Basketball RHEINPFALZ Plus Artikel Ein Hin und Her mit Bergzaberner Happy End

Das Selfie von Philipp Behrendt.
Das Selfie von Philipp Behrendt.

Grüße aus der Kabine. Gerade ist dem TV Bad Bergzabern ein Befreiungsschlag in der 2. Regionalliga gelungen. Er sei mindestens um drei Jahre älter geworden, berichtet Trainer Eric Marschke. Seine Corona-Erkrankung sei nichts im Vergleich mit diesem Thriller gewesen.

Welch ein Jubel nach dem 97:94-Sieg bei der DJK Nieder-Olm. Der TV Bad Bergzabern verhindert das Abrutschen auf einen möglichen Abstiegsplatz. Von Rang fünf bis neun ist in der 2. Basketball-Regionalliga jetzt noch alles möglich.

„Klassenerhalt gepackt“, postete Phil Behrendt. Das letzte Prozent Unsicherheit im Abstiegskampf vernachlässigte das Team. „Oh Mann, das war ein großartiges Spiel“, berichtete Behrendt. „Martin hat sich leider schwerer verletzt. Wir haben ihn aus der Halle ins Auto getragen.“

Doch nur acht Mann

Bereits vor dem Anpfiff verfinsterten sich die Mienen der TVB-Verantwortlichen. Statt geplanter Bestbesetzung hatte Trainer Eric Marschke erneut nur acht Mann zur Verfügung. Diese hielten dagegen: 7:8, 13:10, 15:20, 24:20, 24:27. Sie drehten einen 35:40-Rückstand (13.) in eine 56:44-Führung (18.). „Ein total verrücktes Match. Wir lagen zurück, dann mit zwölf Zählern vorne, um in einem völlig verpatzten dritten Durchgang plötzlich wieder die Partie aus den Händen zu geben“, teilte Eric Marschke mit. Die Rheinhessen hatten einen 25:10-Lauf bis zur 29. Minute.

Der Schock

Zu Beginn des vierten Viertels lag der TVB 71:79 hinten. Und war nach einem Dreier von Jan Wroblewski zum 79:74 geschockt, weil Spielmacher Martin Langenfeld nach einem schmutzigen Foul verletzt vom Platz musste. Sein Gegenspieler stellte bei einem Drei-Punkte-Versuch seinen Fuß unter Langenfeld, der knickte um.

Die Referees ahndeten das Foul als absichtliches Vergehen. Chris Adam, für Langenfeld aufs Feld gekommen, verwandelte alle drei Würfe zum 79:77. Der starke Spielmacher Nick Larsen und der alles überragende Eric Bergmann sorgten mit ihren Dreiern für den 83:83-Ausgleich. Philipp Behrendt traf zur 85:83-Führung.

Wroblewski verwandelt eiskalt

Die letzten vier Minuten ist die Partie auf dem Siedepunkt: 85:85, 85:87, 87:87. Dann ein Wroblewski-Dreier und ein Larsen-Treffer zum 87:92. Nieder-Olm kommt auf 94:95 heran. Noch sieben Sekunden. Wroblewski wird gefoult. Zwei Freiwürfe, der Bellheimer verwandelt sie zur 97:94-Führung. Der letzte Drei-Punkte-Versuch der DJK Nieder-Olm verfehlt den TVB-Korb.

„Letzte Woche hatte ich Corona, deshalb verlief die Trainingswoche auch nicht optimal“, sagte Marschke. „Doch die Erkrankung war nichts gegen diese nervenaufreibende Erfahrung. Ich bin mindestens drei Jahre älter geworden.“

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