Handball-Oberliga RHEINPFALZ Plus Artikel Kellerduell für die Südpfalz Tiger

Johannes Horn (rechts) hat sich in seinem ersten Aktivenjahr in die erste Mannschaft der Tiger gekämpft.
Johannes Horn (rechts) hat sich in seinem ersten Aktivenjahr in die erste Mannschaft der Tiger gekämpft.

Nach dem Remis in Offenbach sollten die Südpfalz Tiger am Sonntag in der Handball-Oberliga gegen einen Tabellennachbarn gewinnen. Um 18 Uhr beginnt in der Spiegelbachhalle das Spiel gegen den Tabellen-14. mHSG Friesenheim/Hochdorf III – von dem man nicht weiß, wen er aufbietet.

Für Tiger-Trainer Christian Job ist das zweitrangig: „Das Ergebnis wird nicht aufgrund des Gegners Aufstellung zustande kommen, dafür sind nur wir verantwortlich. Unser eigenes Spielsystem ist klar. Wir müssen gewinnen.“ Mit einem Sieg setzen sich die Tiger weiter vom Konkurrenten ab. Neben den Langzeitverletzten fehlt Jonas Job. So lange Rechtsaußen Marius Gärtner ausfällt, ist A-Jugendspieler Justin Kehl eingeplant.

Wichtiger Job in der Abwehr

In seinem ersten Aktivenjahr hat sich Johannes Horn in die erste Mannschaft gekämpft. Er nimmt vor allem in der Abwehr einen wichtigen Part ein. Eigentlich war er für die zweite Mannschaft geplant, wurde jedoch nach und nach in die Oberligamannschaft integriert, weil es Verletzte gab. „Chapeau, das war in der Form nicht zu erwarten. Johannes hat vor allem in der Abwehr einen Riesensprung gemacht, uns offensiv aber auch schon weitergeholfen und in Offenbach ein überragendes Spiel in der Deckung gemacht. In ihm steckt noch großes Potenzial“, so der Trainer über den 19-jährigen Ottersheimer.

Im Angriff „oft noch unsicher“

Der spielt schon „ein Leben lang“ Handball. Die Eltern waren aktiv, sein älterer Bruder Elias spielt ebenfalls in der ersten Mannschaft. Im Angriff links oder rechts im Rückraum sieht der Abwehrspezialist noch großes Verbesserungspotenzial: „Da bin ich oft noch unsicher. Vierte Liga ist aber auch ein großer Unterschied zu Jugend oder Pfalzliga.“

Der Maschinenbaustudent am KIT in Karlsruhe geht gerne ins Fitnessstudio. Und im Sommer angeln. „Nein, langweilig wird es da nicht. Wir sitzen oft in der Gruppe zusammen und essen Pizza. Wenn einer anbeißt, piept es sowieso.“

Wie sich die große Kulisse in Offenbach auf ihn ausgewirkt hat? „Wenn man morgens aufsteht, ist man schon nervös. Aber im Spiel pusht das einen komplett. Da träumt doch jeder davon, da mitmachen zu dürfen.“ Auf die Atmosphäre setzt er auch bei Heimspielen: „Wir haben tolle Fans. Wenn wir unsere Stärken zeigen und emotional on fire sind, spielt gegen uns niemand gern.“

TVO mit voller Kapelle in Dirmstein

Der TV Offenbach setzt die Runde in Dirmstein gegen die HSG Eckbachtal fort (Sonntag, 17 Uhr). Trainer Tobias Job kann wieder aus dem Vollen schöpfen. Gegen Kellerkind Eckbachtal (6:36 Punkte) und dann Dansenberg II (16:26) gilt es, wieder doppelt zu punkten. „Die Anfangsphase wird entscheidend sein“, so Job über das anstehende Treffen mit dem Tabellenvorletzten. „Als Offenbach kannst du dort nur verlieren, jeder erwartet einen Sieg. Aber ich hoffe, meine Spieler sind gewarnt.“ Die HSG überraschte zuletzt mit einem 33:29-Sieg bei den HF Illtal. Christoph Kunz trainierte nach seiner Knieverletzung aus dem Spiel gegen das HLZ Friesenheim/Hochdorf wieder, auch Maximilian Daum ist nach Kurzeinsatz im Derby wieder bereit für mehr.

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