Lokalsport Südpfalz
Handball: TV Wörth schlägt HSG Landau/Land deutlich
Elf Zeitstrafen und eine Rote Karte sprechen für ein ruppiges Handball-Pfalzliga-Derby zwischen dem TV Wörth und der HSG Landau/Land, das der Gastgeber über weite Strecken dominierte. Nicolas Kazek überragte beim 39:27 (15:14)-Sieg seiner Mannschaft.
Landau konnte nur kurz glänzen. „Die Niederlage ist in der Höhe verdient, weil die zweite Halbzeit bei uns nicht stattgefunden hat“, sagte HSG-Trainer Joachim Held, der am Abend bedient war.
Es brauchte fünf Minuten, bis Wörth seinen ersten Lauf startete und Held beim Stand von 6:3 die erste Auszeit nahm (7.). Diese schien zunächst wirkungslos, die Gastgeber konnten sich weiter absetzen: 11:6 nach 15 Minuten. Großen Anteil daran hatte die Wörther Abwehr, sie ließ nur wenige einfache Würfe zu. Die Landauer Zuspiele auf Kreisläufer Alexander Weber kamen meist zu ungenau. Falls doch ein Landauer, meist Heinrich Löwen oder Lukas Gerstle, durchkam, stand ihm noch Wörths Torwart Marcel Dieners im Weg, der einige gute Paraden zeigte.
Eine starke Phase der Gäste
Kurz vor der Pause hatte Landau seine stärkste Phase. Die Gäste spielten ein doppeltes Überzahlspiel gut aus und konnten auf 14:15 verkürzen. Wörths Trainer Frank Schindler behielt die Ruhe: „Ich habe meinen Spielern gesagt, wir führen immer noch, es ist nichts passiert. Wir haben in der zweiten Halbzeit umgestellt, um Landau den Nerv zu ziehen in der Abwehr.“
Die Abwehr stellte den halb links verteidigenden Spieler hoch, sodass Gerstle nicht mehr in die Lücken prellen und seine Mitspieler einsetzen konnte. Das funktionierte. Wörth konnte sich wieder auf sechs Tore absetzen (39. Minute).
Heimsieg für angenehme Runde
Bei Landau lief jetzt nichts mehr zusammen. Auch die Torhüter, Held stellte einen von drei Keepern abwechselnd in den Kasten, erwischten keinen guten Tag. Kazek erzielte elf seiner 14 Treffer in Halbzeit zwei. Negativer Höhepunkt für Landau war eine Rote Karte in der letzten Minute für Markus Badinger.
„Was wir uns vorgenommen haben, wurde von der kompletten Mannschaft nicht umgesetzt“, ärgerte sich Held. Durch die Siege der Abstiegskonkurrenten HSG Dudenhofen/Schifferstadt und TSG Friesenheim II wird es auf dem vorletzten Tabellenplatz noch schwerer. Held gab sich kämpferisch: „Abgerechnet wird am Schluss. Es sind noch neun Spiele und 18 Punkte zu holen.“ Der TV Wörth verteidigte seinen fünften Tabellenplatz. „Wir wollen uns da positionieren und eine angenehme Runde spielen. Das war ein ganz wichtiges Spiel für uns“, sagte Schindler.
So spielten sie
TV Wörth: Dieners (Pascal Schumacher) - Simon Zolk (3), Kazek (14/3), Ritter (1) - Darius Zolk (5), Marc Schindler (1) - Scherrer (2) - Fuhrmann (2), Werling, Maurice Schumacher (1), Berger (2), Hänle (2/1), Wesper (6)
HSG Landau/Land: Jung (Baur, Hener) - Löwen (9/1), Zimmermann, Gerstle (7) - Müller (1), Schnabel (3) - Weber (4) - Storck, Güllicher, Pfaffmann (1), Steiner, Badinger (2)
Spielfilm: 3:3 (6. Minute), 11:5 (15.), 14:15 (Halbzeit), 23:17 (39.), 39:27 (Ende) - Zeitstrafen: 6:6 - Rote Karte: Badinger (60.) - Siebenmeter: 6/4 - 2/1 - Beste Spieler: Kazek, Darius Zolk, Dieners - Gerstle, Löwen - Zuschauer: 140 - Schiedsrichter: Wallenfels/Faß (Ottersheim/Oggersheim)