Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel FC Bienwald Kandel müht sich in die nächste Pokalrunde

Kandels Yanik Wagner jagt Patrick von Kietzell und den Ball.
Kandels Yanik Wagner jagt Patrick von Kietzell und den Ball.

Der FC Bienwald Kandel hatte ein gewaltiges Stück Arbeit zu absolvieren. um gegen emsig verteidigende Erlenbacher in die dritte Runde des Verbandspokal Südwest einzuziehen.

Noch vor einem Jahr lagen zwischen dem FC Bienwald Kandel und dem SV Erlenbach drei Ligen, inzwischen spielt der SV Erlenbach als Aufsteiger in die Bezirksliga nur noch eine Liga unter dem FC Bienwald, der in die Landesliga abgestiegen ist. Erlenbach änderte seine Aufstellung im Vergleich zum Erstrundensieg beim SV Rülzheim auf drei Positionen, für Spielertrainer Matthias Orso, Victor Scozia und Tim Burrer rückten Kadir Coban, Patrick van Kietzell und Marc Baumann ins Team. Baumann erwies sich in der Partie an der Seite von Kapitän Lucas Patschke in der Innenverteidigung als Fels in der Brandung, denn die beiden ehemaligen Kandler verhinderten so manchen gefährlichen Angriff. „Wir haben viele Ex-Kandler im Team die dort schon gespielt haben und da ist man schon ein Stück weit motivierter“, beschrieb Patschke, warum es für ihn ein besonderes Spiel war.

Vor rund 360 Zuschauern nahmen die Gäste das Zepter in die Hand. Angetrieben von Spielertrainer Yasin Öczelik versuchten sie, Offensivaktionen zu kreieren. Erlenbach tat sich hingegen schwer, in der Offensive Akzente zu setzen. In der 24. Minute zappelte dann nach einem Freistoß der Ball im Erlenbacher Kasten, doch der Treffer fand bei Schiedsrichter Felix Zirbel keine Anerkennung, nachdem Erlenbachs Keeper Sam Keller zuvor gefoult worden war. Die erste Halbzeit in einem durchaus fairen Lokalderby endete 0:0.

Die Führung im Nachschuss

Nach dem Seitenwechsel trug zunächst Kandel wieder einen Angriff vor, bei dem Kandels Spielertrainer Yasin Öczelik einen Kopfball neben das Tor setzte. In der 53. Minute hatten dann die Hausherren Grund zum Jubeln, denn Mircea Vacaru brachte das Heimteam in Führung. Nach einem starken Zuspiel wurde Vacarus erster Schuss noch geblockt, der Nachschuss landete dann jedoch in den Maschen.

Der FC Bienwald drängte ab dann auf den Ausgleich, während Erlenbach munter weiter verteidigte und seine gewonnenen Zweikämpfe feierte. „In der ersten Halbzeit hatten wir schon gut verteidigt und kaum Chancen zugelassen. In der zweiten Halbzeit haben wir zum Glück das 1:0 gemacht, und ich dachte, wir gewinnend das Ding, weil wir auch entsprechend Glück hatten“, kommentierte Patschke den Spielverlauf. „Wir waren dann zweimal nicht aufmerksam, kriegen die zwei Dinger und insgesamt war es vielleicht eine verdiente Niederlage. Der Kampfeswillen war aber auf jeden Fall da und wir haben uns gut verkauft.“

Ein Doppelschlag dreht die Partie

Die zwei Gegentore bekamen die Erlenbacher mit einem Doppelschlag: In der 80. Minute landete der Ball nach einem Eckball bei Carlos Baumgart, der den Ball aus kurzer Distanz nur noch über die Linie drücken musste. Nur eine Minute später konnte Karim Mathis den Ball aus kurzer Distanz ins lange Eck schieben und die Gäste in Führung bringen.

Erlenbach stellte in der Schlussphase um und löste die Viererkette auf, doch Zählbares sprang nicht mehr heraus. Kandel schaffte den Sprung in die dritte Runde. „Generell sind wir froh, dass wir gewonnen haben, und das zählt im Pokal“, bilanzierte Christian Liginger vom FC Bienwald nach Spielende. „Wir haben uns das Leben selbst etwas schwer gemacht. In der ersten Halbzeit war es nicht schlecht, wir haben nix zugelassen und hatten selbst drei vier gute Chancen gehabt, aber kein Tor gemacht. Nach dem 1:0 war es dann spitz auf Knopf, aber wir haben dann aber nochmal Charakter gezeigt und am Ende auch hochverdient gewonnen. Es war ein hartes Stück Arbeit, Respekt an Erlenbach, die haben ein richtig gutes Spiel gemacht. Wir nehmen jetzt mal den Sieg und ein positives Gefühl mit in die Runde.“

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