Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Kein drittes Spiel: VfB Hochstadt trifft gegen Seebach nicht ins Tor

Keine Torchance: Seebachs Torhüter Tim Vangheluwe ist vor Hochdorfs Florin Dausch am Ball.
Keine Torchance: Seebachs Torhüter Tim Vangheluwe ist vor Hochdorfs Florin Dausch am Ball.

Das große Happy End bleibt in Hochstadt aus. Nur mit einem Sieg gegen den SV RW Seebach hätte der VfB ein Entscheidungsspiel um den Aufstieg erzwingen können.

Über 900 Zuschauer waren an den Sportplatz in Hochstadt gekommen, um zu sehen, ob es dem VfB nach der 0:3-Niederlage im Hinspiel gelingen würde, ein Entscheidungsspiel in Haßloch zu erzwingen. Es klappte nicht, Endstand: 0:0.

In der ersten Halbzeit bot die Partie noch nicht das große Spektakel, wenngleich Seebach in den ersten 30 Minuten mehr vom Spiel hatte. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit setzte Hochstadt Akzente und kam besser ins Spiel. „Die ersten 30 Minuten haben wir das gemacht, was wir vorhatten“, analysierte Seebachs Coach Jan-Marvin Dell. „Wir haben sie von unserem Tor weggehalten und hatten auch Zugriff aufs Spiel, machten aber unser Tor nicht. Die letzten 15 Minuten in der ersten Halbzeit haben wir uns etwas fallen gelassen, und dann haben sie Lunte gerochen.“

Ohne Treffer ging es in die Kabine. Als die Teams wieder herauskamen, dominierte der VfB das Geschehen, erspielte sich Chance um Chance, traf aber nicht. „Wir Trainer haben gar nicht viel gesprochen. Die Mannschaft hat selbst gesagt, dass es noch intensiver werden muss, wenn es reichen soll. Wir haben als Trainer nur Kleinigkeiten angesprochen, wo man ansetzen kann. Es war ja klar, dass wir irgendwann aufs Gas drücken müssen, um aufs Tor zu gehen“, sagte Dominik Koch. Hochstadt blieb bis kurz vor Schluss am Drücker, doch selbst beste Chancen blieben ungenutzt; manche Abschlüsse gingen aufs Tor, andere vorbei. Entweder verfehlten die Hochstadter das Ziel oder fanden in Tim Vangheluwe, der bei Seebach das Tor hütete, ihren Meister. Zudem ärgerte sich der Hochstadter Anhang über den Unparteiischen. „Das waren zum Teil keine guten Entscheidungen dabei“, stellte Jean-Pierre Laporte fest. Er hatte vor vier Jahren noch selbst das Hochstadter Tor gehütet und war extra zum Relegationsspiel an seine alte Wirkungsstätte gekommen. „Es wurde ein Elfmeter nicht gegeben, und es gab einige fragwürdige Abseitsentscheidungen, die das Spiel dann schon beeinflussten.“

Kein Tor für Gastgeber

In den letzten Minuten flachte der Hochstadter Sturmlauf nach einer kurzen Unterbrechung ab. Mit einem Freistoß in der letzten Minute der Nachspielzeit hätten die Hausherren dennoch das Happy End perfekt machen können, doch selbst aus dem Getümmel fiel kein Treffer. Beim Stand von 0:0 erfolgte der Abpfiff, und die Gäste jubelten: Nach einem Jahr in der A-Klasse kehren sie in die Bezirksliga zurück.

„Wir waren heute, zumindest in der zweiten Halbzeit, richtig drin und hatten auch gute Chancen, sodass wir es verdient gehabt hätten, das Spiel auch zu ziehen, weil wir die bessere Mannschaft waren. Es hat aber nicht sein sollen“, fasst Trainer Dominik Koch das Spiel zusammen.

„Großes erreicht“

Florin Dausch, der beim VfB auf dem Platz stand, war die Enttäuschung anzusehen. „Es fühlt sich an wie eine Niederlage, auch wenn es keine war. Wir hätten echt gerne das dritte Spiel gehabt. Das hätten wir uns auch verdient nach der Leistung heute in der zweiten Halbzeit. Im Moment ist das alles enttäuschend. Man ist sportlich oben dabei, und dann kommt so eine Situation, die wir auch noch nie hatten und hoffentlich nicht mehr haben werden“, spielt Dausch auf die Situation rund um das am grünen Tisch verlorene Spiel gegen Lug-Schwanheim an und freute sich über den enormen Support der Zuschauer über die gesamte Saison. „Man muss sich vorstellen, was wir in dieser Saison geschafft haben. Unsere Fans sind immer stark. In so einer Situation glaubt man, das ganze Dorf ist leergefegt, und die waren echt der zwölfte Mann für uns. Wir haben Großes erreicht, auch wenn es nicht mit dem Aufstieg geklappt hat. Wir hätten alle gerne für unsere Fans das dritte Spiel erreicht, und da wäre dann auch alles drin gewesen.“

Während für Hochstadt der Traum von der Bezirksliga beendet ist, darf Seebachs Trainer Jan-Marvin Dell für die Bezirksliga planen. „Am Ende haben wir 0:0 gewonnen. Und wie sagt man so schön: Am Ende kackt die Ente.“

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