Lokalsport Südpfalz Kurz vor dem Coup gestoppt

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«BAD BERGZABERN.» Gerade einmal fünf Stammspieler standen am Samstagabend in der 2. Basketball-Regionalliga Südwest zur Verfügung, die Rumpftruppe des TV Bad Bergzabern schlug sich beim Ex-Zweitligisten EVL Baskets Limburg tapfer. Bis eine Minute vor Schluss war der Überraschungscoup greifbar, am Ende mussten die Kurstadt-Korbjäger eine 65:70 (34:33)-Niederlage akzeptieren.

Mit den verletzten Cedric Abele, Vincent Schwalbach und Eric Bergmann, der sich im Abschlusstraining am Freitag eine Platzwunde unterm Auge zuzog, sowie Leonard Laxa, Tillmann Strepp und Chris Adam fehlte über die Hälfte des Bergzaberner Regionalliga-Teams. Trainer Florian Hatt war bei der schweren Auswärtsaufgabe nicht zu beneiden. Nur fünf Spieler standen zur Verfügung. Um überhaupt eine Wechselmöglichkeit zu haben, aktivierte der TVB-Coach kurzfristig Jonathan Sarter von der zweiten TVB-Mannschaft. Das Handicap war dem Team lange nicht anzumerken. Mit Martin Langenfeld, Jan Wroblewski, André Schmid, Jeremy Black und Philipp Behrendt hatte der Turnverein große Qualität auf dem Feld, was die favorisierten Hausherren im ersten Viertel zu spüren bekamen. Nach einem Traumstarte führten die Südpfälzer nach sieben Minuten sensationell 21:6. Das erste Viertel gewann Bergzabern 22:10. Die Hatt-Schützlinge merkten, dass der Absteiger verwundbar war. „Wir spielten schlau, brachten wechselweise den Ball unter den Korb für die einfachen Abschlüsse und auf die Außenbahnen, um auch aus der Distanz nach guten Vorbereitungen den gegnerischen Korb erfolgreich zu attackieren. Diese Flexibilität schmeckte Limburg nicht“, sagte Florian Hatt. „Zu Beginn agierte Limburg statisch und berechenbar. Unser großes Plus war, dass wir an den Brettern die Rebounds kontrollierten.“ Vor dem Seitenwechsel kamen die Hessen, angetrieben von ihren Fans in einer hitzigen, emotionalen Atmosphäre, besser ins Spiel. Bis zur Halbzeit konnte Limburg den Rückstand verkürzen und das Match offen gestalten. Ein Schlagabtausch blieb es bis in die Schlussminute, keiner Mannschaft gelang es, sich entscheidend abzusetzen. Nach 30 Minuten führten die Einheimischen knapp 46:44, kurz vor Ende wiederum Bergzabern 63:61 und 65:63. In den hektischen Schlusssekunden rissen die Baskets schließlich den Sieg an sich. Im Mittelpunkt der finalen Wende stand eine umstrittene Schiedsrichterentscheidung 30 Sekunden vor Abpfiff: Einen Bergzabern zugesprochenen Einwurf sahen die Referees nicht innerhalb der vorgeschriebenen Fünf-Sekunden-Frist ausgeführt und pfiffen deshalb zum Ballbesitz für den Gegner. Die Steilvorlage nutzten die Hessen und drehten mit einem Dreier und weiteren sicher verwandelten Abschlüssen das unter die Haut gehende Match. Den Südpfälzern merkte man im entscheidenden Moment den Kräfteverlust an. Denn während der Favorit die entscheidenden Würfe verwandelte, patzten die TVB-Cracks in der letzten Minute mehrmals. Mit einer 7:0-Schlussserie brachten die Baskets das engen Duell auf ihre Seite. „Wir spielten stark und strukturiert, bei Limburg dagegen war alles wilder und oft über Einzelaktionen definiert“, sagte Hatt. „Schade. Aufgrund der wirklich guten Leistung und auch großen Moral hätten wir eigentlich den Sieg verdient gehabt.“ So spielten sie TV Bad Bergzabern: Black (23 Punkte), Behrendt, Langenfeld, Wroblewski (je 12), Schmid (6), Sarter

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