Lokalsport Südpfalz Langsam unheimlich

Auch Neuzugang Max Krämer vom TuS Mechtersheim (rechts) hat leichten Zeiskamer „Stallgeruch“.
Auch Neuzugang Max Krämer vom TuS Mechtersheim (rechts) hat leichten Zeiskamer »Stallgeruch«.

«ZEISKAM.» Mit viel Selbstvertrauen geht der TB Jahn Zeiskam in sein drittes Verbandsliga-Heimspiel der Spielzeit. Besiegt er den FK Pirmasens II (Anspiel am Sonntag, 15 Uhr), ist er nach dem sechsten Spieltag Tabellenführer.

Langsam wird es unheimlich, erstmals gewinnt Zeiskam beim Angstgegner Alemannia Waldalgesheim. 2:1 durch Tore von Philipp Mees und Alexander Schneider. Selbst ein Rückstand und ein verschossener Elfer von Pascal Thiede konnten den Siegeswillen des Jahn nicht brechen. Alemannen-Routinier Patrick Walther sagte: „Die wollten den Sieg ein paar Prozent mehr. Wir haben uns die Butter vom Brot nehmen lassen.“ Zeiskams Bilanz mit vier Siegen aus vier Spielen beeindruckt, zumal die Pita-Truppe drei Partien gedreht hat und zweimal frühzeitig in Unterzahl geriet. Pita sagt: „Ich bin einfach stolz auf die aktuelle Leistung der Mannschaft. Ich möchte auch keinen hervorheben.“ Nahtlos ins Kollektiv eingefügt hat sich Lukas Bauer. Er bot bei seinem ersten Einsatz von Beginn an eine bravouröse Leistung. Der gelernte Abwehrspieler gefällt durch starkes Kopfballspiel und Zweikampfstärke. Die Schnelligkeit hat er von seinem Vater Michael Humbert geerbt. Der Kapitän der Kultelf spielte viele Jahre für den Jahn in der Verbandsliga. Der 18-jährige Bauer wohnt mit seinen Eltern in Sondernheim. Er wurde im Sommer aus der eigenen Jugend hochgezogen. Im kommenden Jahr möchte er am Germersheimer Goethe-Gymnasium sein Abitur machen. Der Youngster interessiert sich für Technik und Motoren. Auch Max Krämer, vom TuS Mechtersheim an die Sauheide gewechselt, ausgebildeter Stürmer, hat „Stallgeruch“: Seine Mutter stammt aus Zeiskam, zwei seiner Onkels unterstützen den Turnerbund seit vielen Jahren aktiv. Der Verein sah Handlungsbedarf, nachdem Dennis Bohlen die Freigabe zur Rückkehr nach Bad Bergzabern erteilt wurde. Krämer steht am Sonntag erstmals im Kader. Der kommende Gegner musste eine Klasse runter, obwohl er sich mit dem achten Rang in der Oberliga souverän den Klassenerhalt gesichert hatte. Der umstrittene Abstieg der „Ersten“ des FKP aus der Regionalliga zwang zu diesem Schritt. Zeiskams Coach erwartet „eine junge und handlungsschnelle Mannschaft, die eventuell mit Spielern aus der Oberliga verstärkt wird“. Der Einsatz von Kadir Seker ist sehr fraglich, er erlitt in Waldalgesheim eine Oberschenkelverhärtung nach einem Pressschlag. Gino Padberg konnte in dieser Woche nach überstandener Verletzung erstmals wieder am Mannschaftstraining teilnehmen.

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