Fußball
Kevin Dausch Queichhambachs Matchwinner in Schaidt
Der TuS 08 Schaidt unterlag im Südpfalzderby auf der Kellertreppe der Fußball-Bezirksliga Vorderpfalz dem VTG Queichhambach mit 0:2. Damit gehen beide Mannschaften mit jeweils 19 Punkten in die Winterpause.
Für die Gastgeber endete ein Zwischenhoch mit zuletzt drei Siegen in Folge, die Gäste fuhren ihren ersten Dreier nach einer Serie von sechs Niederlagen ein. Der Sieg war hochverdient. Ein mehrfach glänzend parierender Marcel Züchel im Schaidter Tor verhinderte einen höhere Niederlage für den Viehstrichclub.
Pita: „Ich dachte, der ist verrückt“
Der beste Akteur auf dem Platz avancierte auch zum Matchwinner: Der spielende VTG-Cotrainer Kevin Dausch leitete fast jeden Angriff ein, war 90 Minuten unterwegs und eroberte sich viele Bälle auf den Außenbahnen. Er bereitete den ersten Treffer in der 56. Minute vor. Nach seinem feinen Zuspiel traf Jonathan Meyer von der Strafraumgrenze per Flachschuss ins linke Eck. Die Entscheidung besorgte Dausch zwei Minuten vor Schluss. Nach einem Querpass von Joker Felix Klundt schloss er einen der vielen Konter zum 0:2 ab.
VTG-Chefcoach Pita erzählte nach dem Spiel: „Er rief mich morgens an und sagte, dass er im Sturm spielen möchte. Ich dachte zuerst, der ist verrückt.“ Doch der Schachzug ging prima auf.
Schaidts große Möglichkeit
Die ganz in Orange gekleideten Gäste übernahmen von Beginn an die Initiative und gingen viel griffiger in die Zweikämpfe. Das Geschehen spielte sich fast ausschließlich in der Schaidter Hälfte ab. Pitas Team versuchte, mit Distanzschüssen zum Erfolg zu kommen. Doch Züchel entschärfte die Schüsse von Dausch, von Steven Schader und vom Jochen Nöske.
Kurz vor der Pause stellte die erste Schaidter Möglichkeit fast den Spielverlauf auf den Kopf. Doch Carlos-Philipp Paulsen klärte auf der Linie nach einem Flachschuss von Adnan Rrahmani. Schaidts Sportvorstand Markus Gaab bemängelte zur Pause: „Wir lassen alles aus den letzten Wochen vermissen und überbrücken viel zu langsam das Mittelfeld.“
Immer wieder Züchel
Nach der Pause bot sich den 120 Fans ein ähnliches Bild. In der Vorwärtsbewegung leisteten sich die Platzherren viele Abspielfehler oder ließen sich durch das gegnerische Pressing den Ball abluchsen. Queichhambach spielte über die Flügel und hätte bei zahlreichen Kontern die Partie schon früher entscheiden müssen. Doch Züchel klärte gegen Edonis Mustafa aus kurzer Distanz, Klundt zielte nach Dausch-Rechtsflanke freistehend am langen Eck vorbei.
Schaidts neuer Cotrainer Christian Simon nach der Partie: „In den letzten erfolgreichen Wochen haben wir enorm viel Aufwand betrieben, vielleicht hat deshalb die Kraft gefehlt. Queichhambach war spritziger und schneller und hat verdient gewonnen.“ Edin Pita konstatierte: „Manche Spiele in den letzten Wochen verliefen ähnlich, doch heute haben wir endlich das Tor getroffen. Wir haben die Partie dominiert und sehr gut gegen den Ball gearbeitet.“