Lokalsport Südpfalz „Es wird schwer, uns zu besiegen“

Placeholder-Image

BELLHEIM (kebe). Mit 14 Punkten Vorsprung holte sich der FC Phönix Bellheim die Meisterschaft in der B-Klasse Ost. Auch wenn 100 erzielte Treffer bei nur einer Saisonniederlage eine klare Sprache sprechen: Der Titel war bis Mitte März hart umkämpft.

Nach der Vorrunde mit Rang zwei zeichnete sich gar ein Vierkampf ab. Der SV Rülzheim II konnte die Herbstmeisterschaft feiern, auf den Plätzen drei und vier lauerten dicht dahinter der FC Neupotz und der SV Erlenbach. „Beim 2:1-Erfolg im Rückspiel in Rülzheim haben wir den Zug endgültig in die richtige Richtung gestellt“, meint Trainer Helmut Behr. Die zweite Garnitur des künftigen Landesligisten hatte seiner Mannschaft im Hinspiel beim 0:1 die bis dato einzige Saisonniederlage beigebracht und führte beim Rückspiel am 15. März im Peter-Becht-Stadion zur Pause mit 1:0. Doch Markus Wünstel dreht mit einem Doppelpack die Partie. Fortan gab sich der Spitzenreiter keine Blöße mehr und spielte die Runde souverän zu Ende. Das Stürmerduo Benedikt Back/Peter Kellerhals würde jedem Landesligisten gut zu Gesicht stehen, schließlich steuerte es 60 Prozent zur Gesamttrefferquote bei. „Sie sind aber nur einzelne Bausteine im Gesamtmosaik, sie brauchen die Vorlagen ihrer Mitspieler“, sagt Behr und nennt weitere Garanten des Erfolgs. Neben der tollen Saison von Markus Wünstel ist Behr stolz auf das Comeback zweier Eigengewächse. Enrico Niederer nach siebenmonatiger Pause wegen Leistenproblemen und Simon Keakavocy kämpften sich wieder heran und wurden zu echten Leistungsträgern. 90 Prozent seiner Spieler kommen aus Bellheim, dies ist für Behr der Hauptgrund für die hohe Identifikation im Umfeld. Zu den Heimspielen ins Franz-Hage-Stadion pilgern regelmäßig über 200 Zuschauer, dem Derby gegen Knittelsheim wohnten rund 700 Fans bei. Viele Spiele wurden erst in der letzten Viertelstunde entschieden, für Behr ein Zeichen der guten konditionellen Verfassung seiner Schützlinge. „Wir haben durchschnittlich 18 bis 20 Spieler der ersten Mannschaft in den Trainingseinheiten, auch an den Karnevalstagen“, bescheinigt der ehemalige KSC-Profi seinem Team Trainingsfleiß und einen einwandfreien Charakter. Die Vorfreude im Verein auf die A-Klasse mit zahlreichen Derbys ist groß, im Umfeld hat sich der Verein neu aufgestellt. Mit Stefan Geißert fungiert ein alter Weggefährte Behrs als Spielleiter, der in der Region hervorragend vernetzt ist. Daniel Fischer bleibt trotz anderen Angeboten im Trainerteam, für die A-Junioren konnte Freimersheims Spielertrainer Edin Pita gewonnen werden. „Die kommende Saison ist eine Standortbestimmung für den Kader. Es wird schwer sein, uns zu besiegen. Ich traue uns einen Platz im oberen Mittelfeld zu“, sagt Behr und nennt die TSG Jockgrim und den VfB Hochstadt als absolute Titelfavoriten. Als Handlungsfelder erkennt er eine höhere Torquote bei Standards und die Einstellung auf eine anspruchsvollere Taktik in der höheren Klasse. Der Kader bleibt beisammen, ein Blick auf die Liste der Neuzugänge lässt Behrs Aussagen ein wenig als „Understatement“ erscheinen. Patrick Kuhn (TB Jahn Zeiskam) und Daniel Henninger (VfL Neustadt) sind zwei Neuzugänge aus der Verbandsliga. Jens Kellner und Tim Kasper stoßen vom Landesligisten FC Speyer dazu. Sie waren bereits Schützlinge von Behr in Rheins-heim und beim SV Weingarten. Vom dortigen Nachfolgeverein aus der B-Klasse Rhein-Mittelhaardt Ost wurde Andreas Benz, ein weiterer Torhüter, engagiert.

x