Lokalsport Südpfalz Hauptsache nicht Letzter

Trainerin Carmen Back-Betzwieser mit (vorne) Christian Ruf und Lucian Baum sowie (zweite Reihe) Linas Orth und Marlon Gries im N
Trainerin Carmen Back-Betzwieser mit (vorne) Christian Ruf und Lucian Baum sowie (zweite Reihe) Linas Orth und Marlon Gries im Neustadter Bad.

«EDENKOBEN/NEUSTADT.»Die Lebensretter gehen in fünf Altersklassen in Einzel- und Mannschaftswettbewerben an den Start. Die RHEINPFALZ hat sich mit den jungen Sportlern und den Trainern der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Neustadt – Stützpunkt Edenkoben/Maikammer unterhalten. Kurz bevor es gilt, die Koffer zu packen und gemeinsam mit den Trainern Metin Tas und Thomas Dick die Zugreise nach Leipzig anzutreten, die Frage an die 13- und 14-jährigen Jungen: Wie lief es bei der letzten Trainingseinheit im Neustadter Stadionbad? Die Rettungsschwimmer: Ganz gut. Wir haben Startsprünge, Technik und Wettkampf trainiert. Was wird da wohl auf Euch zukommen? Die Rettungsschwimmer: Viele Sportler, viele Begegnungen, viel Austausch, viele Starts, eine gute Organisation und eine ziemlich große Schwimmhalle. Ohne die gewohnten Platzprobleme in Hallen der Bezirksmeisterschaften oder Landesmeisterschaften wird es vermutlich auch ruhiger ablaufen. Wir sind gespannt. Was ist Euer Wettkampf-Ziel? Die Rettungsschwimmer: Fehlerfrei durchkommen, Spaß haben und Hauptsache nicht als Letzter ins Ziel kommen. Ein schwimmendes Quartett, das sich auch außerhalb des Wassers gut versteht und viel gemeinsam unternimmt. Habt Ihr Zeit für weitere Hobbys? Lucian Baum: Klar, Mountainbike oder Rennrad fahren, aber auch Triathlon. Linas Orth: Ich spiele noch Wasserball. Christian Ruf: Ich besuche ab und an den Leichtathletik Club Oberhaardt, mag Triathlon und Radfahren. Marlon Gries: Aber sicher, Dirtbike und Mountainbike. Die Trainer Carmen Back-Betzwieser, Metin Tas, Torben Baum, Thomas Dick und Katharina Frisch gefragt: Wie kam es zur DM-Teilnahme? Die Trainer: Die Vier nehmen in der Altersklasse 13/14 männlich regelmäßig als Mannschaft und im Einzelsport an Bezirks-, Landes- und Freundschaftswettkämpfen teil. Zuletzt im September in Idar-Oberstein mit dem Ergebnis: erster Platz. Linas Orth schaffte im Einzelwettbewerb einen ersten Platz bei den Freundschaftswettkämpfen in Bad Sobernheim und einen zweiten Platz bei den Landesmeisterschaften Rheinland-Pfalz. Die Qualifikation für die Deutsche Mannschaft erreichten die vier Freunde im Februar mit dem ersten Platz bei den Bezirksmeisterschaften in Maxdorf und im Mai mit dem zweiten Platz bei den Landesmeisterschaften Rheinland-Pfalz in Betzdorf/Kirchen. Ein riesiger Erfolg, war doch seit zwei Jahrzehnten kein Vertreter der Ortsgruppe Neustadt an der Weinstraße mehr bei einer Deutschen Meisterschaft mit dabei. Rettungssport ist die Wettkampfvariante des Rettungsschwimmens: Welche Disziplinen hat das Quartett zu meistern? Die Trainer: Vier mal 50 Meter Hindernisschwimmen – dabei gilt es zwei Mal ein Hindernis von 0,7 Meter zu untertauchen. Vier mal 25 Meter Puppenstaffel – dabei ist eine mit Wasser gefüllte Plastikpuppe von etwa 65 Kilogramm in Rücken- und Bauchlage zu schleppen. Vier mal Gurtretterstaffel – dabei werden verschiedene Schwimmdisziplinen im Wechsel abverlangt: Freistil, Flossenschwimmen, Schwimmen mit Gurtretter, mit Flossen und einem „Opfer“ im Schlepptau. Vier mal 50 Meter Rettungsstaffel – dabei werden ebenfalls verschiedene Schwimmdisziplinen im Wechsel gefordert: Flossenschwimmen, mindestens 25 Meter Tauchen mit Flossen, Freistil, 50 Meter ziehen einer mit Wasser gefüllten Puppe ohne Flossen und mit Flossen. Wichtig dabei ist stets Kraft, Technik, Ausdauer, Kondition und die Beherrschung des Rettungsgerätes, das im Ernstfall Leben retten könnte. Der tollen Truppe wünschen wir in erster Linie viel Spaß beim Wettkampf und beim Sammeln von Erfahrungen, viel Glück, viele tolle Begegnungen mit Gleichgesinnten und viel Freude beim Erleben einer besonderen Wettkampfatmosphäre. Info Die DLRG ist die größte Wasserrettungsorganisation mit mehr als 1,8 Millionen Mitgliedern, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Menschen vor dem Ertrinken zu retten. Die Kernaufgaben: Schwimm- und Rettungsschwimmausbildung, Aufklärung von Gefahren, Wasserrettungsdienst. Die Ortsgruppe Neustadt mit Stützpunkt Edenkoben/Maikammer trainiert im Sommer im Freibad Edesheim, im Kalmitbad Maikammer und im Hambacher Freibad. Im Winter wird das Training in das Stadionbad in Neustadt verlegt. Die aus- und fortgebildeten Rettungsschwimmer sind eingebunden in den Wachdienst in den Freibädern Maikammer und Hambach. | Interview: Yvonne Trauth

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