Extremcross
Härteste Meile: Sich mal richtig dreckig machen
Am Samstag werden in Hatzenbühl die besten Wasserläufer und Schlammrobber gesucht, es ist wieder Zeit, sich richtig dreckig zu machen. Die „Härteste Meile der Pfalz“ lockt seit 2008 Klasse und Masse ins Tabakdorf. Vor drei Jahren haben die Triathleten des TV Hatzenbühl die Organisation übernommen.
„Wir sind gut gerüstet, haben die Hindernisse etwas modifiziert und sind mit der Resonanz, was die Voranmeldungen betrifft, sehr zufrieden“, so Peter Faust, Abteilungsleiter beim TVH. Er wünscht sich allerdings nicht mehr ganz so viel Regen. Ganz im Gegenteil von Meilenerfinder Hans-Jürgen Eichberger, der meint, je mehr Matsch, desto herausfordernder ist die ganze Sache.
Die Anfänge: do kummt käner
Eichberger erinnert sich gerne an die Anfänge der Meile: „Als ich die Idee hatte, unseren Crosslauf mit einem zusätzlichen Angebot attraktiver zu machen und meine Ideen vorstellte, meinte einer meiner Mitstreiter: do kummt känner. Im Jahr darauf waren alle begeistert.“ Für die Premiere der Meile, 1,8 Kilometer aufgeteilt auf zwei Runden, holten sie sich Tipps für die Gestaltung der Hindernisse beim Geschäftsführer des Kletterparks in Kandel.
Arm- und Rippenbruch
„Wie hatten eine Übung mit einer Schaukel, dabei brach sich ein Teilnehmer einen Arm. Das wollten wir auf keinen Fall und haben diesen Teil gestrichen.“ Dann war da noch der ehemalige Radprofi Udo Bölts aus Heltersberg. Bei einer weiteren Übung mussten die Teilnehmer über ein großes Netz, welches vom Boden auf einen Anhänger führte. Bölts krachte mit dem gesamten Netz zu Boden, rappelte sich auf und lief weiter. Und startete sogar noch beim anschließenden Crosslauf. „Am Abend rief mich Udo an und berichtete, dass er auf der Heimfahrt Schmerzen im Brustbereich spürte und zur Unteruntersuchung ins Krankenhaus fuhr. Die Diagnose: zwei gebrochene Rippen!“, so Eichberger. Das Hindernis mit dem Netz wurde umgehend entschärft.
Vorjahressieger nicht dabei
Die Vorjahressieger werden ihren Titel am Samstag nicht verteidigen. Der Rülzheimer Fitnesscoach Luca Nappa, bereits Sieger 2018 und 2023, hat aus privaten Gründe das Training etwas zurückgestellt. „Ich baue die Pizzeria meiner Eltern um. Ich werde ein Café eröffnen und habe zwei Ferienwohnungen eingerichtet, daher musste ich dieses Jahr sportlich kürzertreten“, so der 40-jährige Nappa. Frauensiegersiegerin Sophie Lammert hat es zum Studium nach Bonn verschlagen. Die ehemalige Leichtathletin beim TV Nußdorf hat sich dort einer Laufgruppe angeschlossen.
Das Rennen bei den Männern scheint offen zu sein. Natascha Hartl (1. FC Kaiserslautern) könnte ihren sechsten Sieg bei der Meile anpeilen. Große Gruppen stellen der TV Herxheim (30), die Rohrbacher Dräggschbatze (24) und Ali Baba (22).
Zeitplan
- 11.30 Uhr: Kindermeile
- 12 Uhr: Jugendmeile für Neun- bis Zwölfjährige, 650 Meter
- 12.30 Uhr: für 13- bis 16-jährige, 1300 Meter
- ab 13 Uhr: jede halbe Stunde die „Härteste Meile der Pfalz“, fünf Läufe, 1800 Meter.
Online-Nennungen bis Freitag, 18 Uhr, unter https://runtix.com/sts/10021/3033