Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Halbfinale: SV Gommersheim mit weniger Glück

 Markus Waldschmitt (links) und der Rödersheimer Eliah Rein im Kampf um den Ball auf dem nicht immer planen Spielfeld.
Markus Waldschmitt (links) und der Rödersheimer Eliah Rein im Kampf um den Ball auf dem nicht immer planen Spielfeld.

Beinahe hätte Luca Giardina den SV Gommersheim in der Verlängerung ins Finale geschossen. Das Kreispokal-Halbfinale gegen Rödersheim endet mit Elfmeterschießen.

Der Gegner des FV Berghausen im Pokalfinale des Fußballkreises Rhein-Mittelhaardt am 30. April in Deidesheim heißt Spielvereinigung Rödersheim. In einem ausgeglichenen und dramatischen Halbfinale setzte sich der Spitzenreiter der C-Klasse West beim SV Gommersheim, Dritter der B-Klasse West, mit 5:4 nach Elfmeterschießen durch.

Den entscheidenden Strafstoß verwandelte Cagri Zengin für die Schwarz-Gelben. Nach 90 und nach 120 Minuten stand es 2:2. Den 220 Fans, darunter etwa 80 Rödersheimer, wurde es nie langweilig. Die Partie bot rassige Zweikämpfe, herrliche Tore und ganz viele Emotionen.

Jardellas Kopfball

Auf dem kleinen Nebenplatz suchten beide Teams von Beginn an den Weg nach vorne und kämpften um jeden Meter Boden. Die Gastgeber hatten den besseren Start und führten zur Pause nicht unverdient mit 1:0. In der 38. Minute zirkelte Sven Vojacek einen Freistoß auf den langen Pfosten, der nach vorne geeilte Innenverteidiger David Jardella stieg am höchsten und traf mit einem wuchtigen Kopfball.

Beide Seiten hatten Tormöglichkeiten: Gästekeeper Tobias Thomas lenkte gleich nach Anpfiff einen Flachschuss von Matthias Ullrich um den Pfosten, nach Diagonalpass von Victor-Cosmin König zielte Johannes Weber neben das SVG-Tor. Nach einer Stunde machte es der pfeilschnelle Torjäger der Gäste besser: Nach einem Freistoß von Dennis Weiß verschätzte sich SVG-Keeper Robin Weilacher beim Herauslaufen gehörig, Weber roch den Braten und traf aus kurzer Distanz.

Nach der Halbzeit ruppiger

In der 50. Minute hatte Gommersheim Pech, Sven Vojacek traf den Außenpfosten. Die Partie wurde etwas ruppiger, Unterbrechungen häuften sich. Gommersheims Felix Hirth quittierte nach hartem Einsteigen gegen König eine Zeitstrafe. Gästecoach Frank Hoffelder regte sich mächtig auf und bekam in dieser Szene „rot“. Eine harte Entscheidung von Referee Andreas Schlick (1. FC 23 Hambach), der bei den vielen sonstigen kniffligen Szenen das richtige Maß fand und eine tadellose Leistung zeigte.

Tor des Monats

Die Rödersheimer kamen mit den vielen Emotionen besser klar und gingen in der 76. Minute in Führung. Nach einem weiteren Weiß-Freistoß aus dem Halbfeld prallte ein Zengin-Kopfball an den Pfosten, König reagierte blitzschnell und staubte zum 1:2 ab. Das 2:2 in der 81. Minute war ein „Tor des Monats“, Gommersheims Kapitän Philipp Vojacek hämmerte einen Freistoß aus 35 Metern knapp über der Grasnarbe ins linke untere Eck.

In der Verlängerung mussten beide Kontrahenten dem hohen Tempo Tribut zollen. Der beste Rödersheimer Eliah Rein musste nach Foul an Philipp Vojacek zehn Minuten vom Feld. Gommersheim hätte die Überzahl fast zum Sieg genutzt, doch der Freistoß von Joker Luca Giardina landete am Innenpfosten. Im Elfmeterschießen parierte Rödersheims Keeper Tobias Thomas die beiden ersten Schüsse. Zengin wurde schließlich von frenetisch feiernden Mitspielern und Anhängern in die Mitte einer ohrenbetäubenden Jubeltraube genommen.

Hoffelder: „Am Schluss half uns Aluminium“

Rödersheims Übungsleiter Frank Hoffelder: „Großes Kompliment an beide Mannschaften, die wirklich alles auf dem Platz gelassen haben. In der Verlängerung galt es nur noch, keinen Treffer mehr zu kassieren. Am Schluss half uns Aluminium, dennoch ist unser Sieg verdient.“ Sein Gegenüber Massimo Giardina: „Wir haben ein richtig tolles Spiel gesehen. Wir haben vergessen, das 2:0 nachzulegen und hatten Aluminiumpech. Doch Kompliment an die Jungs, wie sie nach dem 1:2 nochmals zurückgekommen sind.“

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