisterschaft (DJM) vom 8. bis 10. September in Aachen schon in der Tasche. „Auch wenn das letzte Sichtungsturnier in Idar-Oberstein noch aussteht, Mikka Roth ist für die DJM gesetzt“, sagte Landestrainer Sepp Gemein am Rande der Meisterschaften. Dass Roth im Feld der Junioren – Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren – antrat, gehörte zur Vorbereitung auf die nationalen Titelkämpfe, bei denen er in der Children-Konkurrenz starten wird. „Es nützt ja nichts, wenn er hier in der Children-Konkurrenz über bis zu 1,25 Meter hohe Sprünge reiten muss und bei der DJM dann 1,35 gefordert werden“, sagte Gemein. Ziel solle es sein, die jungen Sportler so an die nationale Meisterschaft heranzuführen, dass sie nicht hoffnungslos unterlegen seien. In Pirmasens ritt der Freimersheimer in der Junioren-Konkurrenz Prüfungen bis zur M**-Klasse, in der es mit 1,40 Meter hohen Hindernissen schon knackig wird. Roth meisterte alle drei Wertungsprüfungen ohne Fehler, im abschließenden M**-Springen blieb er als einziger Starter ohne Abwurf. Eine tolle Leistung. „Das war ein Erlebnis für mich, das ist schon ein sehr gutes Gefühl“, bemerkte er. „Alle anderen waren schon älter, Gerrit Flücken ist schon 18“, ergänzte er mit Blick auf den Vizemeister vom RV Montabaur-Horressen. Der Rheinländer zeigte im Finale Nerven und leistete sich einen Abwurf. Roth zog mit seinem 18-jährigen braunen Holsteiner Acontenonce vorbei. „Ich bin sehr stolz auf mein Pferd“, sagte Mikka Roth. Schon 2016 war das Paar bei der DJM am Start, verpasste da die Finalqualifikation. Der Zwölfjährige war auch in seiner eigentlichen Children-Klasse am Start, hier musste er der 16-jährigen Johanna Rubly aus Kleinbundenbach (RFV Zweibrücken) den Vortritt lassen. Mit dem zwölfjährigen Holsteiner Cawumm belegte er im abschließenden L-Springen mit Stechen den zweiten Platz hinter seinem Vereinskameraden Paul-Richard Heimbsch. Der Bellheimer belegte mit Lifou in der Meisterschaftswertung hinter Roth Rang drei. Mikkas 15-jährige Schwester Britt Roth startete in der Wertung der Jungen Reiter (18 bis 21 Jahre) und wurde dort Zweite hinter der 19-jährigen Lena Kreling aus Waldalgesheim. „Britt war verletzt, hat Trainingsrückstand. Aber es war alles super bei ihr, auch zuletzt. Das war sehr gut, was sie mit ihrer Stute gezeigt hat“, bemerkte Mutter und Trainerin Barbara Roth. Mit der 14-jährigen Thekla-Carola sprang Britt Roth im Feld der Reiter mit und belegte im abschließenden schweren Zwei-Sterne-Springen den siebten Platz. Weitere Medaillen bei den Landesmeisterschaften gingen an die Landauerin Ulrike Patzke mit Bijou in der LM-Masters-Konkurrenz der Springreiter und die Herxheimerin Helena Müller, die mit Cascamint bei den Jungen Reitern im Springen Dritte wurde. Bronze gewann auch die Zeiskamerin Rebecca Stubenbordt mit Andalux Verte bei den Amazonen.