fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Louis Spielmann kämpft in Kandel um einen Stammplatz

Louis Spielmann
Louis Spielmann

Lionel Messi ist sein Vorbild, der FCK sein Lieblingsclub. Ziel des 21-jährigen Louis Spielmann ist ein Stammplatz in der Elf des Verbandsligisten FC Bienwald Kandel. Der will am Sonntag in die Erfolgsspur zurückkehren.

Fußball-Verbandsligist FC Bienwald Kandel will am Sonntag (16 Uhr) zu Hause gegen Schlusslicht SV Hermersberg wieder in die Erfolgsspur zurückkehren. Mit dem 1:3 beim TuS Steinbach endete eine Serie von saisonübergreifend 13 Spielen ohne Niederlage. Der verletzte Cotrainer Marc Staiger: „In der ersten Hälfte war unsere Leistung absolut indiskutabel. Auch der kommende Gegner agiert mit viel Körperlichkeit und Aggressivität. Das müssen wir annehmen und vor allem unsere Grundordnung einhalten.“

Der Gast ist Aufsteiger und noch ohne Punktgewinn. Mehrere Niederlagen kamen erst in der Nachspielzeit zustande wie gegen den Rangzweiten TuS Gau-Odernheim. Mehrere Akteure der Südwestpfälzer spielten schon in höheren Ligen. Der spielende Cotrainer Patrick Freyer erzielte für den 1. FC Kaiserslautern und den FK Pirmasens in 340 Regional- und Oberligapartien 87 Treffer.

Auf der Achterposition

In Steinbach stand Louis Spielmann nach mehreren Einwechslungen erstmals in der Kandeler Startelf. Er spielte auf der Achterposition im offensiven zentralen Mittelfeld und bereitete mit einem Eckstoß das 1:1 durch Dominik Steinel vor. Der 21-Jährige stand vor der Saison als erster Neuzugang fest, er hatte bereits im Winter zugesagt. Er kam nach zwei Jahren vom SV Rülzheim, wo er sich nach einem Kreuzbandriss wieder zurückgekämpft hatte und verschiedene Trainer hatte. Spielmann: „Ich wollte weg. Von Patrick Brechtel bekam ich das Vertrauen, doch Andreas Backmann hat dann nicht mehr auf die jungen Spieler gesetzt.“

Mit Lukas Bosch, Yannick Kindler, Nicolas Heckmann bildet er nun ein „Knillsemer Quartett“ im Bienwaldstadion. Den Kontakt stellte Kindler her, der ihn bei den A-Junioren trainiert hatte. Marco Weißgerber hat Spielmann dann in mehreren Gesprächen überzeugt.

Neue berufliche Herausforderung

Spielmann ist in Knittelsheim aufgewachsen. Beim TuS durchlief er alle Jugendteams. Die Saison 2019/2020 war besonders stressig, er spielte in der ersten Mannschaft und bei den A-Junioren. Einmal pro Woche nahm er bereits an den Übungseinheiten des SV Rülzheim teil, insgesamt hatte er viermal pro Woche Training.

„Meinen Wechsel nach Kandel habe ich noch keine Sekunde bereut. Mein Ziel ist nun ein Stammplatz“, sagt Spielmann. Er ist Fan des 1. FC Kaiserslautern, sein Vorbild ist der Argentinier Lionel Messi von Paris Saint-Germain. In seiner Freizeit geht er gerne ins Fitnessstudio und unterstützt verschiedene Teams seines Heimatvereins. In der Kreisverwaltung Germersheim hat er die Ausbildung als Verwaltungsfachangestellter beendet. Im Sozialamt war er für die Rechnungsbearbeitung von Pflegekosten verantwortlich. Dies war ihm zu eintönig. Er sucht eine neue berufliche Herausforderung. An der Höheren Berufsfachschule in Ludwigshafen holt er das Abitur nach, um dann Sportmanagement zu studieren. Sein Rezept für einen Dreier am Sonntag: „Wir müssen besser in die Zweikämpfe kommen und öfter versuchen, den entscheidenden und finalen Pass in die Spitze zu spielen.“

Seine Mitspieler Marc Staiger, Noah Beierle und Bleron Atzemi fallen weiter verletzungsbedingt aus. Mittelfeldregisseur Pascal Hüll rückt wieder in den Kader.

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