Basketball
Ein Spiel, das die Gemüter in Bad Bergzabern beruhigt
Das sind Bigpoints für den Liga-Verbleib: Der TV Bad Bergzabern landete in der 2. Basketball-Regionalliga gegen die TG Hanau einen 90:72 (37:30)-Heimsieg.
Nach mageren Leistungen und großer Trefferflaute lief dieses Mal das „TVB-Getriebe“ wieder rund. 90 Punkte oder mehr als Korbausbeute gab es bisher erst einmal in dieser Saison – beim Auswärtssieg in Limburg am 15. November, als 92 Zähler gelangen. In den jüngsten Wochen lag die Punkteausbeute teilweise unter 60. Die Leistung und der Sieg erhellten nun wieder alle Gemüter – auf der Tribüne, dem Feld und auch auf der TVB-Bank.
Demonstratives Wir-Gefühl
Der Wille, das Ruder herumzureißen, war spürbar. So war neben der stark verbesserten Performance und höheren Effizienz im Korbabschluss die Einstellung und das demonstrativ gezeigte Wir-Gefühl ein entscheidendes Argument für den Heimsieg.
Dabei gab es einige Handicaps, die der TVB annehmen musste und löste. „Jeremy Reisberger knickte im Training um und fehlte genauso wie Timo Tübel, der auf Geschäftsreise war“, erklärte TVB-Regisseur Martin Langenfeld, der nach einer Rückenverletzung „dosierter“ die Aufgabe anpacken musste. „Ich habe die letzten zwei Wochen nicht trainieren können wegen des blöden Hexenschusses. Im Spiel ging es dann aber zum Glück einigermaßen. Schön war, dass unser Cotrainer Aaron Schmitz, Johannes Jäger und auch Simon Schmitz ausgeholfen haben. Da waren wir im Kader einfach besser aufgestellt. Das war sehr hilfreich und entscheidend, um den wichtigen Heimsieg zu landen.“
Verschnaufpausen
Alle drei „Joker“ standen längere Zeit auf dem Feld, leisteten defensiv einen wichtigen Job und beteiligten sich an der Punkteausbeute. Diese Rotationsmöglichkeit ermöglichten den anderen Leistungsträgern, auch dem angeschlagenen Langenfeld, größere Verschnaufphasen auf der Bank.
Die TVB-Cracks erwischten den perfekten Start, nach zehn Minuten führten sie bereits 25:12. Auch wenn die Hessen mehrmals verkürzen konnten, gab Bergzabern das Heft des Handelns nicht mehr aus der Hand. Entscheidend waren die Schnelligkeit und Spielfreude im dritten Durchgang, die 31 Treffer und den Ausbau der Führung auf 68:52 brachten. Im Schlussviertel (22:20) ließ die Mannschaft um Spielertrainer Jeremy Black nichts mehr anbrennen.
„Jeder hat ein bisschen was eingebracht“
„Der Sieg gibt uns Luft zu den Abstiegsrängen. Wir wussten, dass Hanau mit viel Energie kommen und schnell spielen wird. Um gut dagegenhalten zu können, half unser großen Kader, mit dem wir durchrotieren konnten“, sagte Jan Wroblewski, der wie Simon Schmitz ein gutes Händchen von der weiten 6,75-Meter-Linie hatte. „Jeder hat ein bisschen was eingebracht, das im Ganzen dann Entscheidendes bewirkte.“
Wroblewski und Langenfeld freuten sich, dass der TVB die deutliche Überlegenheit unter den Körben zu klaren „Missmatches“ für den Gegner ausnutzen konnte. Es passte am Samstagabend einfach alles. Das gab Balsam für die zuletzt „angefressene Seele“.
So spielte der TVB: Black (27 Punkte), Wroblewski (19), Schmid (12), Behrendt (12), Schmitz (7), Langenfeld (5), Aaron Schmitz (3), Jäger (2), Hurtel (2), Bergmann (1), Michel, Rudolf.