Lokalsport Südpfalz Firmenausflug als Tortur gestaltet
HATZENBÜHL. Freundliches Herbstwetter bescherte dem 34. „Deutsch-Französischen Cross-Lauf mit der 9. „Härtesten Meile der Pfalz“ eine Ansturm auf den Extrem-Cross. Mit den Siegern Sebastian Koch (LT Olympia Ramstein/9:10 min) und Nathalie Mühleck (RSV Tria Bühlertal/11:00) stellten sich am Samstag neue Gesichter in Hatzenbühl vor.
Es muss einen besonderen Reiz haben, durch den Erlenbach zu waten, durch den Schlammtunnel zu robben und über die Strohballenwand zu klettern. 306 Finisher (im Vorjahr 209) sind Teilnehmerrekord. Neben ambitionierten Leichtathleten startet eine Menge an Teilnehmern, die mit Arbeitskollegen oder Freunden mit viel Spaß bei der Sache sind. Die größte Gruppe stellte diesmal die Firma Heo aus Herxheim. Der Beste in ihrer Reihe war Andrè Guzman, der den 46. Platz in 11:34 min erreichte. Der ehemalige Fußballspieler hält sich mit Laufen fit. „Es gibt bei uns keinen Betriebssport. Jeder hält sich fit, läuft, fährt Rad oder geht ins Fitnessstudio. Wir wollen gemeinsam auftreten und haben als Nächstes die Winterlauf-Serie in Rheinzabern auf dem Plan“, so Guzman. Bei den Frauen musste sich Pia Winkelblech (TSV Kandel) wie im Vorjahr mit dem zweiten Platz zufrieden geben. Vor dem Start war sie schon skeptisch: „Ich habe in letzter Zeit viel Langstreckenrennen absolviert. Mir fehlt die Spritzigkeit für die kurzen Distanzen.“ Winkelblech hielt sich beim Langstreckenlauf über 10.500 Meter schadlos und gewann in 43:55 min vor Marille Kuntz (RAC Weißenburg/45:56). Bei den Männern lag in den ersten zwei von sieben Runden der Dierbacher Philipp Ullrich (TV Bad Bergzabern) in Führung. Dann zog Matthias Merk (LSG Saarbrücken-Sulzbachtal) vorbei und baute seinen Vorsprung langsam aus. Der in Ellerstadt beheimatete Lehrer siegte nach 37:36 min vor Ullrich (38:10 min). Eine halbe Stunde zuvor war er über die Mittelstrecke Zweiter und meinte: „Ich bin ganz zufrieden mit dem Wettkampf heute, auch wenn ich mich bei bisschen ärgerte, dass ich im ersten Rennen Zweiter wurde. Aber der Emil ist ja auch ein Guter.“ Mit Emil ist der noch 17-jährige Schüler Emil Leibrock (LC Haßloch/ 14:54 min) gemeint. Der Dritte der Süddeutschen Meisterschaften über 3000 Meter verfügt über eine gute Tempohärte auf den letzten Metern und siegte über 4500 Meter. Zunächst hatte Merk die Spitze übernommen, aber im Laufe der drei Runden schob sich Leibrock im näher heran und überholte ihn auf den letzten 300 Metern. Bei den Frauen gewann Latifa Schuster (ASL Robertsau/15:58 min). Zwei Wochen nach ihrem Sieg beim München-Marathon wirkte sie frisch und war schon nach den ersten drei Männern in Ziel. | jre