Lokalsport Südpfalz
Handball: Pfalzgas-Cup-Endrunde in Kandel in der Hand von jungen Schiedsrichtern
Beim Final Four um den 19. Handball-Pfalzgas-Cup in Kandel sehen die Zuschauer in beiden Hallen nur junge Schiedsrichter an der Pfeife. Und in beiden Hallen ernten diese viel Lob. Sie sind alle im Förderkader des Pfälzer Handball-Verbandes.
Tilmann Köhler (19 Jahre) und John Fleck (20) pfeifen für den TSV Kandel. Sie leiten seit 2014 zusammen Spiele und werden inzwischen in der Pfalzliga der Männer und in der RPS-Oberliga der Frauen eingesetzt. Sie absolvieren etwa 30 Spiele pro Saison. „Dabei ist uns noch nichts Außergewöhnliches passiert. Wir haben alle Spiele bisher gut über die Runden bekommen, auch wenn wir das eine oder andere Mal auch Rote Karten zücken mussten“, sagen sie ganz stolz.
Verbandspokal-Endspiel gepfiffen
Ihr Ziel ist es, in der nächsten Runde auch in der RPS-Oberliga der Männer eingesetzt zu werden. Demnächst besuchen sie einen Sichtungslehrgang, um in der A-Jugend-Bundesliga zum Einsatz zu kommen. Am Samstagabend waren sie noch beim Verbandspokal-Endspiel in Thaleischweiler tätig. Während sich Köhler als aktiver Spieler zurück gezogen hat, ist Fleck beim Verbandsliga-Tabellenführer TSV Kandel aktiv.
Aaron Pfautsch und Philipp Pfirrmann (beide 19) sind seit 2015 für den TV Wörth als Schiedsrichter dabei. Sie werden in der Jugend-Oberliga eingesetzt und versuchen es in dieser Saison auch noch kurzfristig bei den Aktiven in der Pfalzliga. Bisher haben sie zehn bis 15 Spiele in der Saison, wollen aber in Zukunft mehr pfeifen. „Wir haben derzeit auch noch keine Beobachtung und bekommen keine festen Punkte, sondern mehr ein Coaching“, erzählen die beiden Jungschiris. Beide setzen ihre Prioritäten im Moment noch mehr aufs Spielen. Pfirrmann ist Kreisläufer beim TV Wörth II in der Verbandsliga, Pfautsch spielt jetzt studienbedingt beim Landesligisten TV Eppelheim.
Neuer Partner für Pascal Schnurr
Pascal Schnurr (22) und Leon Hilzendegen (17) sind vom TV Offenbach. Schnurr fing mit zwölf Jahren Spiele zu leiten, er hatte lange einen anderen Gespannpartner, der ausgestiegen ist. Nachdem er mit diesem bereits in der Pfalzliga der Männer eingesetzt wurde, ist er mit Hilzendegen wieder im Förderkader. „Leon muss warten, bis er 18 Jahre alt ist, um bei den Aktiven pfeifen zu können. Deshalb werde ich jetzt mit ihm in der Jugend-Oberliga eingesetzt“, erklärt Schnurr, der im Verband noch andere Funktionen hat.
Von den südpfälzischen Endrundenteilnehmern erreichte nur die weibliche B-Jugend der SG Ottersheim/Bellheim/Kuhardt/Zeiskam das Finale. Nach 7:11-Rückstand, Qérèn Audrey Scholtes hatte zum siebten Mal für den TV Wörth getroffen, setzte sie sich nach dem 11:11 durch Kira Schneider im Siebenmeterwerfen mit 16:15 durch. Das Endspiel gegen die JSG Mundenheim/Rheingönheim verlor die SG mit 17:22. jopa/thc