Lokalsport Südpfalz Handball: TV Wörth blamabel – Landauer stellen sich um

Joachim Held trainiert die HSG Landau/Land.
Joachim Held trainiert die HSG Landau/Land.

Dem Handball-Pfalzligisten TV Wörth ist die Saison-Heimpremiere total missraten. Trainer Peter Geiger nach dem 22:28 (10:13) gegen Aufsteiger TV Offenbach II: „Das war blamabel. Wahrscheinlich hatte mein Team die Gäste nach zwei Siegen gegen sie in der Vorbereitung unterschätzt. Unser Rückraum war total schlecht.“

Pascal Hänle und Marc Leukert gelang im Rückraum kaum etwas. Julius Ritter ist noch angeschlagen. Sein Versuch, mitzuspielen, endete nach einer Minute. Jonas Lehnert ist in Quarantäne. „Damit ist alles über die unterirdisch schlechte Leistung ausgesagt, die mit Handball nichts zu tun hatte. Nur Yannic Fuhrmann und Torwart Marcel Dieners kann ich loben“, kritisierte Geiger, der immer wieder versuchte, seine Mannschaft lautstark zu motivieren.

In der zweiten Hälfte flackerte noch einmal bei den Wörthern ein Hoffnungsschimmer auf, Felix Werling verkürzte mit seinem dritten – von fünf – verwandelten Strafwurf auf 14:15. Aber die Gäste ließen sich nicht mehr von ihrer Erfolgsspur abbringen, verwandelten ihre Konter nach Fehlabgaben auf Wörther Seite souverän. Sie hatten jetzt dazu noch in Torwart Kevin Bentz ihren hervorragenden Rückhalt, der allein um die 50. Minute hintereinander fünf freie Würfe meisterte.

Frank Schindler verabschiedet

Offenbachs Trainer Marco Gensheimer war mit dem Ergebnis zufrieden. Er bemängelte aber „die in der ersten Halbzeit vergebenen 100-prozentigen Chancen, wobei wir von den Wörther Fehlern profitieren konnten“. Das Ziel sei der Klassenerhalt in der Pfalzliga, „weil wir als Dritter der Verbandsliga nach dem Verzicht von Oggersheim nachnominiert wurden“.

Von der Begegnung ist Frank Schindler, der vier Jahre in Wörth als Trainer tätig gewesen war, offiziell verabschiedet worden. Seine Sicht auf das Spiel: „Ich hätte mir schon ein besseres Spiel meiner bisherigen Schützlinge gewünscht.“

TSV Kandel: Nach 17 Minuten geschlagen

Aufsteiger TSV Kandel kam beim Pfalzmeister HSG Mutterstadt/Ruchheim, der seine Aufstiegschance nicht wahrgenommen hatte, unter die Räder: 28:36 (11:21) Nach 17 Minuten waren die Südpfälzer geschlagen, sie lagen 4:12 hinten. Von Beginn an wirkte die Mannschaft unkonzentriert und behäbig. Nach vorne wurde zu langsam gespielt und überhastet abgeschlossen. Hinten war der TSV zu passiv. Gegen Ende des Spiels hatte die Mannschaft ein paar gute Szenen und konnte den Rückstand verkürzen. Trainer Jens Rührer: „Der Gegner war viel cleverer als meine jungen Wilden. In der Pfalzliga weht ein anderer Wind als in der Verbandsliga, da müssen wir uns schnell umstellen.“

HSG Landau/Land: Heimsieg mit starkem Keeper

Umgestellt hat sich die HSG Landau/Land. Sie besiegte die HSG Kaiserslautern mit 11/1 Toren von Lukas Gerstle mit 39:32 (17:15). Gerstle hatte bei der Auftaktklatsche in Kuhardt nach einem Foul „Rot“ gesehen. Der 25-Jährige, zu dessen Architekturstudium das Praktikum bei Baurmann Dürr Architekten in Karlsruhe gehört, gestern in einer Pause: „Wir haben darüber gesprochen. In Kuhardt waren wir ungeordnet, der Gegner war laufstark, schnell, wir konnten nicht mithalten. So wie wir da verloren haben, so haben wir am Sonntag gewonnen. Mit einem brutal starken Felix Schilling im Tor. Wir sind gut ins Tempo gekommen und um zehn Tore davongezogen.“ Zum beruflichen Abschluss fehlt Gerstle, der in Kaiserslautern studiert, noch die Diplomarbeit.

18:17 stand es in der 32. Minute, mit 33:23 führte Landau in der 51. Minute. Landaus Trainer Joachim Held wird erleichtert gewesen sein. Zur Leistung von Neuzugang Schilling im Tor sagte er: „Er hat von außen fast nichts zugelassen, auch ein paar Freie weggenommen.“ Seine Mannschaft habe die Vorgaben umgesetzt. Wie wurde das Corona-Konzept umgesetzt? „Es hat sich gut angelassen.“ Nach HSG-Angaben sind in der Sporthalle Landau West 50 Zuschauer, in Landau Ost und in Albersweiler je 160 Zuschauer zugelassen. 120 kamen am Sonntagabend.

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