Fußball
FKP-Keeper verhindert mögliches Remis in Herxheim
Die Viktoria Herxheim muss den Spitzenreiter SC Idar-Oberstein in der Fußball-Verbandsliga wegziehen lassen. Der Aufsteiger unterliegt dem FK Pirmasens II mit 1:2.
Die Partie auf dem Kunstrasen hatte vor 220 Zuschauern in den ersten 30 Minuten kaum aufregende Szenen. Die erste gute Chance hatte der Herxheimer Marcel Meinzer, beim zweiten Angriff der Platzherren traf er den Ball nicht richtig. FKP-Spielertrainer Christopher Ludy versuchte, den weit vor seinem Tor stehenden Björn Herzig mit einem Distanzschuss zu überwinden. Auf beiden Seiten überwogen ungenaue Zuspiele. Eine Chance von Yasin Özcelik nach einem guten Pass war kein Problem für Torwart Nico Jeckel. Vor größere Probleme war er gestellt, als Kevin Baltrusch der erste wirklich gelungene Torschuss in der 32. Minute gelang. Im Gegenzug traf der FKPler Stefan Calder Scoular-Stajic die Latte.
Die Viktoria drückt
Überraschend fiel in der 40. Minute das 0:1 nach einer Ecke. Herzig kam nicht an den Ball, Ludy hatte mit seinem Kopfball Erfolg.
Hatte die Viktoria in der ersten Hälfte schon viel mehr Spielanteile, so drückte sie nach der Pause auf den Ausgleich. Baltruschs Distanzschuss ging noch rechts am Tor vorbei (50.), seinen zweiten Schuss wehrte Jeckel mit einer Glanzparade ab. Anschließend klärte der FKP zweimal auf der Linie. Nachdem Marcel Meinzer an der Strafraumgrenze gefoult wurde, setzte Mihai-Lucian Petrescu den Freistoß in die Mauer. Den nächsten Angriff der Heimmannschaft beendete Özcelik mit einem platzierten Kopfball, den Jeckel mit der nächsten Parade entschärfte. Meinzer schoss im Lauf über das Tor.
Elfer? Schiri reagiert nicht
In diesen 15 Minuten der Drangphase der Viktoria kam der FKP kaum zu einem Entlastungsangriff. In der 61. Minute forderten die Herxheimer einen Elfmeter nach einem Foul an Özcelik. Schiedsrichter Frederic Kaufmann aus Mainz sagte nach der Begegnung, er habe das als Schwalbe gesehen und auch sein Linienrichter habe nicht reagiert. Praktisch im Gegenzug gelang dem FKP durch einen schnellen Konter das 0:2 durch Lennart Vogt (62.).
Der eingewechselte Christoph Wörzler musste in der 70. Minute mit einer Zeitstrafe das Feld verlassen. Aber Herxheim gab nicht auf und startete wieder Angriff auf Angriff. In der 87. Minute war es dann soweit: Nach einem Foul im Strafraum zeigte der Schiri auf den Punkt und Meinzer verwandelte. In der folgenden siebenminütigen Abwehrschlacht köpfte FKPler Timo Landoll einen Ball, den die Zuschauer schon im Tor gesehen hatten, raus und der 19-jährige Jeckel hielt noch einen fast unhaltbaren Schuss.
Marco Bauer: 2:2 wäre okay gewesen
Für den erkrankten Trainer Jens Bodemer coachte Marco Bauer die Viktoria. Sein Fazit: „In der ersten Hälfte haben wir nicht präzise genug gespielt. Trotz viel Ballbesitz hatten wir nur wenige Torchancen. In der zweiten Halbzeit haben wir mehr Wille und Leidenschaft gezeigt. Wir haben uns Chancen erspielt, ein 2:2 wäre drin gewesen, das wäre okay gewesen, aber der FKP-Torwart war dagegen.“ Yasin Özcelik stellte klar: „Wir haben in der zweiten Halbzeit alles reingeworfen, aber der Torwart hatte einen Sahnetag.“
Spielertrainer Christopher Ludy vom FKP sagte: „Egal, wer die Tore macht oder sie verhindert. Wir haben uns den Sieg verdient, wenn wir auch vom Spielverlauf her mit einem Unentschieden hätten leben müssen. Ich bin hochzufrieden mit der Mannschaft.“ Der 19-jährige Torwart Nico Manfred Jeckel war noch ganz außer sich: „Geil, geil, Hauptsache, wir haben gewonnen. Das hatte wohl vor dem Spiel keiner gedacht, Jeder von uns hat 120 Prozent gegeben.“