Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel FSV Offenbach verliert auch gegen Hermersberg

 Der Offenbacher Agmir Bajraktari versucht’s mal. Rechts der starke Patrick Freyer, links Hermersbergs Kapitän Pascal Masch.
Der Offenbacher Agmir Bajraktari versucht’s mal. Rechts der starke Patrick Freyer, links Hermersbergs Kapitän Pascal Masch.

Nach der Heimniederlage gegen den SV Hermersberg wird der Abstiegskampf für den FSV Offenbach in der Verbandsliga schärfer.

Das ist eine bittere Niederlage im Abstiegskampf: Fußball-Verbandsligist FSV Offenbach verlor gegen den Tabellennachbarn SV Hermersberg mit 1:3 (0:3) und fiel auf den drittletzten Tabellenplatz zurück. Die cleveren Südwestpfälzer nahmen den Schwung vom Sensationssieg im Pokal bei Tabellenführer SC Idar-Oberstein mit und rückten erstmals seit vielen Wochen auf einen Nichtabstiegsplatz.

Der Sieg der Gäste hatte zwei Väter: Der quirlige Patrick Freyer auf der linken Außenbahn bereitete alle drei Treffer vor, und Innenverteidiger Marius Dausmann beendete zahlreiche Offenbacher Angriffsversuche durch geschicktes Kopfball- und Stellungsspiel. Vor der Pause waren die Süd-pfälzer im Angriff viel zu harmlos, nach dem Wechsel vergaben sie drei sehr gute Möglichkeiten zum Anschlusstreffer.

Gegentore nach Standards

In der 8. Minute schlug der 34-jährige Freyer einen Eckball gefährlich ins Zentrum. Die FSV-Abwehr brachte den Ball nicht aus der Gefahrenzone, Noah Buchmann roch den Braten und stocherte das Leder aus fünf Metern über die Linie. Die zweite scharfe Ecke von Freyer wollte Offenbachs Keeper Mika Stabel aus der Luft pflücken, doch er lenkte den Ball zum 0:2 ins eigene Tor (42.). Das dritte Tor fiel eine Minute später nach der schönsten Kombination der Partie. Freyer, der vor zwei Jahren nach über 300 Regional- und Oberligaspielen für den 1. FC Kaiserslautern II und den FK Pirmasens zum SVH zurückkehrte, schlug einen präzisen Diagonalpass auf Jan Lelle. Dessen Rechtsflanke verwertete Lukas Bißbort mit einem wuchtigen Kopfball aus kurzer Distanz gegen die Laufrichtung Stabels. Die größte Offenbacher Chance vergab Agmir Bajraktari nach einer halben Stunde. Sein Schuss aus der Drehung nach Kopfballverlängerung von Silas Wagner landete knapp neben dem Tor.

Sven Glaser hat 2:3 auf dem Fuß

In der Pause hatte FSV-Trainer Daniel Jahnke offenbar die richtigen Worte gefunden. Sein Team kam engagiert aus der Kabine und suchte zielstrebig den Weg nach vorne. Die Belohnung folgte in der 57. Minute, Jona Wohlgemuth fälschte eine Linksflanke von Daniel Szadorf zum 1:3 ins eigene Tor ab.

Die Gäste zogen sich fast komplett zurück. Wenige Minuten später hätte Sven Glaser auf 2:3 verkürzen müssen, doch er hämmerte das Leder freistehend über das Tor. Gästekeeper Noah Wächter parierte einen Kopfball von Sebastian Leon nach Ecke von Alexander Hayes, Wagner zögerte aus aussichtsreicher Position zu lange. Mehrere Abspielfehler auf dem Weg in die Spitze verhinderten weitere Offenbacher Möglichkeiten gegen die konzentrierte SVH-Abwehr. Drei Minuten vor Schluss verhinderte die Latte das mögliche 1:4 nach einem wuchtigen Freistoß des eingewechselten Johannes Mendel.

Jahnke: Zu inkonsequent

Sein Coach Jens Mayer hatte bis auf Torhüter Noah Wächter die gleiche Startelf wie beim Pokalcoup in Idar-Oberstein auf Feld geschickt. Er war zufrieden: „Wir haben die Aufgabe konzentriert gelöst, hinten kaum was zugelassen und deshalb verdient gewonnen.“ Sein Gegenüber Daniel Jahnke musste verletzungsbedingt sechs Änderungen gegenüber dem Worms-Spiel vornehmen. Er konstatierte: „Wir haben die erste Halbzeit fast komplett verschlafen und nach der Pause waren wir erneut zu inkonsequent vor dem gegnerischen Tor.“

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