Schwimmen RHEINPFALZ Plus Artikel Ergebnisse in Bad Bergzabern und Wörth besser als kalkuliert

 Kimberly Breuhauer (vorn) spielte ihre Routine aus.
Kimberly Breuhauer (vorn) spielte ihre Routine aus.

Die Wettkampfmannschaften des TV Bad Bergzabern haben in den Landesliga-Durchgängen ihr Ziel erreicht. Einer bricht eine Schallmauer. Der Nachwuchs verdient sich eine Eisbombe. In Wörth sind die Gastgeberinnen die Besten.

Ein turbulentes Wochenende erlebte das Rebmeerbad in Bad Bergzabern bei den Durchgängen zu den deutschen Mannschaftsmeisterschaften im Schwimmen. Die TVB-Mannschaften haben in der Landesliga den erhofften Ligaverbleib geschafft.

Den Wettkampf der Frauen gewann unangefochten mit einem Start-Ziel-Sieg der Mainzer Schwimmvereins mit 17.034 Punkten vor der SG Rhein-Mosel (16.483 Punkte) der SG EWR Rheinhessen-Mainz II (14.783) und den Schwimmerinnen des Kaiserslauterer SK (14.566). Die TVB-Schwimmerinnen übertrafen das kalkulierte Endergebnis um 100 Zähler. „Was auch notwendig war, um mit 13.498 Punkten vor dem Team des VfR Simmern mit 13.348 Punkten den fünften Platz und damit den sicheren Ligaerhalt zu garantieren“, so Trainer Klaus Janson.

Fünf Einsätze, fünf Bestzeiten

Lucia Engel sorgte mit 2557 Punkten für die meisten Punkte. Sie schwamm mit 0:27,00 Minuten Vereinsrekord über 50 Meter Freistil. Fünf Bestzeiten bei fünf Einsätzen und 2123 Punkte waren die makellose Bilanz von Sophia Wisser, die sich auf drei Bruststrecken den Vereinsrekorden näherte. 1984 Zähler gehen auf das Konto von Anna Kirsch, die sich über Bestzeiten über 100 Meter Brust und 800 Meter Freistil freute. Die meisten Meter musste Janice Klingebeil schrubben, mit fünf Einsätzen über 200, 400 und 1500 Meter Freistil sowie 200 Meter Lagen und Schmettern sammelte sie 1928 Punkte. Drei Bestleistungen und insgesamt 1801 Punkte sind die Bilanz von Sarah Klingebeil (14), die Jüngste im Team. Eine sichere Bank ist Kimberly Breuhauer (26), deren Routine auf den Rückenstrecken unverzichtbar ist. Azalea Cristian erschwamm 1237 Punkte. Die restlichen 347 Zähler steuerte Ulrike Rodrian (40) für ihre Zeit über 50 Meter Brust bei, die den wahrscheinlichen Klassenverbleib sicherten.

Nach erstem Abschnitt auf Platz zwei

Bei den Männern konnte keine Mannschaft den Sieg der SG Rhein-Mosel mit 17.856 Punkten verhindern. Dahinter entwickelte sicher aber ein überraschender Dreikampf, bei dem sich nach dem ersten Abschnitt am Vormittag die TVB-Schwimmer auf dem zweiten Platz vor dem Mainzer Schwimmverein und der SG EWR Rheinhessen-Mainz fanden. Im zweiten Abschnitt eroberten die Rheinhessen aber noch mit 14.451 Punkten den zweiten Platz vor dem TVB mit 14.170 Zählern. Nach 4800 Wettkampfmetern hatten die Kurstädter den Mainzer Schwimmverein (14.168) mit umgerechnet um 0,01 Sekunden auf den vierten Platz verwiesen. Der SC Delphin Grünstadt wurde mit 13.781 Punkten Fünfter, die Herren des WSV Speyer (13.714) müssen nach dem Aufstieg als Sechste im nächsten Jahr wieder zurück in die Verbandsliga.

Jonas Seutemann war mit 2903 Punkten der Topscorer der Bad Bergzaberner, über 100 Meter Lagen knackte er erstmals mit 0:59,58 Minuten die Schallmauer. Sein Bruder Niklas Seutemann stand ihm mit 2313 Punkten für 1500 Meter Freistil (Bestzeit 18:52,57), 400 Meter Freistil (Bestzeit 4:33,75), 400 Meter Lagen (Bestzeit 5:15,82), 100 Meter Brust (Bestzeit 1:09,10) und 50 Meter Brust nicht nach.

Vor dem Abi reingehauen

Florian Nehring sammelte noch schnell 2560 Punkte mit fünf Rennen, ehe er mit drei Prüfungen im schriftlichen Abitur noch schwere Aufgaben vor sich hat. Dreimal Bestzeit hieß es am Ende für Robert Cristian, der mit fünf Starts 1681 Punkte eintrug. Bestzeit über 100 Meter Rücken zeigten die Uhren für Paul Eckelmann, der mit drei weiteren Einsätzen 1404 Punkte beisteuerte. Sein Bruder Leo, eigentlich Turner, war mit Sprints im Freistil und Schmettern für 738 Punkte gut. Deutlich länger war Artur Dietz unterwegs, der 1617 Punkte beisteuerte. Aus dem Schüleraustausch in Kanada war Milian Marz gekommen, um mit zwei Bestzeiten und einem Einsatz über 200 Meter Brust beim erfolgreichen Ligaerhalt mitzuhelfen.

„Lohn für die Plackerei“

Im Fernduell der Verbandsliga siegte erwartungsgemäß der Kaiserslauterer SK mit 15.029 Punkten bei den Herren vor dem SC Neustadt und der SG Worms, In Wörth gewannen die Gastgeberinnen den Verbandsligadurchgang mit 10.864 Punkten. Jana Greilich, 454 Punkte strich sie über 200 Meter Rücken ein (2:34,70 Minuten), und Mathilde Riether lieferten die besten Ergebnisse. Im Vergleich mit dem Wettbewerb in Bad Bergzabern lag das Team hinter SC Grünstadt (12.782), SG Worms (11.397) und Mainzer SV II (10.989) auf Platz vier, Für die zweite Mannschaft des TVB ging es um eine Eisbombe, die für das Erreichen von 6000 Punkten ausgesetzt war. 5684 Punkte hatte das Computerprogramm prognostiziert, bei 6262 Zählern strahlten am Ende alle 16 Schwimmerinnen. Janson: „34 Bestzeiten in 34 Rennen waren der verdiente Lohn für die Plackerei in den Weihnachtsferien, die Eisbombe kann kommen.“

Jonas Seutemann, Topscorer der Bad Bergzaberner.
Jonas Seutemann, Topscorer der Bad Bergzaberner.
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