Basketball
Flow verloren, aber TV Bad Bergzabern wieder in der Spur

Mit dem 77:68 (43:32)-Sieg gegen den Aufsteiger TV Babenhausen ist der TV Bad Bergzabern in der 2. Basketball-Regionalliga wieder in die Erfolgsspur zurückgekommen. Die Kür verpassten die stark dezimierten TVB-Cracks.
Seriös, fokussiert und mit hoher Verteidigungsintensität starteten die Kurstadt-Korbjäger ins Match. 21:12 und 22:15 endeten die ersten beiden Durchgänge jeweils relativ deutlich für den Turnverein, ein lockerer Start-Ziel-Sieg zeichnete sich ab. Zumal die Hessen kaum eine Durchschlagskraft unterm Bergzaberner Korb entfalten konnten und beim TVB aus stabiler Abwehr heraus offensiv alles wie am Schnürchen lief.
Babenhausen kommt heran
Nach dem Seitenwechsel fand Babenhausen bessere Antworten auf Bergzaberns Zonenverteidigung. Mit acht Dreiern in der zweiten Hälfte konnte der Underdog Punkt um Punkt verkürzen. Er kam nach dem 67:51 (34.) nochmals bedrohlich nah zum 72:68 (38.) an die Südpfälzer heran. Ein Freiwurftreffer von Martin Langenfeld sowie ein feiner Pass von ihm unterm Korb für Phil Behrendt sowie zwei sicher verwandelte Freiwürfe von Jeremy Black sorgten schließlich für den Heimsieg. Auch die wieder wirkungsvollere Defensivarbeit in den Schlussminuten sorgte für das Happy End. Als Babenhausen zwischenzeitlich unangenehm „aufmüpfig“ wurde, leistete Andrej Schmid mit seinen Dreiern einen wichtigen Beitrag in der Crunchtime.
Zum Ende hin fehlt die Power
„In der ersten Halbzeit klappte wirklich alles sehr gut. Starke Defensive, starke Offensive. Das war top. Ins dritte Viertel sind wir dann leider etwas zu lasch gestartet. Da ging unser guter Flow flöten“, sagte Schmid. „In der zweiten Halbzeit spürte man dann die nicht optimalen Trainingsbedingungen in den letzten Wochen. Einige waren krank oder verletzt. Wir waren immer nur sehr wenige. Da ging der Rhythmus verloren und zum Ende hin fehlten auch etwas die Körner. Wir spielten mit einer kleinen Siebener-Rotation, da ließ die Kraft etwas nach. Doch wir berappelten uns am Ende nochmals zum letztendlich verdienten Sieg.“
Langenfeld selbstkritisch
Schmid traf mit Philipp Behrendt und Topscorer Martin Langenfeld an diesem Abend hochprozentig. Der TVB-Regisseur war in der Schlussphase mächtig angefressen. Er haderte mit einigen Schiedsrichterentscheidungen: „Die Referees wählten eine großzügige Linie und ließen viele Kontakte durchgehen. Dadurch wurde es gegen Ende etwas ruppiger. Meines Erachtens hätten wir einige Pfiffe mehr für uns bekommen müssen, aber das ist ja meine subjektive Wahrnehmung“, sagte Langenfeld. „Die Schiris waren jedenfalls nicht schuld, dass wir nach der Pause defensiv einfach keinen guten Job mehr machten. Wir trafen in der zweiten Halbzeit nicht immer die richtigen Entscheidungen. Auch ich, als ich kurz vor Schluss in einer überhasteten Aktion den Ball verlor. Anstatt ruhig zu bleiben, etwas Zeit von der Uhr zu nehmen und auf den perfekten Abschluss zu warten.“
Die Selbstkritik ehrt Bergzaberns großen Vordenker – Langenfeld war wertvoller Antreiber, Impulsgeber und Vollstrecker. So spielte der TVB: Langenfeld (24 Punkte), Schmid (17), Behrendt (16), Tübel (6), Reisberger (6), Black (6), Bergmann (2), Michel.