fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Geduldige Zeiskamer schießen fünf Tore

Steinbachs Torhüter Klaus Jürgen Siebecker verhinderte noch Schlimmeres. Der Zeiskamer Sanel Catovic (blau) kommt hier einen Sch
Steinbachs Torhüter Klaus Jürgen Siebecker verhinderte noch Schlimmeres. Der Zeiskamer Sanel Catovic (blau) kommt hier einen Schritt zu spät.

Rodney-Francis Peprah bricht nach 30 Minuten den Bann und wird mit drei Toren zum Matchwinner des TB Jahn Zeiskam in der Verbandsliga gegen den TuS Steinbach. Die Gäste kommen nicht einmal gefährlich vor das Tor der Südpfälzer, die ihren höchsten Saisonsieg erreichen.

Fußball-Verbandsligist TB Jahn Zeiskam musste am Sonntag Geduld aufbringen, um sich gegen die kompakte Defensive des TuS Steinbach zwingende Torchancen zu erarbeiten. Rodney-Francis Peprah brach nach 30 Minuten den Bann und avancierte später zum Mann des Tages. Die Gäste blieben über 90 Minuten harmlos, Zeiskam gewann mit 5:0.

Jahn-Trainer Stefan Ronecker musste seine Mannschaft gegenüber dem Heimsieg gegen Bretzenheim abermals umbauen. Nico Nagel, Marcel Weigel und Henrik Streib, der mit Domenico Bottaccio in der Innenverteidigung nichts anbrennen ließ, kamen in die Startformation. Die Gastgeber waren auf einen Sieg angewiesen, um nicht vom Gegner überholt und weiter in die Abstiegszone gezogen zu werden. Sie gingen es engagiert an. Sanel Catovic war in der Zentrale bemüht, holte sich viele Bälle in der eigenen Hälfte. Er war es auch, dem die erste Torchance vorenthalten war. Sein abgefälschter Schuss zog nach acht Minuten knapp am Torvorbei.

Peprahs erster Streich

Zeiskam kombinierte weiter gefällig, ohne im letzten Drittel gefährlich zu werden. In der 29. Minute schien der Bann gebrochen: Kapitän Simon Stubenrauch spielte zu Philipp Mees auf der rechten Seite, dessen flache Hereingabe Rodney-Francis Peprah fand. Der verarbeitete den Ball gekonnt ins lange Eck. Der 19-jährige angehende Speditionskaufmann war nun wie aufgedreht. Torhüter Jürgen Siebecker konnte seinen abgefälschten Schuss mit starker Fußabwehr noch unschädlich machen, kurz vor der Pause war er jedoch machtlos. Nach einem Foul an Marcel Weigel erhöhte Peprah per Foulelfmeter ins linke Eck zum 2:0.

Luca Lehr setzt den Schlusspunkt

Die Gäste kamen nie gefährlich vor das Tor von Kai Anschütz. Sämtliche Angriffsversuche, initiiert von Steinbachs Regisseur Marcus Schunk, wurden zur sicheren Beute der Zeiskamer Defensive. Nach der Pause machte der Jahn dort weiter, wo er aufgehört hatte. In der 55. Minute servierte Sanel Catovic einen Freistoß aus halb rechter Position, den Domenico Bottaccio im Nachsetzen zum 3:0 verwertete. Kurz vor seiner Auswechslung in der 70. Minute erzielte Rodney-Francis Peprah nach schönem Lupfer über den herauseilenden Torwart das 4:0. Mit dem Hattrick war er der Mann des Tages.

„Keinen Millimeter nachlassen“, forderte Stefan Ronecker von seinen Mannen. Und diese hörten auf ihn. Allein Torwart Klaus Jürgen Siebecker war es zu verdanken, dass den Gästen kein Debakel widerfuhr. Ein Tor musste er trotzdem noch hinnehmen. Nach schöner Flanke von Marius Wittemann setzte Luca Lehr mit einer Direktabnahme den Schlusspunkt zum 5:0, nachdem er vorher mehrere Chancen ausgelassen hatte.

Trainer Ronecker: Zwangsläufig Räume

Stefan Ronecker wusste, dass Geduld erforderlich sein würde: „Ich habe Steinbach im letzten Spiel beobachtet und gesehen, dass sie aus einer kompakten Defensive heraus agieren. Da sie nur drei Tage Pause hatten, mussten sich für uns zwangsläufig irgendwann Räume ergeben.“ Nach schmerzhaften Heimniederlagen war die Devise klar: „Um nicht weiter nach unten zu rutschen, mussten wir heute gewinnen.“ Gästetrainer Christoph Heinrich war sichtlich bedient: „Wir haben uns vorgenommen, lange die Null zu halten. Vor der Halbzeit sind wir nicht clever genug und verursachen einen Elfmeter. Mit dem 3:0 nach der Pause war das Spiel natürlich entschieden.“

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