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Kreispokalendspiel im Livestream
Die Generalproben der Mannschaften gingen mächtig in die Hose. Die Olympioniken verloren beim Bezirksligisten TSV Fortuna Billigheim-Ingenheim 0:7, die Bavaren unterlagen dem C-Ligisten TSV Landau mit 2:6. Wörths Spielleiter Elmar Schneider fand drastische Worte: „Der Tritt in den Hintern kam hoffentlich zur rechten Zeit. Einige schwebten schon in höheren Sphären.“
Sitter im Kasten?
Das Team musste wegen eines Coronafalls im Juni zwei Wochen mit dem Training aussetzen. In Landau stand Neuzugang Kevin von Kipaski (SV Erlenbach) im Tor. Doch am Sonntag wird wohl Sandro Sitter das Tor hüten. Der 26-jährige Wörther war ein sehr erfolgreicher Keeper im Handball. Er spielte für die Ludwigshafener „Eulen“ in der Bundesliga. Nach einer Lehre als Versicherungskaufmann studierte er in Karlsruhe Sportmanagement. Er machte Praktika bei der TSG Hoffenheim und beim 1. FC Nürnberg und ist seit Juli 2020 Chefscout der Jugendabteilung des Karlsruher SC. Zu seinen Aufgaben gehören neben der Sichtung von jungen Talenten die Gespräche mit Eltern und Beratern. Er sagt: „Es ist ein absoluter Traumberuf. Die Verzahnung mit den Profis ist sehr eng. Meine Aufgabe ist es, die jungen Spieler langfristig an den KSC zu binden.“
Zur Bavaria kam er eher durch Zufall. Er wollte sich eigentlich nur fithalten. Seit vier Jahren steht er nun zwischen den Pfosten. Vor einem möglichen Elfmeterschießen hat er keine Angst: „Ich kann mit Druck umgehen. Doch ich glaube, wir können schon vorher eine Entscheidung herbeiführen.“
Can Güner hat die Seiten gewechselt
Dem FC Wörth fehlen am Sonntag Gökhan Istanbullu (Operation am Kreuzband), Fabian Eger (Bänderdehnung) und Neuzugang Murat Cetinkaya (Urlaub). Cetinkaya kam vom FC Bienwald Kandel. Die drei anderen Neuzugänge aus Kandel, Özkan Sahin, David Tropf und Rico Sachs, sind dabei.
Ein besonderes Spiel wird es für Can Güner, der 23-Jährige spielte in der vergangenen Saison noch in Rheinzabern. Nichita Barbu (SG Daxlanden) und Aleks Dibra (SV Hagenbach) haben den Verein verlassen.
Weigel reaktiviert Kumpel
Marco Weigel hat in Rheinzabern die Nachfolge von Daniel Ochsenreither als Trainer angetreten. Er steht vor einer schweren Aufgabe, denn neben Güner haben weitere Spieler den Verein verlassen: Adnan Rrahmani (TuS 08 Schaidt), Daniel Schwarz (FC Karlsruhe West), Yannik Schlindwein (FVP Maximiliansau) und Yannic Thomas (Auszeit wegen Studiums). Gekommen sind nur Jonathan Pflüger (A-Junioren SV Viktoria Herxheim) und Pierre Weber (SG Hördt/Leimersheim). Deshalb hat Weigel seinen 42-jährigen Kumpel Waldemar Barbe von der TSG Jockgrim aktiviert.
Weigel (39) hat bei der Firma Nolte in Germersheim Industriekaufmann gelernt. Danach ging er für sechs Jahre als Chefanimateur ins Ausland. Im Sommer weilte er in Griechenland, im Winter auf den Kanaren. Nun arbeitet er als Zusteller bei der Deutschen Post und ist in der Fortbildung zum Standortleiter.
Weigel spielte 34 Jahre für die TSG Jockgrim, zuletzt coachte er die zweite und dritte Mannschaft. 2012 wurde er als spielender Cotrainer von Christian Münz Meister der C-Klasse. „Ich habe eine neue Herausforderung gesucht, wollte mal eine erste Mannschaft trainieren“, so Weigel zum Vereinswechsel.
Noch Tickets an der Tageskasse
Schiedsrichter ist Felix Zirbel (SpVgg Nahbollenbach), die Assistenten heißen Julian Rehm (SpVgg Oberhausen/Barbelroth) und Julius Schmitt (TuS Knittelsheim). 500 Zuschauer sind zugelassen, an der Tageskasse gibt es noch 170 Tickets.
Die Kader
SV Olympia Rheinzabern: Moritz Brune, Jens Subat, Marco Zirker, Pierre Weber, Andreas Glatz, Nikolas Fischer, Marcel Adel, Stephan Müller, Justin Müller, Maximilian Müller, Noah Gschwind, Jonathan Pflüger, Lucas Pfau (Spielertrainer), Lukas Appelshaeuser, Nicolas Jeckel, Nicolas Jaworski, Marco Weigel, Waldemar Barbe
FC Bavaria Wörth: Sandro Sitter, Kevin von Kiparski, Rico Sachs, Özkan Sahin, David Tropf, Can Güner, Enrico Vöhringer, Luca Vöhringer, Eugen Galkin, Tobias Epp, Anil Akal, Maximilian Dammer, Stefan Jung, Luca Ahrens, Turan Oguzhan, Senat Ahmedovski, Emre Sayincan
Livestream
Zum ersten Mal wird ein Kreispokalendspiel live ausgestrahlt. Der Südwestdeutsche Fußballverband teilte mit, wie das Spiel in Zusammenarbeit mit dem Fußballkreis, mit dem OK Mainz und der Live-Werkstatt am Sonntag ab 17.45 Uhr empfangen werden kann: OK:TV Mainz könne auf Programmplatz 151 über das digitale Kabelnetz in der Region Mainz und Rheinhessen empfangen werden, zudem deutschlandweit über Magenta-TV der Telekom (IPTV) auf Programmplatz 518. Außerdem könne OK:TV Mainz über den Livestream seiner Website (https://www.ok-mainz.de/livestream/), über die Internetfernsehplattform Zattoo und über Youtube (https://www.youtube.com/user/OKMAINZ) empfangen werden. Mit dem Livestream wolle der Verband gerade jetzt, da die Zuschauerplätze wegen Corona noch begrenzt sind, den Fans, die nicht vor Ort sein können, die Möglichkeit bieten, das Spiel zu verfolgen.