Lokalsport Südpfalz
Fußball: Innenverteidiger an der Angel – Wo der Neu-Zeiskamer Bill Riedinger abschalten kann
In seiner Via stehen einige prominente Vereine. „Es war cool, dass ich getroffen habe. Vor allem, da ich dadurch meinen Bock vom 2:1 wieder gutmachen konnte“, sagt der 21-Jährige Schütze des 3:2. Der Neuzugang vom FC Astoria Walldorf II soll künftig im Verbund mit den bekannten Gesichtern der Viererkette Lukas Bauer, Henrik Streib und Philipp Mees für Stabilität sorgen.
Riedinger war in Walldorf unzufrieden: „Ich habe nicht gespielt. Mein Sportlicher Leiter hat dann Kontakt zu Stefan Ronecker aufgenommen.“ Zeiskam suchte einen Ersatz für den im Winter in seine kroatische Heimat zurückgewechselten Vinko Pear. Auch deshalb konnte Ronecker Riedinger gute Aussichten auf einen Stammplatz geben. Das und die Zukunftsvision des Trainers gaben letztlich den Ausschlag.
Bekannt mit den Fetzners
„Das Ziel ist es, in den nächsten ein bis zwei Jahren an der Oberliga anzuklopfen. Daraus kann man nur positive Sachen ziehen“, sagt Riedinger, der mit seiner Freundin in der Karlsruher Südweststadt wohnt. Von dort fährt er etwa 30 Minuten bis ins Zwiebeldorf.
Der aus Elchesheim-Illingen stammende und in Rheinstetten aufgewachsene Spieler begann mit drei Jahren beim SV Mörsch. Mit zehn wurde er von der TSG Hoffenheim gesichtet, wo er es nach zwei Jahren aber nicht schaffte. Es folgten ein Jahr bei der SG Siemens Karlsruhe, vier Jahre beim SV Sandhausen und zweieinhalb Jahre in Walldorf.
Mit zehn den Angelschein gemacht
Er hält sich für einen offenen Menschen und hat in Zeiskam schnell Kontakte geknüpft. Riedinger kannte „die beiden Fetzners“ bereits. „Mit Dominik habe ich vier Jahre in Sandhausen, mit Jannis ein Jahr in Walldorf gespielt“, sagt er. Seit drei Jahren ist er selbstständiger Finanzberater. Im Winter fährt er gerne Ski und Snowboard.
Sein größtes Hobby neben dem Fußball ist der Angelsport. „Mit zehn habe ich den Angelschein gemacht. Das habe ich wohl von meinem Onkel geerbt“, erzählt er. Mit dem Angelsportverein in Elchesheim-Illingen ist er oft am Rhein. „Das ist gut zum Runterkommen, zum Ablenken“, sagt Riedinger.