Lokalsport Südpfalz Jubel nimmt Fahrt auf

ANNWEILER (mame). Am letzten Tag der Saisonabschlussfahrt erreichte den VTG Queichhambach die Nachricht: Auch 2015/2016 darf die erste Elf in der Fußball-Bezirksliga antreten. „Natürlich war die Freude groß“, sagt Abteilungsleiter und (Noch-) Spielleiter Ruben Lehmann und berichtet, wie es dazu kam.
„Ich habe am Morgen des letzten Spieltages von Staffelleiter Klaus Karl, wie übrigens die anderen noch abstiegsgefährdeten Klubs auch, die Information erhalten, dass der SV Bad Dürkheim seine Mannschaft für die kommende Runde offiziell abgemeldet hat“, sagt Lehmann. Diese Information führte dazu, dass die drei noch abstiegsgefährdeten Teams 1. FC 08 Haßloch, DJK Eppstein und Queichhambach davon ausgehen konnten, dass nur noch drei weitere Absteiger sportlich gesucht werden. Da der SV Gommersheim und der ESV Ludwigshafen schon abgeschlagen waren, konnte es also nur noch einen weiteren treffen. „Kurz vor Schluss des letzten Spiels waren wir über die Spielstände auf den anderen Plätzen informiert. Wir wussten, dass uns ein 0:0 reicht, wenn es nur einen trifft. Also haben wir defensiv agiert“, erklärt Lehmann: „Hätte es einen weiteren Absteiger geben können, hätten wir alles nach vorne geworfen, um das Spiel noch zu gewinnen.“ Umso überraschter sei man in Queichhambach gewesen, als Bad Dürkheim doch noch gespielt hatte und auf Platz zwei geklettert war und dann in der Relegation antrat. Ein Formfehler des Verbandes. „Durch das Ansetzen der Relegation mit Bad Dürkheim wurde die Dürkheimer Kehrtwende akzeptiert“, sagt Verbandsspielausschussvorsitzender Jürgen Veth. Dieser Umstand führt jetzt auch dazu, dass auch Bad Dürkheim in der Liga bleibt, obwohl eine einmal per E-Mail an das Verbandspostfach abgegebene Ligaverzichtserklärung angeblich rechtlich bindend sein soll und laut Urteilsbegründung des Verbandsspielausschusses auch – wie von Dürkheimer Seite geschehen – eigentlich nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Der Immer-Noch-Bezirksligist VTG nimmt sein Training am Sonntag um 10.30 Uhr wieder auf. Mit dabei sind zehn Neuzugänge. Lehmann betont: „Natürlich ist die Spielbelastung in einer 19er-Liga hoch. Aber jeder Fußballer spielt lieber, als dass er trainiert. Wir freuen uns auf diese Liga mit vielen neuen Teams und haben selbst jetzt eine gefestigte Struktur.“ Lehmann will seine Aufgaben als Spielleiter anderen überlassen und sich nur noch um die Abteilungsleitung kümmern. Zu dem Hick-Hack im Abstiegskampf sagt er so viel: „Die Statuten gehören dringend überarbeitet. Die Vereine müssen rechtzeitig Bescheid wissen, in welcher Klasse sie spielen, damit sie planen können.“ Die VTG-Neuzugänge sind Noah Held (TB Jahn Zeiskam), Julien Memmer (FSV Offenbach), Manuel Albrecht (ASV Lug/Schwanheim), Sascha Hübl (ASV Lug/Schwanheim), Sascha Kadel (SC Hauenstein/TV Hauenstein II), Martin Wittmann (SV Völkersweiler), Octavian-Ionut Dragan (1. FC 23 Hambach), Manuel Muth (SF Bundenthal), Gino Mathes (FV Queichheim) und Peter Kniehase (VfB Annweiler).