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Der TB Jahn und sein singender Knipser
2:1 gegen Bretzenheim, 5:0 gegen Steinbach, 2:0 gegen Hermersberg. Die Fans des TB Jahn Zeiskam wurden in den vergangenen drei Spielen gut unterhalten. Und das spiegelt sich auch in der Tabelle. 23 Punkte. Platz sechs. Das Team von Trainer Stefan Ronecker, das am Sonntag um 14.45 Uhr den TSV Gau-Odernheim zum Härtetest erwartet, ist in der Fußball-Verbandsliga wieder im Soll.
Das hat mit dem 19-jährigen Mannheimer Rodney-Francis Peprah tun. Der im Sommer aus der U19-Jugend des SV Waldhof Mannheim gekommene Stürmer zeigt immer mehr, was für ein Torjäger er sein kann. Acht seiner neun Saisontore erzielte er in den vergangenen sieben Spielen.
„Mittlerweile habe ich reingefunden“
„Ich hatte zum Start der Saison Corona und war dann kurz verletzt. Mittlerweile habe ich aber reingefunden und mit der Mannschaft passt alles zusammen“, sagt er. Peprah ist froh, dass Ronecker immer auf ihn setzt. So könne er befreit aufspielen und sein Talent unter Beweis stellen. „Es ist auch wichtig für meine Entwicklung, so ein gutes Trainerteam zu haben, das viel Vertrauen in mich setzt. Von daher war es die richtige Entscheidung, nach Zeiskam zu wechseln.“
U17-Bundesliga in Wiesbaden
Peprah startete seine Fußballerlaufbahn im Mannheimer Stadtbezirk Rheinau, ehe er zum Waldhof wechselte. Dort wurde er in der U16 sogar hoch in die U17 gezogen. Danach wechselte er zum SV Wehen-Wiesbaden, spielte in der U17-Bundesliga. „Dann hat Corona angefangen, die Liga wurde abgebrochen und es gab wenig Möglichkeiten zu spielen“, bedauert der 19-Jährige, der dann wieder zurück in die U19 von Waldhof Mannheim wechselte.
Im Sommer habe er dann dort ein Angebot von der U23 bekommen, allerdings mit nicht viel Aussicht auf Spielzeit. In seinem ersten Jahr bei den Aktiven ist es ihm aber wichtig, oft genug auf dem Platz zu stehen. „Dann kam Zeiskams Teammanager Patrick Pfaff auf meinen Berater zu, ich habe mir Zeiskam angeschaut und mich dafür entschieden, dorthin zu wechseln“, sagt Peprah.
So hoch wie möglich
Zu Beginn der Saison musste sich der sprint- und dribbelstarke Außenbahnspieler noch an die Körperlichkeit in der Männerwelt gewöhnen. Mittlerweile kann er sich besser durchsetzen, wie er sagt. Generell ist der Mannheimer ein Spieler, der viel an sich arbeitet, will er in seiner Karriere doch hoch hinaus: „Ich glaube, jeder hat den Traum, mal Bundesliga zu spielen. Ich will einfach schauen, dass ich so hoch wie möglich spielen kann. Und dafür arbeite ich hart.“
Der Auszubildende für Spedition und Logistikdienstleistungen ist auch musikalisch und hat das in der U19-Kabine des SV Waldhof immer wieder unter Beweis gestellt. „Ich schreibe gerne Lieder. In der Kabine haben wir oft einen Song von mir gespielt“, verrät er. Peprahs Songs sind melodischer Rap mit Gesang. Selbst hört er gerne amerikanischen Rap, Afro-Beats und französische Lieder. Nicht, weil er die Sprache des Nachbarlands spricht, sondern einfach, weil diese ihm vom Klang her gut gefällt.
Die Stimmung in der Mannschaft stimmt
Nach den drei Siegen in Folge gegen Gegner aus dem unteren Tabellendrittel könnte der Klang auf dem Platz am Sonntag ein anderer sein. Der TSV Gau-Odernheim ist eine der vier Spitzenmannschaften, die, so wie es aussieht, den Aufstieg unter sich ausmachen werden. „Sie haben fünf Siege in Serie eingefahren. Wir müssen konsequent rangehen und die Zweikämpfe annehmen. Wenn wir defensiv gut stehen und etwas Spielglück haben, dann ist etwas drin“, sagt Peprah. Die Stimmung in der Mannschaft stimme auf jeden Fall. „Wir trainieren gut und lachen viel zusammen.“