fussball RHEINPFALZ Plus Artikel FC Wörth nach 2:2 Außenseiter in Mechtersheim

Torben Sachse (gelbe Hose) mit dem 2:0 für Obersülzen. Keeper Sandro Sitter ist geschlagen.
Torben Sachse (gelbe Hose) mit dem 2:0 für Obersülzen. Keeper Sandro Sitter ist geschlagen.

Nach dem 2:2 (0:2) beim FC Bavaria Wörth im zweiten Relegationsspiel ist der Traum vom Aufstieg in die Fußball-Bezirksliga für den SV Obersülzen geplatzt. Der FC Wörth ist noch im Rennen. Er muss am Samstag (18 Uhr) nur beim TuS Mechtersheim II gewinnen.

280 Zuschauer sahen eine abwechslungsreiche Begegnung mit zwei grundverschiedenen Spielhälften. Die Gäste waren vor der Pause die bessere Mannschaft und führten völlig verdient mit 2:0. Sie spielten schneller und zielstrebiger nach vorne, erarbeiteten sich zahlreiche Tormöglichkeiten und zeigten die reifere Spielanlage. Mit vielen langen Bällen brachten die Wörther die SVO-Defensive nicht in Verlegenheit.

Kapitaler Schnitzer

Wörths Keeper Sandro Sitter parierte mehrfach glänzend. In der 20. Minute sorgte ein kapitaler Schnitzer von Wörths Verteidiger Emre Sayincan für die Gästeführung. Sein Querpass vor dem eigenen Tor landete bei Robin Gerber, dessen Zuspiel Dominic Gerber zum 0:1 verwertete. Fünf Minuten später hätte Fabian Eger ausgleichen müssen, er scheiterte jedoch freistehend an SVO-Keeper Tim Neumeister. In der 37. Minute erhöhte Torben Sachse unbeachtet von Wörths Defensive per Kopf nach einem Eckball.

In der Pause hätte keiner mehr einen Pfifferling auf die Bavaren gegeben. Ihr langjähriger Coach Akin Özer meinte: „Es fehlt eine Anspielstation im Mittelfeld, und die Abwehr offenbart bekannte Schwächen.“

Mehr Schwung in Offensive

Nach dem Wechsel kam Wörth wie verwandelt aus der Kabine. Lukas Link kam für Rico Sachs und Mert Cetinkaya für Eger. Dies sorgte für mehr Schwung in der Offensive. Das Geschehen verlagerte sich vor das SVO-Gehäuse, die Folge war eine Serie von Eckstößen. Einen davon trat Maximilian Dammer, der Ball landete an der Hand von Stefan Knickel (65.). Den fälligen Strafstoß verwandelte Sayincan zum 1:2. Drei Minuten später sorgte Anton Shehu mit einem Kopfball aus acht Metern nach einem langen Ball für den Ausgleich.

Dem SVO fehlte nach dem 2:2 etwas der Mut zur bedingungslosen Offensive. Gästecoach Sascha Gerber: „Die Fans haben ein richtig gutes Spiel gesehen. Wörth agierte wie erwartet hinten robust und schnell nach vorne. Wir haben die erste Viertelstunde nach dem Wechsel verschlafen, sonst kann ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen.“

„Nichts zu verlieren“

„Vor dem Wechsel waren wir viel zu passiv. In der Pause habe ich den Jungs gesagt, dass wir nichts zu verlieren haben“, sagte Wörths Spielertrainer Gökhan Istanbullu, der sich einwechselte. „Dann haben wir unsere Angriffe besser ausgespielt. Am Samstag müssen wir als großer Außenseiter alle 150 Prozent bringen. Doch jetzt gehe ich zuerst ins Krankenhaus.“ Seiner schwangeren Frau war unmittelbar vor dem Spiel die Fruchtblase geplatzt.

Am Samstag ist Wörth Außenseiter. Mechtersheim setzt Oberligaspieler ein. „Alle anderen würden das auch tun, wenn sie die Möglichkeit hätten. Bis auf zwei Akteure kommen alle anderen aus Pausen oder Verletzungen. Zudem haben wir insgesamt 37 U21-Spieler im Kader beider Teams“, sagte Mechtersheims Vizepräsident Dieter Demmerle.

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