Lokalsport Südpfalz Handball: Überraschung: Viele Ehemalige vor Tenkes Haustür
Eine große Überraschung erlebte Sandor Tenke am Samstag vor seinem Haus in Rülzheim: Eine Delegation von Wörther Handballern erwartete ihn – um ihn gebührend zu verabschieden. Nach 29 Jahren Handball in der Pfalz, neun davon beim TV Wörth, kehrt der im August 65-Jährige in seine alte Heimat zurück.
Tenke reist in den nächsten Tagen an seinen letzten Wirkungskreis als aktiver Handballer in Ungarn zurück und freut sich auf die viele Freizeit mit ehemaligen Freunden beim Angeln und an der Drechselbank.
Von 2006 bis 2015 Trainer in Wörth
Norman Schmalz, sein langjähriger Spieler und später auch Co-Trainer, aktivierte einige ehemalige Mitspieler zum Abschiedstreffen. Tenkes Ex-Spielleiter Werner Pfirrmann und Uwe Cawein, Hallensprecher Willi Werling sowie Abteilungsleiter Helmut Wesper und Jugendleiterin Julia Wesper ließen es sich ebenfalls nicht nehmen, den ehemaligen Trainer zu verabschieden.
Schmalz ging auf die Zeit mit Tenke aus der Sicht des Spielers ein und Helmut Wesper aus der Sicht des Vorstands. Beide überreichten Fotoalben und Zeitungsberichte aus Tenkes Amtszeit. Er trainierte neun Jahre in Folge von 2006 bis 2015 die Herrenmannschaft, dazu ein Jahr die A-Jugend. Er initiierte ein mannschaftsübergreifendes Fördertraining für die Jugend (davon sind sechs bis acht Spieler heute in der ersten Mannschaft), fuhr mit der Jugend zum DO-Cup (internationales Turnier in Dortmund), trainierte und half bei vielen Camps und war bei der Oldienight immer tatkräftig dabei.
„Sandor war nicht nur ein Trainer, er war voll im und für den Verein aktiv“, so Wesper.
Geschichten und Anekdoten
Viele schöne Geschichten und Anekdoten wurden auf der Terrasse von Tenkes Haus erzählt. Der Ex-Trainer war sehr gerührt von dieser Überraschung, was in seinen Dankesworten zum Ausdruck kam. Nach 29 Jahren verlässt Tenke die Pfalz, nach Stationen in Kuhardt, Albersweiler, Untergrombach, Lingenfeld, Kandel, Wörth, wieder Kuhardt und bei der HSG Landau/Land. Ende der 1990er kam er zum TSV Kuhardt in die Regionalliga, nach dem Abstieg wurde er Spielertrainer bis 1994/95.
Dass die Emotionen am Samstag auf beiden Seiten hoch waren, merkte man daran, dass das nächste Wiedersehen wohl in Ungarn stattfinden soll. Mit Handball wird es aber dann nichts mehr zu tun haben. Da müssen wohl Ex-Trainer und -spieler den Ball gegen die Angelrute tauschen. jopa