Lokalsport Südpfalz RHEINPFALZ Plus Artikel Handball: TV Offenbach nach der besten Oberliga-Runde besonders gefordert

Jetzt beim TVO: der Kirrweilerer Felix Kästel. Foto: Iversen
Jetzt beim TVO: der Kirrweilerer Felix Kästel.

37 Punkte sammelte der TV Offenbach in der vergangenen Runde in der Handball-Oberliga. Am 1. September steigt er gegen den HV Vallendar wieder ein – mit viel Altem und ein bisschen Neuem.

Die Vorbereitung geht auf die finale Phase zu. Testspiele gegen Knielingen, Haßloch oder auch die Generalprobe gegen Neuenbürg sieht Trainer Michael Übel als eine gute Standortbestimmung. Er geht in seine zweite Saison als Oberliga-Trainer. „Es ist schwierig, zurzeit im Training sechs gegen sechs spielen zu können. Aber wenige Teams sind zu Beginn der Runde bei 100 Prozent“, sagt er.

Personell hat sich wenig verändert bei den Südpfälzern, die punktetechnisch ihre beste Oberliga-Runde aller Zeiten gespielt haben. Neu gekommen ist Felix Kästel, der bei der SG Ottersheim/Bellheim/Kuhardt/Zeiskam in der Pfalzliga sowohl auf der Mitte als auch als Linksaußen spielte. Er füllt die Lücke, die Michael Pfalzer – fortan für Offenbachs zweite Mannschaft am Ball – hinterlassen hat. „Er ist eine gute Ergänzung, mit Stärken im Eins-gegen-Eins und gutem Zug zum Tor“, beschreibt Übel den Neuzugang.

Kästel kennt Sebastian Mohra und Graap gut

Kästel ist 23 Jahre und aus Kirrweiler, beim TVK verbrachte er seine Jugendzeit, ehe er zu den Südpfalz-Tigern wechselte. Ein Jahr spielte er dort noch mit seinen neuen alten Teamkollegen Sebastian Mohra und Fabian Graap zusammen. „Man merkt schon, dass es körperbetonter und schneller zugeht im Vergleich zur Pfalzliga“, schildert der Student für Bauingenieurwesen seine ersten Eindrücke. Sein Ziel für die Saison: Spielzüge und Abläufe lernen. „Das kommt aber mit der Zeit“, sagt Kästel. „Es kommt ganz auf den Saisonstart an, aber ich denke nicht, dass wir hinten drinstehen werden.“

Seit Kurzem ist Rückraumspieler Niklas Klein da, der jüngere Bruder von Mittelmann Lukas Klein. Der Linkshänder kommt von der HSG Dudenhofen/Schifferstadt und ist vorerst für das Verbandsliga-Team eingeplant.

Jonas Busch zu ersetzen

Fehlen wird diese Saison Jonas Busch. Den Kreisläufer und Abwehrspezialisten verschlägt es beruflich nach München. „Wir wollen Spieler aus der Zweiten an die Erste ranführen und auch gestandene Spieler werden auch mal auf Positionen spielen müssen, die nicht ihrer Stammposition entsprechen“, sagt Übel darüber, wie er die vakante Position im Abwehrzentrum schließen möchte.

Lukas Klein und die Torhüter Norman Dentzer und Felix Müller sind drei Spieler, die in ihre zweite Saison mit dem TVO gehen. Von Klein erhofft sich Übel eine Form wie in der „überragenden Hinrunde im letzten Jahr, als er direkt Stammspieler wurde“. Auch mit dem vorigen A-Klasse-Torhüter Müller ist Übel sehr zufrieden: „Wenn er sein Niveau aus den Einsätzen im Vorjahr halten kann, verdient er sich bestimmt mehr Einsatzzeiten.“ Dentzer habe mit starken Paraden bestätigt, dass er noch das Format für einen Oberliga-Torwart habe. „Und was Ehrgeiz angeht, kann man ihm sowieso nichts vormachen.“

Übel weiß, wie stark sich einige Teams aus dem oberen Mittelfeld verstärkt haben und wie ausgesprochen gut die vergangene Runde verlief. 30:30 Punkte gibt er als Ziel an: „Wenn wir das schaffen, haben wir eine gute Runde gespielt.“ meyd

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