Basketball RHEINPFALZ Plus Artikel Für den TV Bad Bergzabern wird es eng

 Phil Behrendt (links) und Jan Wroblewsky (rechts) vom TVB mit Jasper Robine und Felix Roth.
Phil Behrendt (links) und Jan Wroblewsky (rechts) vom TVB mit Jasper Robine und Felix Roth.

Der TV Bad Bergzabern verliert in der kleinen Kreishalle gegen die SG Weiterstadt. Ein „krummer“ Dreier der Gäste führt zum 91:93. Den Südpfälzern fällt die halbe Mannschaft aus, sie rennen lange hinterher.

Sie haben das nächste direkte Duell gegen eine schlechter postierte Mannschaft verloren. Dieses Mal in eigener Halle, in der Kreishalle. Jetzt steckten die Basketballer des TV Bad Bergzabern selbst tief im Abstiegskampf der 2. Regionalliga Südwest. Die SG Weiterstadt ist nach ihrem 93:91 (38:35)-Sieg an den Kurstadt-Korbjägern in der Tabelle vorbeigezogen.

Verrückter Dreier

Dramatischer hätte die Niederlage nicht ausfallen können: Sekunden vor Schluss führte der TVB noch 91:90. Dann zischte ein verrückter Dreier von Philipp Pons aus unmöglichem Winkel und mit Brett durch die TVB-Reuse. Der TVB verlor nach der Niederlage bei Eintracht Frankfurt erneut ein Schlüsselspiel gegen einen direkten Rivalen. Noch ist er nicht auf einen Abstiegsplatz abgerutscht. Der Druck wächst aber von Spieltag zu Spieltag.

Neben dem kurzfristigen Ausweichen in die kleine Kreishalle war das größte Handicap erneut der dünne Kader. Gerade fünf Stammspieler standen Trainer Eric Marschke zur Verfügung. Die halbe Mannschaft fehlte. Nur Martin Langenfeld und Jan Wroblewski, die zusammen über 70 Punkte markierten, sowie Philipp Behrendt schossen scharf. Dazu kam ein schwaches Verteidigungsverhalten.

10:0-Blitzserie

Gefühlt rannte der Turnverein das ganze Match einem Rückstand hinterher. In der ersten Halbzeit meist nur knapp wie 11:14 (8.), 17:20 (10.) oder 27:29 (16.). In der zweiten Hälfte wurde der Unterschied deutlicher. Weiterstadt setzte sich im dritten Durchgang vom 49:49 (25.) zum 59:70 (30.) ab.

Gegen diesen Rückstand anzulaufen, kostete mit kleinem Kader viel Kraft. Doch es gelang: 63:70 (30.), 73:78 (34.) und 78:82 (35.) waren die Stationen – ehe Wroblewski und Langenfeld mit einer 10:0-Blitzserie die packende Partie zum 88:84 (38.) drehten. Die Kurstädter lagen bis zwei Sekunden vor Schluss vorne (91:90), ehe der „krumme“ Gäste-Dreier final das Spiel entschied.

„Zu spät realisiert, was auf dem Spiel steht“

„Alles auf die letzte unglückliche Situation zu schieben, wäre falsch. Wir haben 35 Minuten lang sehr schlecht verteidigt, zu viele freie Würfe unterm Korb zugelassen und waren schwach im Rebound. Wir realisierten zu spät, was eigentlich auf dem Spiel stand. Die sehr starken letzten fünf Minuten konnten das nicht wettmachen“, sagte Marschke. „Natürlich waren wir wieder einmal zu schwach aufgestellt. Fünf Leistungsträger mussten mindestens 37 Minuten lang auf dem Feld stehen. Das ist natürlich ein großes Handicap.“

„Leider hat es trotz der Aufholjagd für einen Sieg nicht gereicht“, sagte Landrat Dietmar Seefeldt. Er ist „Hausherr“ der Kreishalle, in die der TV Bad Bergzabern kurzfristig und unbürokratisch nach Schließung der großen VG-Halle einziehen durfte. Zwei Trainingseinheiten zum Eingewöhnen standen Bergzaberns Basketballern zur Verfügung. Ein anderer Zuschauer, Bernd Ehrhardt, einer der treuesten TVB-Anhänger, vermisste die große Unterstützung: „Wir hätten uns mehr Zuschauer gewünscht.“ Leider habe es nicht gereicht. Marschke und die TVB-Jungs geben den Glauben an den Klassenerhalt aber nicht auf.

So spielten sie

TV Bad Bergzabern: Langenfeld (38 Punkte), Wroblewski (33), Behrendt (14), Bergmann (6), Adam, Heise, Kretschmer, Rudolf.

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