Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Kracher in der A-Klasse: SV Erlenbach gegen TSV Landau

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Verfolger SV Erlenbach kann mit einem Heimsieg gegen Spitzenreiter TSV Landau nach Punkten mit ihm gleichziehen. Oder baut der Tabellenführer seinen Vorsprung auf sechs Punkte aus? Das Spitzenspiel der Fußball-A-Klasse Südpfalz steigt am Donnerstag um 19.30 Uhr.

Eigentlich hätte die Begegnung schon Mitte November laufen sollen, doch damals wurde der Platz in Erlenbach als unbespielbar angesehen. Erlenbach kassierte die wenigsten Gegentreffer von allen Vereinen (22), der TSV Landau kann mit 72 erzielten Toren auf einen weiteren Bestwert verweisen.

Personell kann der TSV Landau fast aus dem Vollen schöpfen. Fast. „Hasan Koskun ist in der Rehaphase nach seiner Schambeinentzündung und Emre Sayincan stieg nach seiner Schulterverletzung in der Hinrunde wieder in das Mannschaftstraining ein“, sagt Trainer Akin Özer, der mit Denis Thomas (20 Treffer), Max Sprick und Müslüm Talsik (je 12) drei Toptorjäger in seinen Reihen weiß.

Extraeinheiten

Erst der Aufstieg in die A-Klasse, jetzt vor dem Sprung in die Bezirksliga: Ginge das nicht zu schnell für den TSV? „Als ich mein Amt als Trainer begann, war unser kurzfristiges Ziel der Aufstieg in die A-Klasse. Das haben wir mit dem Doppelaufstieg geschafft. Die Mannschaft hat sich jedes Jahr weiterentwickelt und kann sich mit höherklassigen Teams messen“, erklärt der 45-jährige Coach. In dieser Saison sei die Mannschaft etwas verjüngt worden. Darauf lasse sich aufbauen.

Die Landauer haben sich allerdings auswärts nicht mit Ruhm bekleckert. „15 Punkte aus acht Spielen ist wahrlich nicht unser Anspruch. Wir haben Anfang der Runde einige Punkte liegen lassen, weil die Mannschaft noch nicht fit war“, so Akin Özer. Mit Extraeinheiten habe der TSV das Defizit aufgeholt. Einen Sechs-Punkte-Vorsprung im Falle eines Sieges will der Coach nicht als Vorentscheidung sehen. Die A-Klasse sei sehr ausgeglichen. „Ich denke, dass die Spannung bis zum letzten Spieltag erhalten bleibt.“

Orso: Wollen Paroli bieten

Beim Rangzweiten SV Erlenbach gibt es eine Trainer-Duo-Regelung. Matthias Orso und Philipp Tavares da Silva fühlen sich gleichberechtigt. „Wir treffen alle Entscheidungen gemeinsam. Da gibt es keinerlei Probleme und wir werden auch kommende Runde in dieser Konstellation weitermachen“, betont Orso. Die personellen Engpässe durch krankheitsbedingte Ausfälle, zuletzt fehlte auch Torjäger Cristian Dumitru Cenusa (12 Treffer), konnten recht gut kompensiert werden. Nach der Winterpause war zwar die zweite Niederlage (0:2 in Klingenmünster) fällig, doch davon lassen sich die Erlenbacher, in der vergangenen Runde nur Siebter, nicht beirren. Mit 53 Toren hat die Mannschaft die zweitbeste Offensive.

„Ich denke, der Druck liegt mehr auf Seiten des TSV Landau. Wir wollen Paroli bieten und das Titelrennen so lange wie möglich offen gestalten“, sagt der 42-jährige Spielertrainer. „Wir spielen eine tolle Runde und wollen den Lauf weiterhin mitnehmen. Unsere Stärke liegt darin, einen ausgeglichenen Kader zu haben. Wir müssen als Mannschaft funktionieren. Dann wird es schwer, uns zu schlagen“, gibt sich Orso zuversichtlich.

Denkwürdige Spiele haben beide Mannschaften schon erlebt: Erlenbach mit einem 6:6 gegen Wollmesheim, obwohl man schon 0:5 zurücklag. Der TSV Landau mit dem 4:6 gegen Freckenfeld, obwohl er 4:2 in Führung lag.

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